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·9. September 2026

1. FC Union Berlin: Neuer Coach, veränderter Spielstil

Artikelbild:1. FC Union Berlin: Neuer Coach, veränderter Spielstil

Mauro Lustrinelli, seit wenigen Wochen der neue Mann an der Seitenlinie des 1. FC Union Berlin, möchte mit den Köpenickern mit „Intensität, Dynamik und Energie nach vorne spielen“. In der jüngeren Vergangenheit hatten sich die Eisernen häufig schwergetan, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren und waren bei Erfolgen nicht selten auf ruhende Bälle angewiesen.

Der Start in die laufende Saison hat allerdings gezeigt, dass der Prozess etwas Zeit brauchen wird. In der 1. Runde des DFB-Pokals setzte sich der Hauptstadtclub gegen stark aufgelegte Braunschweiger durch – und bewies dabei Comeback-Qualitäten. Trotz eines zweimaligen Rückstands drehten die Berliner die Partie und feierten am Ende einen 4:2-Sieg sowie den Einzug in die nächste Runde.


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Erneut ins Hintertreffen gerieten die Köpenicker während ihres Bundesliga-Auftakts gegen Eintracht Frankfurt. Doch der FCU zeigte Moral und kam durch den eingewechselten Tim Skarke in der Nachspielzeit noch zum 3:3-Ausgleich. Auf den späten Jubel folgte eine Woche danach allerdings Ernüchterung. In Leverkusen kamen die Berliner deutlich mit 0:4 unter die Räder. „Es war für uns eine Lehrstunde“, meinte Mittelfeldmann Rani Khedira nach dem Abpfiff. „Hoffentlich können wir aus unserem Auftritt eine Menge lernen. Gegen Schalke müssen wir unsere Tugenden zurück auf den Platz bekommen.“

Völlig überraschend kam die bisherige Ausbeute für die Verantwortlichen allerdings nicht. „Wir sind darauf vorbereitet, dass es vielleicht auch ein bisschen ruckelt am Anfang“, hatte Präsident Dirk Zingler vor dem Pflichtspielstart angekündigt. Schließlich gab es im Sommer einige tiefgreifende Veränderungen bei den Eisernen.

Neben Lustrinelli, der den letztjährigen Schweizer Erstliga-Aufsteiger FC Thun mit beeindruckenden 80 Toren sensationell zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte geführt hatte, hat es in Berlin weitere personelle Neuerungen gegeben. Der Schweizer folgte auf Interims-Trainerin Marie-Louise Eta, unter deren Regie die Eisernen vorzeitig den Klassenerhalt sicherten und die Saison mit 39 Punkten auf Rang elf beendeten. Zudem verlor Union mit Danilho Doekhi und Diogo Leite zwei starke Innenverteidiger. Beide tragen mittlerweile das Trikot von Lazio Rom.

Als Ersatz wurden der bundesligaerfahrene Felix Uduokhai von Besiktas Istanbul und der junge Belgier Zeno van den Bosch von Royal Antwerpen verpflichtet, zudem wurde der ehemalige Unioner und Ex-Schalker Marvin Friedrich von Borussia Mönchengladbach zurück in die Hauptstadt gelotst.

Im Mittelfeld soll der Schweizer Nationalspieler Michel Aebischer (Pisa SC) für Stabilität sorgen. Vorne ruhen die Hoffnungen auf Emmanuel Latte Lath. Der 27 Jahre alte Ivorer wurde leihweise von Atlanta United aus der MLS verpflichtet und soll den Part von Ilyas Ansah übernehmen, den es zu Hull City in die englische Premier League zog. Gegen Eintracht Frankfurt konnte sich der neue Mann bereits einmal in die Torjägerliste eintragen. Ansah hatte am Ende der Vorsaison fünf Treffer auf dem Konto.

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