LIGABlatt
·22. Januar 2026
0:1! Ex-Dortmunder Jadon Sancho schockt bemühtes Fenerbahçe

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·22. Januar 2026

Am frühen Donnerstagabend empfing Fenerbahçe in der Europa League Aston Villa. In einer ordentlich Kraft kostenden und nicht immer schön anzuschauenden Partie unterlag der 19-malige türkische Meister letztlich den insgesamt einfach abgezockteren Gästen aus England. Die Entscheidung besorgte dabei der ehemalige BVB-Star Jadon Sancho, der in der 25. Spielminute mit seinem ersten Tor für seinen neuen Klub auch gleichzeitig den einzigen Treffer des Abends erzielte.
Im Vergleich zum 3:2-Auswärtserfolg bei Alanyaspor am Wochenende trat das Team von Cheftrainer Domenico Tedesco mit zwei Änderungen in der Startelf an, wonach Fred im defensiven Mittelfeld anstelle von Mattéo Guendouzi spielen durfte und John Durán den Vorzug vor Anderson Talisca bekam.
Jadon Sancho erzielt per Kopf die Gäste-Führung
In den Anfangsminuten machte Fenerbahçe insgesamt einen guten Eindruck: Man kontrollierte die Partie, hatte viel Ballbesitz und ließ die Kugel laufen – wirklich gefährliche Offensivaktionen spielte man sich hingegen nicht heraus. Die erste große Chance der Partie hatte Aston Villas Ollie Watkins in der 19. Spielminute, scheiterte per Kopf aber an Ederson. Wer es mit der Rübe aber sechs Minuten später besser machte, war ausgerechnet der nicht unbedingt für seine Kopfballstärke bekannte Jadon Sancho, der vom Flügel in die Mitte zog, sich hier hinter Milan Škriniar weg schlich und die unglücklich von İsmail Yüksek verlängerte Hereingabe von der rechten Seite verwertete.
Fenerbahçe bekommt keinen Fuß in die Partie
Nach dem Rückstand hatte Fenerbahçe Probleme, die Spielkontrolle zurückzuerlangen und die Gastgeber wurden zunehmend mutiger. Zwar war die Partie nicht unbedingt hochklassig, eine gewisse Grundintensität war aber dennoch zu spüren. Vor allem die vorm Gegentor unglücklich wirkenden Škriniar und Yüksek bissen sich zunehmend hinein und versuchten ihre Mitspieler mitzuziehen. Dies gelang aber nur mäßig und vorne blieb man weiterhin harmlos, während man hinten vor allem mit Jadon Sancho seine Probleme hatte, der kurz vor der Pause auf 2:0 hätte erhöhen können. So ging es mit der knappen Führung für die "Villans" in die Pause.
Die zweite Halbzeit beginnt spektakulär
Direkt Wiederanpfiff hätten die Gäste eigentlich das zweite Tor machen müssen, doch Jadon Sancho und Tyrone Mings konnten ihre beiden Chancen in der 46. Spielminute nicht verwerten. Der Ex-Dortmunder, der die Partie allein hätte entscheiden können, hatte in der 52. Spielminute dann erneut die Chance aufs 2:0, doch Ederson passte auf. Nach der Hereingabe in von Anderson Talisca für den blassen Dorgeles Nene fand Fenerbahçe allerdings wieder besser in die Spur und das Spiel wandelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Zunächst war es Talisca, der in der 60. und 61. Spielminute am starken Marco Bizot im gegnerischen Kasten scheiterte, kurz darauf musste Ederson zweimal herausragend parieren, zunächst beim Distanzschuss von Matty Cash und dann beim Abschluss von Morgan Rogers.
Die Partie wird zunehmend offen
Von hier an hätte alles passieren können: sowohl der Ausgleich als auch die ausgebaute Führung lagen in der Luft. Passend dazu wurden auf beiden Seiten Treffer wegen vorangegangener Abseitsstellungen einkassiert – beide Entscheidungen waren korrekt. Fenerbahçe blieb allerdings die insgesamt bessere Mannschaft und vor allem das zuvor angesprochene Duo bestehend aus Milan Škriniar und İsmail Yüksek, der nach 72 Minuten allerdings für Edson Álvarez vom Platz musste, machten in der Arbeit gegen den Ball ein herausragendes Spiel, während der Rest der Marineblau-Gelben zumindest in der Defensive das eine oder andere Mal teils überfordert wirkte. Nach der Auswechslung Jadon Sanchos in der 75. Spielminute spielte Aston Villa in der Offensive weniger flexibel und lauerte vor allem auf Konter.
Beide Mannschafen sichtlich erschöpft
In der Schlussphase blieb das Spiel zwar intensiv, es verlor aber merklich an Wildheit und große Chancen wurden seltener. Dennoch wurde deutlich, dass der 19-malige türkische Meister diese Niederlage nicht einfach so hinnehmen wollte. Da die Begegnung aber ordentlich Kraft kostete, mangelte es vorne aber vor allem an Genauigkeit und man blieb häufig in der gegnerischen Abwehr hängen. Aber auch den "Villans" ging allmählich die Puste aus, sodass vielversprechende Kontersituationen nicht mehr sauber zu Ende gespielt wurden. Am Ende fielen aber keine Tore mehr und es blieb beim harterkämpften Auswärtssieg der Engländer, die sich damit im Gegensatz der "Kanarienvögel" bereits direkt fürs Achtelfinale der Europa League qualifizieren konnten. Als nächstes trifft Fenerbahçe dann am Sonntag in der Süper Lig zuhause auf Göztepe und hat dort die Möglichkeit, im Meisterschaftsrennen den Druck auf Galatasaray zu erhöhen.
Foto: X / Fenerbahçe SK







































