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·13. März 2026

0:2! Blamage im Titelrennen: Fenerbahçe verliert bei Schlusslicht Karagümrük

Artikelbild:0:2! Blamage im Titelrennen: Fenerbahçe verliert bei Schlusslicht Karagümrük

Am 26. Spieltag der Süper Lig gastierte Fenerbahçe bei Fatih Karagümrük. Die "Kanarienvögel" wollten mit einem Auswärtssieg im Titelrennen weiter Druck auf Tabellenführer Galatasaray ausüben, während die Gastgeber wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigten. Für Fenerbahçe ist der Meistertitel so gut wie ausgeträumt.

Vor dem Auswärtsspiel bei Fatih Karagümrük zeigte sich Tedesco-Vertretung Zeki Murat Göle respektvoll gegenüber dem Gegner. Trotz der schwierigen Tabellensituation verfüge Karagümrük über spielerische Qualität und kämpferische Stärke, betonte der Coach im Vorfeld der Partie. Zugleich verwies er auf den jüngsten Last-Minute-Sieg seines Teams: Man habe bis zur letzten Minute gekämpft und wolle diesen Einsatz auch in dieser Begegnung zeigen.


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Personell muss Fenerbahçe weiterhin einige Rückschläge verkraften. Fünf Spieler fehlen verletzungsbedingt und sollen erst nach der Länderspielpause wieder vollständig zur Verfügung stehen. Zusätzlich steht Ederson aufgrund einer Sperre nicht im Kader. Auch Marco Asensio und Nené, die zuletzt trotz körperlicher Probleme aufliefen, wurden diesmal geschont, nachdem sich ihre Schmerzen zuletzt verstärkt hatten. "Wir sehen das nicht als Ausrede", erklärte Göle, räumte jedoch ein, dass sein Team derzeit schwierige Wochen durchlebt. Dennoch sei das Ziel klar: drei Punkte und ein weiterer Schritt im Titelrennen.

Frühe Chance für Karagümrük

Beide Teams starteten zunächst vorsichtig, ehe die Gastgeber bereits in der Anfangsphase für Gefahr sorgten. In der 4. Spielminute gewann Bartuğ im Mittelfeld den Ball und trieb das Spiel schnell nach vorne. Der Mittelfeldspieler wollte Tiago Çukur mit einem Steilpass in den Strafraum schicken, doch İsmail reagierte aufmerksam, ging dazwischen und klärte die Situation rechtzeitig. Die Gastgeber blieben auch in den folgenden Minuten mutig und suchten immer wieder den Weg nach vorne. In der 8. Spielminute setzte sich Mladenovic auf der linken Seite durch und brachte den Ball von der Grundlinie in den Strafraum. Guendouzi war jedoch zur Stelle und klärte zunächst per Kopf. ein folgender wuchtiger Distanzschuss von Bartuğ ging letztlich jedoch deutlich am Tor vorbei.

Karagümrük geht in Führung

Die aktive Anfangsphase der Gastgeber wurde wenig später belohnt. In der 15. Spielminute brachte Serginho einen Eckball gefährlich in den Strafraum. Am zweiten Pfosten entglitt die Zuordnung in der Fenerbahçe-Defensive, sodass Bartuğ völlig frei zum Abschluss kam. Der Mittelfeldspieler nahm den Ball entschlossen und jagte ihn mit einem wuchtigen Schuss ins Netz – Karagümrük ging damit früh mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten nach dem Führungstor wurde es erneut gefährlich im Strafraum der Gäste, als Tiago Çukur einen präzisen Pass auf Larsson spielte, der sich mit einer sehenswerten Finte im Strafraum Platz verschaffte und zum Abschluss kam. Nach seinem Schuss ging der Angreifer zu Boden und die Gastgeber reklamierten lautstark einen Elfmeter. Schiedsrichter und VAR überprüften die Szene jedoch kurz, entschieden sich anschließend aber gegen einen Strafstoß. Das Spiel lief anschließend weiter.

Abseits verhindert das 2:0

Nach dem starken Beginn der Gastgeber meldete sich auch Fenerbahçe erstmals gefährlich zu Wort. Fred setzte auf der linken Seite Levent in Szene, der sich kurz Platz verschaffte und aus aussichtsreicher Position den Abschluss suchte. Sein Schuss strich jedoch knapp über die Latte, sodass Karagümrük weiterhin die knappe Führung verteidigen konnte. Und sie jubelten anschließend sogar: Larsson schickte Çukur mit einem präzisen Pass hinter die Fenerbahçe-Abwehr. Der Angreifer blieb vor dem Tor eiskalt und schob den Ball souverän ins Netz. Der Linienrichter hob sofort die Fahne, Tiago stand beim Zuspiel knapp im Abseits. Der Treffer zählte nicht, sodass es weiterhin beim 1:0 für Karagümrük blieb.

