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·2. Mai 2026
1:4! Partycrasher Samsunspor: Galatasaray vergeigt vorzeitigen Titelgewinn!

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Mit einem Sieg hätte Galatasaray drei Spieltage vor dem Saisonende den 26. Meistertitel klarmachen können – doch daraus wurde nichts. In Samsun führte der Tabellenführer zwar früh, wurde dann aber vor allem von Doppelpacker Marius regelrecht überrannt. Am Ende steht eine desaströse 1:4-Klatsche für die Löwen, die das Titelrennen neu entfacht.
Für den Showdown in Samsun musste Galatasaray-Trainer Okan Buruk auf Uğurcan Çakır verzichten, der nach seiner Gelben Karte im Derby gegen Fenerbahçe (3:0) gesperrt fehlte. Für den türkischen Nationalkeeper rückte Ersatzmann Günay Güvenç zwischen die Pfosten. Ansonsten gab es keine personellen Veränderungen in der Startelf. Gabriel Sara fehlte allerdings gänzlich im Kader wegen einer Verletzung.
Akgüns Schuss-Flanke landet im Tor – Marius antwortet schnell
Den besseren Start im Stadion des 19. Mai von Samsun erwischten die Gastgeber, die in Person von Marius die erste dicke Chance verbuchten. Der schnelle Stürmer kam im Eins-gegen-Eins aber nicht an Güvenç vorbei, der sich das erste Mal auszeichnen konnte. Die erste sich bietende Möglichkeit für Galatasaray nutzten die "Löwen" dann eiskalt: Nachdem Osimhen den Ball an der Mittellinie klatschen ließ, rannte Akgün (9.) mit dem Spielgerät auf dem rechten Flügel davon. Aus eigentlicher Flankenposition zielte der Offensivmann – gewollt oder ungewollt – aber direkt aufs Tor und traf so über Samsun-Schlussmann Koçuk hinweg sehenswert per Heber zur Führung. Galatasaray bekam nun deutlich mehr Sicherheit ins eigene Spiel, verpasste es aber, nachzulegen. Stattdessen schlug Samsunspor schnell zurück: Nach Ballgewinn auf Höhe der Mittellinie stießen die Hausherren schnell nach vorne, Marius (22.) wurde weder von Bardakçi noch von Sanchez aufgenommen, konnte so unbedrängt Richtung Tor vorpreschen und aus 16 Metern platziert in die rechte untere Ecke treffen.
Samsunspor zeigt sich taktisch gut eingestellt
Galatasaray versuchte nach dem Ausgleich eine Reaktion zu zeigen, das Offensivspiel der Buruk-Elf verpuffte aber meist. Das von Trainer Thorsten Fink angeleitete Samsunspor präsentierte sich taktisch klug, hielt die "Löwen" gut in Schach und schaffte es auch immer wieder, selbst Akzente zu setzen. Unmittelbar vor der Halbzeit hätte Ndiaye (44.) den Spielstand sogar drehen können, der senegalesische Flügelmann schoss aber links am Tor vorbei. Mit dem 1:1 ging es letztlich in die Pause.
Zum Start des zweiten Durchgangs brachte Buruk Gündoğan für Torreira ins Spiel. Der Tabellenführer wirkte in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel zunächst deutlich frischer, vor allem Osimhen war nun besser ins Spiel eingebunden. Aus aussichtsreicher Position verpasste der Nigerianer aber die erneute Führung. Postwendend stellte stattdessen Samsunspor auf 2:1. Auf der linken Abwehrseite wurde Galatasaray überrannt, Marius behielt im Sechzehner den Überblick, steckte am Fünfmeterraum für Ndiaye (57.) durch, der sträflich frei zum Abschluss kam und überlegt in die rechte Torecke traf.
Güvenç sieht nach Osimhen-Fehler Rot – Marius und Ndiaye nicht zu stoppen
Die vorzeitige Meistersause war nun arg in Gefahr und konnte wenige Minuten später praktisch abgesagt werden. Nach einem haarsträubenden und zu kurz geratenen Rückpass von Osimhen grätschte Güvenç den Ball zwar vor Marius weg, berührte den Ball aber zuvor klar mit der Hand – die Folge: Rote Karte. Batuhan Şen, Galatasarays Nummer 3, kam damit zur unverhofften Saisonpremiere, Sané wurde dafür geopfert. Nun entglitt dem Rekordmeister die Partie vollends. Der am Samstagabend nie in den Griff zu bekommende Marius streckte links im Strafraum per Körperfinte Sanchez zu Boden und traf flach mit der Innenseite ins lange Eck zum 3:1 für Samsunspor. Zehn Minuten vor dem Ende markierte dann auch Ndiaye noch seinen persönlichen Doppelpack, stellte auf 4:1 für Samsun und gab endügltig den Partycrasher.
Trotz der Niederlage bleibt Galatasaray an der Tabellenspitze, der Vorsprung auf Fenerbahçe, das zeitgleich gegen Başakşehir gewann, ist aber auf vier Punkte geschmolzen. Kommender Gegner der Löwen ist dann Antalyaspor.
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