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Borussia Dortmund

·25. Februar 2026

1:4 in letzter Sekunde – Rot, Gelb-Rot, Elfmeter und das Aus in Europa

Artikelbild:1:4 in letzter Sekunde – Rot, Gelb-Rot, Elfmeter und das Aus in Europa

Personalien Nico Schlotterbeck (Bank) und Kapitän Emre Can (Startelf) waren zurück und linderten die Personalnot in der Abwehr. Im Vergleich zum Hinspiel (2:0) lief eine auf lediglich einer Position veränderte Mannschaft auf: Der routinierte Can ersetzte Youngster Luca Reggiani.

SpielverlaufAtalanta attackierte von Beginn an massiv die rechte Dortmunder Abwehrseite, kam schon nach vier Minuten durch Nicola Zalewski zu einer ersten Möglichkeit (Gregor Kobel parierte den aus recht spitzem Winkel abgegebenen Schuss) und erzielte mit dem nächsten Angriff das 1:0. Lorenzo Bernasconis Hereingabe drückte Gianluca Scamacca über die Linie (5.).


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Bergamo spielte Mann gegen Mann und brachte eine hohe Intensität auf den Rasen. Die Folge: mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe. Die ganz in Gelb angetretenen Borussen waren um Struktur bemüht, sie kämpften, sie rannten – aber oft hinterher. Scamacca konnte im Strafraum trotz Bedrängnis (Anton) den Ball festmachen und quer legen auf Zaleweski, der aus 14 Metern wuchtig Maß nahm, aber am starken Kobel scheiterte (24.).

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Längere Ballpassagen hatten die Borussen bis dahin keine. Immerhin war das Spiel nach dem frühen Rückstand trotz der oben geschilderten Großchance aufs 2:0 ausgeglichener. Und Dortmund wurde zweikampfstärker, kam auch deshalb zu ersten Möglichkeiten: Serhou Guirassy köpfte am rechten Fünfer-Eck Maximilian Beiers Flanke knapp vorbei (27.), Beier steckte durch auf Julian Brandt, dessen Schuss Torwart Carnesecchi mit einer Fußparade entschärfte (29.). Es schien auf ein 1:0 zur Pause hinauszulaufen, doch Atalanta kam nochmal über links: Bernasconi flankte scharf nach innen, Kobel faustete den Ball heraus, Zappacosta reagierte schneller als Bellingham, zog aus 18 Metern ab, Bensebaini fälschte vor Kobel unglücklich und unhaltbar ab (45.). Der 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel war schon zum Halbzeitpfiff aufgebraucht.

Der BVB hatte zwar auch nach dem Seitenwechsel zu viele leichte Fehler im Aufbauspiel und traf auch zu häufig die falsche Entscheidung, doch auch Atalanta war verwundbar. Guirassy zwang Carnesecchi zu einer Glanzparade. Die Abseitsfahne ging zwar hoch, doch ein Treffer hätte einer VAR-Überprüfung wohl standgehalten. Auf der anderen Seite war Kobel weiterhin Retter in letzter Instanz.

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In den ersten zehn Minuten nach der Pause war es ein offenes Spiel mit verwundbaren Abwehrreihen. Julian Ryerson schickte Beier, der über den rechten Flügel stürmte, keine Anspielstation fand, dann selbst abzog und an den linken Pfosten schoss (54.). Stattdessen traf Mario Pasalic nach de Roons Flanke aus dem linken Halbfeld per Kopf zum 3:0 (57.). Kovac reagierte, brachte zunächst Fabio Silva und Carney Chukwuemeka für Beier und Brandt (60.). Und weil sich nicht viel änderte, folgten zehn Minuten später Yan Couto und Karim Adeyemi für Ryerson und Bellingham.

Es war nun ein komplett neues Spiel. Der BVB brauchte weiter ein Tor für die Verlängerung und durfte sich kein weiteres fangen. Guirassy und im Nachschuss Silva hatten in der 74. Minute das 1:3 auf dem Fuß, Sekunden später drehte Adeyemi mit einem gefühlvollen Schuss den Ball dann doch ins lange Eck. Anschlusstor! Den Treffer hatte Adeyemi selbst vorbereitet und mit einem Doppelpass mit Chukwuemeka (der Sekunden vorher überragend die Guirassy-Silva-Doppelchance eingeleitet hatte) finalisiert.

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Der Glaube war zurück. Adeyemi bespielte die Tiefe, und Guirassy verpasste haarscharf dessen Querpass (81.). Während Atalanta auf Viererkette umstellte, spielte der BVB aufs zweite Tor und fing sich doch noch einen folgenschweren Gegenangriff, den Kobel zu kurz abwehrte. Im Strafraum klärte Bensebaini die Hereingabe mit der Hacke, die recht hoch war, vor Nikola Krstovic, dessen Kopf recht tief war. Die blutende Wunde des Atalanta-Spielers führte zum VAR-Check, zu Rot für Schlotterbeck (auf der Bank), zu Gelb-Rot für Bensebaini und zum Elfmetertor in letzter Sekunde von Lazar Samardzic (90.+8).

AusblickFür den BVB geht am Samstag in der Bundesliga weiter mit dem Topspiel gegen den FC Bayern München. Anstoß im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK ist um 18:30 Uhr.

ATALANTA BERGAMO – BORUSSIA DORTMUND 4:1 (2:0)

Play-offs zur K.o.-Phase, Rückspiel, UEFA Champions League

Atalanta Bergamo: Carnesecchi – Scalvini (77. Djimsiti), Hien, Kolasinac (73. Ahanor) – Zappacosta, de Roon, Pasalic, Bernasconi – Samardzic, Zalewski (85. Sulemana) – Scamacca (72. Krstovic)Bank: Rossi, Sportiello; Bakker, Bellanova, Kossounou, Ederson, Musah, Vavassori

BVB: Kobel – Can, Anton, Bensebaini – Ryerson (70., Couto), Bellingham (70. Adeyemi), Nmecha, Svensson – Beier (60. Silva), Brandt (60. Chukwuemeka) – GuirassyBank: Meyer, Ostrzinski; Benkara, Reggiani, Schlotterbeck, Özcan, Sabitzer, Inacio

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