Fener fordert Elfmeter – Gastgeber bauen Führung aus

Kurz vor der Pause forderte auch Fenerbahçe einen Strafstoß. Nach einer Ecke von Fred kam es im Strafraum zu einem Zweikampf, bei dem die Gäste ein Handspiel reklamierten. Der Schiedsrichter nahm kurz Kontakt zum VAR auf, entschied jedoch, dass kein strafbares Vergehen vorlag und das Spiel lief weiter. Wenig später schlugen die Gastgeber dann erneut zu. In der 45. Spielminute brachte Larsson einen Eckball gefährlich in den Strafraum. Barış verlängerte den Ball am ersten Pfosten, sodass er am zweiten Pfosten bei Serginho landete. Der Offensivspieler reagierte am schnellsten und schob den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Damit erhöhte Fatih Karagümrük kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 2:0. Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die erste Hälfte. Mit einer komfortablen Führung für Karagümrük ging es in die Pause.

Vierfach-Wechsel nach der Pause

Mit Beginn der zweiten Hälfte reagierte Zeki Murat Göle deutlich auf den enttäuschenden ersten Durchgang. Gleich vier Wechsel nahm der Coach vor: Asensio, Brown, Musaba und Nené kamen neu ins Spiel, während Fred, İsmail, Mert Müldür und Kerem in der Kabine blieben. Fenerbahçe versuchte sofort, mehr Druck aufzubauen, um den Zwei-Tore-Rückstand möglichst schnell zu verkürzen. Kurz nach Wiederbeginn wurde die Partie ebenso erstmals etwas hitziger. Oosterwolde geriet mit Serginho aneinander und sah für das anschließende Foul die Gelbe Karte (49.).

Karagümrük bleibt nach der Pause gefährlich

Dann hätten die Gastgeber beinahe den dritten Treffer nachgelegt. Larsson schickte Serginho mit einem präzisen Pass hinter die Abwehr, sodass der Offensivspieler plötzlich frei vor Torhüter Mert auftauchte. Serginho versuchte, den Keeper im Eins-gegen-Eins zu überwinden, doch Mert blieb aufmerksam und verhinderte mit einer starken Parade das mögliche 3:0 (52.).

Fener nun mit mehr Druck

Nach rund einer Stunde Spielzeit erhöhte Fenerbahçe den Druck: In der 59. Spielminute setzte sich Musaba auf der rechten Seite durch und drang bis zur Grundlinie vor. Seine Hereingabe zielte auf Kanté im Strafraum, doch ein Verteidiger von Karagümrük ging im letzten Moment dazwischen und klärte zur Ecke, bevor der Mittelfeldspieler zum Abschluss kommen konnte.

Fenerbahçe sucht nach dem Anschlusstreffer

In der 71. Spielminute setzte sich Musaba auf der rechten Seite mit einem starken Dribbling durch und drang in den Strafraum ein. Der Offensivspieler zog aus spitzem Winkel ab, doch Karagümrük-Keeper Grbic blieb aufmerksam und konnte den Ball sicher aufnehmen. Fenerbahçe erhöhte nun zunehmend den Druck. Asensio spielte einen präzisen Pass auf die rechte Seite zu Musaba, der in den Strafraum zog und sich kurz Platz verschaffte. Anschließend suchte der Offensivspieler den Abschluss, doch Keeper Grbic reagierte stark und lenkte den Ball zur Ecke (77.).

Erneut Strafstoß gefordert

In der Schlussphase der Partie forderten die Gastgeber erneut einen Strafstoß: Kranevitter spielte einen starken Pass hinter die Abwehr, den Serginho aufnahm. Der Offensivspieler umkurvte Torhüter Mert, kam anschließend jedoch zu Fall. Die Spieler von Karagümrük reklamierten sofort Elfmeter, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen (84.).

Es blieb schließlich beim 2:0 für Fatih Karagümrük. Die Hausherren legten mit zwei Treffern nach Eckbällen im ersten Durchgang den Grundstein für den Überraschungssieg und verteidigten ihre Führung anschließend konsequent. Fenerbahçe konnte trotz einer offensiveren Ausrichtung in der zweiten Hälfte keinen Treffer mehr erzielen und muss im Titelrennen einen schmerzhaften Dämpfer hinnehmen.

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