LIGABlatt
·23. Februar 2026
1:1! Fenerbahçe lässt Steilvorlage im Meisterschaftsrennen ungenutzt gegen Kasımpaşa

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·23. Februar 2026

Großchance vergeben! Nach der Galatasaray-Pleite bei Konyaspor hat es Fenerbahçe am Montagabend verpasst, den Rückstand auf den Spitzenreiter mit einem Sieg über Kasımpaşa wettzumachen. Trotz klarer spielerischer Überlegenheit kamen die Gelb-Marineblauen nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen den Stadtrivalen hinaus, wobei beide Treffer erst spät in der Nachspielzeit fielen. Die Enttäuschung in Kadıköy ist groß.
Mit Ausnahme der Ausfälle von Kapitän Milan Škriniar und Abräumer Edson Álvarez konnte Fenerbahçe-Trainer Domenico Tedesco aus dem Vollen schöpfen. So entschied sich der Deutsch-Italiener zu Beginn für Ederson, Mercan, Oosterwolde, Söyüncü, Semedo, Yüksek, Guendouzi, Musaba, Asensio, Nene und Talisca, während Kanté zunächst auf der Bank saß. Das um den Klassenerhalt kämpfende Kasımpaşa startete unter anderem mit İrfan Can Kahveci und Cenk Tosun, die zu Saisonbeginn beide noch das Trikot der Gelb-Marineblauen trugen.
Keine Tore, zwei Verletzungen
Das Stadtduell gegen Kasımpaşa stand für Fenerbahçe insbesondere unter zwei Vorzeichen: Zum einen wollten die "Kanarienvögel" nach der schwachen Leistung beim 0:3 gegen Nottingham Forest in der Europa League Wiedergutmachung betreiben, zum anderen – und noch viel wichtiger – den Patzer von Galatasaray in Konya gewinnbringend für sich nutzen, um nach Punkten mit dem bisherigen Tabellenführer und Intimfeind Galatasaray gleichzuziehen. Die Anfangsphase zwischen dem Meisterschaftsanwärter und dem Abstiegskandidaten ging ohne große Höhepunkte vonstatten, bis Musaba in der 14. Spielminute eine aussichtsreiche Gelegenheit für die Hausherren vergab. Näher am ersten Treffer der Begegnung war wenig später Kasımpaşas Rechtsaußen Diabaté, der mit seinem Versuch an Ederson scheiterte (15.). Gegen Mitte des ersten Durchgangs musste das Tedesco-Team einen personellen Rückschlag hinnehmen, denn Söyüncü konnte die Partie verletzungsbedingt nicht fortsetzen – angesichts der wochenlangen Abwesenheit von Abwehrchef Škriniar äußerst bitter. Neu mitwirken durfte fortan der 21-jährige Demir. Als wären die Sorgen in der Defensive also nicht schon groß genug, musste kurz vor der Pause auch noch Oosterwolde runter. Mit dem eingewechselten Kanté blieb es im spielerisch zähen ersten Durchgang beim 0:0, nachdem Kasımpaşa-Keeper Gianniotis die Oberhand über Asensio behielt (45.+1).
Pure Dramatik in der Nachspielzeit
Zur Halbzeit nutzte Tedesco bereits seinen dritten Wechsel des Spiels, sodass der glücklose Musaba für Müldür wich. Nach Wiederanpfiff wirkte Fenerbahçe durchaus entschlossener und druckvoller, ohne dabei wirklich zwingend vor den gegnerischen Kasten zu kommen. Ein Freistoß von Talisca sorgte immerhin für etwas Gefahr (53.) und auch in der 59. Spielminute war es wieder der formstarke Brasilianer, der vergeblich am Führungstor für die Truppe aus Kadıköy arbeitete (59.). Trotz erhöhter Intensität taten sich die Gelb-Marineblauen weiterhin schwer, echte Chancen gegen das größtenteils kompakt stehende Kasımpaşa zu kreieren, während mehr und mehr Zeit von der Uhr lief. Von den Gästen kam offensiv indes gar nichts mehr, was die Aufgabe für den Vizmeister gegen den tiefen Block nicht einfacher machte. Die Schlussminuten der Begegnung musste Kasımpaşa nach der Gelb-Roten Karte gegen Ben Ouanes (90.+3) in Unterzahl überstehen, doch das wollte der Mannschaft von Trainer Emre Belözoğlu vorerst nicht gelingen – in der fünften Minute der Nachspielzeit erlöste Asensio seine Farben per abgefälschter Direktabnahme von der Strafraumgrenze mit dem vermeintlich entscheidenden 1:0. Aber das Spiel hatte noch eine Wende parat: Mit dem einzigen Abschluss Kasımpaşas in der zweiten Hälfte glich Allevinah tatsächlich noch aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand aus (90.+11). Durch das unerwartete Unentschieden von Fenerbahçe bleibt Galatasaray auch nach seiner Niederlage gegen Konyaspor an diesem Spieltag weiterhin Tabellenführer im türkischen Fußball-Oberhaus. Der Vorsprung auf die Gelb-Marineblauen beträgt nun noch zwei Zähler.
Für die "Kanarienvögel" geht es am Donnerstag mit dem Play-off-Rückspiel der Europa League weiter, wo man in Nottingham einen Sieg mit drei Toren Vorsprung benötigt, um sich noch in die Verlängerung zu retten. Drei Tage später steht das Süper-Lig-Auswärtsspiel beim Tabellen-14. Antalyaspor auf dem Programm.









































