Borussia Dortmund
·24. März 2026
In partnership with
Yahoo sportsBorussia Dortmund
·24. März 2026
Schon die Location atmet Geschichte. Doch nicht nur das Flair der 60er-Jahre in der Stadiongaststätte Rote Erde und die vielen historischen Fußball-Plakate an den Wänden sorgen für das passende Ambiente. Auch Roman Weidenfeller, Kevin Großkreutz und Mitch Langerak schüren die Vorfreude auf das Legendenspiel zwischen Borussia Dortmund und Benfica Lissabon. Schließlich gehören die drei Gäste des kurzweiligen Talkabends zum Dortmunder Kader für die Partie im altehrwürdigen Stadion an der Strobelallee – neben weiteren Größen wie Mats Hummels, Dede, Paul Lambert, Karl-Heinz Riedle und Jan Koller.
Die drei Protagonisten der Meistermannschaften von 2011 und 2012 genießen in Dortmund Legendenstatus – und ihre enge Verbundenheit zum Verein ist ungebrochen. Für Großkreutz, der laut Dickel „quasi auf der Südtribüne geboren wurde“ und 236 Mal für den BVB auflief, ist die Bindung zur Borussia ohnehin besonders stark. Der heute 37-Jährige gewann nicht nur gemeinsam mit Weidenfeller drei Titel in Dortmund, sondern krönte – wie auch der Schlussmann – seine Karriere 2014 mit dem WM-Triumph in Brasilien. Großkreutz blickt mit Stolz auf seine Zeit beim BVB zurück – und gleichzeitig nach vorne. Den neuen Mann in der sportlichen Verantwortung, Ole Book, kennt er noch aus gemeinsamen Tagen beim damaligen Zweitligisten Rot Weiss Ahlen: „Er war ein ruhiger Mann auf dem Platz und ein guter Fußballer. Wir hatten viel Spaß zusammen. In Elversberg hat er gute Arbeit geleistet. Ich habe ihm heute geschrieben, gratuliert und beim geilsten Verein willkommen geheißen. Ich freue mich, dass er da ist“, kommentierte Großkreutz.
Sportlich bewerten die ehemaligen Leistungsträger die aktuelle Saison trotz Rückschlägen in Pokal und Champions League positiv. „Die Punktausbeute in der Bundesliga ist Wahnsinn. Man muss einfach anerkennen, dass die Bayern in dieser Saison überragend Fußball spielen und es schwer ist, sie einzuholen“, so Großkreutz. Weidenfeller ergänzt: „Wir haben bereits 61 Punkte und sind die beste Rückrundenmannschaft. Das muss man erstmal schaffen. Wenn du die sieben restlichen Spiele noch dazu rechnest, bist du dicke über 70 Punkte. Damit kann man normalerweise auch deutscher Meister werden. Die Jungs machen das im Gesamten ganz okay.“
Die wohl weiteste Anreise in der langen Geschichte des Ballgeflüsters hatte Mitch Langerak hinter sich. Nach einem rund 30-stündigen Flug aus dem gut 18.000 Kilometer entfernten Melbourne wirkte der Torhüter erstaunlich frisch. Auch aus seiner Heimat Australien verfolgt er die Spiele des BVB weiterhin intensiv – wenn auch aufgrund der Zeitverschiebung meist erst am nächsten Morgen. Er hebt insbesondere Gregor Kobel hervor und sieht in Felix Nmecha einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Teams. „Gregor Kobel hat in dieser und auch in der letzten Saison überragend gespielt. Und auch Felix Nmecha ist gut für den BVB und wird künftig ein sehr wichtiger Spieler sein.“
In den kommenden Tagen sind Weidenfeller, Großkreutz und Langerak wieder auf dem Platz gefordert. Nur drei Tage nach dem Spiel in Dortmund steht in Liverpool ein Duell mit dem dortigen, von Jürgen Klopp gecoachten Legendenteam an. Die Doppelbelastung dürfte vor allem Großkreutz nicht so schwer fallen wie anderen Altstars. Schließlich ist die einstige Nummer 19 noch immer im heimischen Amateurfußball aktiv. Doch seine Erinnerung an die Rote Erde sind nicht die Besten. Dort lief er in einem seiner letzten BVB-Pflichtspiele für die U23 in der Regionalliga gegen den SC Verl auf. Sein Schuss ins eigene Netz brachte seinem Team eine 1:2-Niederlage ein. „Wir haben verloren – und ich hab das entscheidende Tor gemacht“, scherzt er.









































