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·18. September 2026
100 Tore in 98 Spielen – Kane antwortet Yamal auf dem Platz

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Lamine Yamal findet, der Ballon d’Or gehöre nicht dem Spieler mit den meisten Toren. Harry Kane hat darauf am Freitagabend nichts gesagt – er hat beim 7:0 des FC Bayern gegen Union Berlin sein 100. und 101. Bundesliga-Tor erzielt. Im 98. Spiel. So schnell war in 63 Jahren Bundesliga niemand.
In der 39. Minute legte sich Kane den Ball auf den Punkt, nachdem Tom Rothe Michael Olise im Strafraum gefoult hatte. Der Elfmeter saß, es war das 2:0 – und Bundesliga-Tor Nummer 100 für den 33-Jährigen. Die bisherige Bestmarke hielt Dieter Müller, der für seine ersten 100 Treffer 129 Spiele gebraucht hatte. Kane unterbot sie um 31 Partien, also um fast eine komplette Saison.
Nach der Pause legte er per Kopf nach einer Olise-Flanke das 4:0 nach (54.). Seine Bundesliga-Bilanz steht damit bei 101 Toren in 98 Einsätzen.
Der Zeitpunkt könnte kaum besser passen. Erst kurz zuvor war ein Interview von Lamine Yamal mit Jorge Valdano bei Movistar Plus bekannt geworden. Darin sagte der 19-Jährige vom FC Barcelona: „Der Ballon d’Or sollte an den besten Spieler der Welt gehen, Punkt.“ Wer 80 Tore schieße, bekomme dafür die Auszeichnung als Torschützenkönig – das seien zwei verschiedene Dinge.
Einen Namen nannte Yamal nicht. Doch auf wen die Zahl gemünzt ist, liegt nahe: Kane kam in der vergangenen Saison auf 73 Tore in 65 Pflichtspielen für Bayern und England, gewann mit den Münchnern das Double und führte England als Kapitän ins WM-Halbfinale. Bei den Buchmachern ist er der Favorit auf die Trophäe.
Kane selbst hält sich aus dem Schlagabtausch heraus. Gegenüber der spanischen Marca erklärte er vor dem Spiel, er rede ungern über sich – die 73 Tore würden „für sich sprechen“. Es sei mit Abstand die beste Saison seiner Karriere gewesen.
Damit stehen zwei Auffassungen nebeneinander: Yamal will den Preis am Eindruck festmachen, den ein Spieler auf dem Platz hinterlässt. Kane verweist auf Zahlen, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht gab. Dass ausgerechnet ein Elfmeter den Rekord brachte, werden seine Kritiker notieren. Dass ein Kopfballtor aus dem Spiel folgte, seine Befürworter.
Für das Rennen ist der Abend mehr als eine Fußnote. Die 100 stimmberechtigten Journalisten können ihre Top 10 noch bis zum 28. September abgeben – aktuelle Auftritte prägen also durchaus das Bild. Vergeben wird der Ballon d’Or am 26. Oktober in London. Gewinnt Kane, wäre er der erste englische Preisträger seit Michael Owen 2001.
Der Mann des Abends war dabei streng genommen ein anderer: Michael Olise traf dreimal (43., 73., 76.), holte den Elfmeter heraus und bereitete Kanes zweites Tor vor. Jamal Musiala hatte die Bayern in der 18. Minute in Führung gebracht, Ismael Saibari erzielte das 5:0 (70.). Mit dem Kantersieg am 4. Spieltag steht München zumindest bis Samstag an der Tabellenspitze.







































