dieblaue24
·6. Mai 2026
1860-Ikone Heiß: "Hitzlsperger - warum nicht?"

In partnership with
Yahoo sportsdieblaue24
·6. Mai 2026

VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTOMONTAGE)
Die Stadt ist heute voll von Fußballfans aus der ganzen Welt. Allerdings hat das wenig mit dem TSV 1860 zu tun, sondern natürlich mit dem Champions-League-Spektakel in Fröttmaning: Die Roten gegen Paris Saint-Germain – nur einer zieht ins Finale ein.
Von solchen Nächten können die Löwen derzeit nur träumen. Seit acht Jahren steckt der Traditionsverein in der Dritten Liga fest – und schon jetzt steht fest: Frühestens 2027 kann Sechzig überhaupt wieder in die Zweite Liga aufsteigen. So lange war der TSV noch nie außerhalb einer der beiden höchsten Spielklassen. In den vergangenen Jahren wurde in Giesing ganze Arbeit geleistet – allerdings in die falsche Richtung.
Doch nun keimt zumindest ein wenig Hoffnung auf. Wie db24 am Mittwochmorgen exklusiv berichtete, interessiert sich der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger gemeinsam mit einem regionalen Investoren-Pool für die 60 Prozent von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik. Die Gespräche laufen bereits seit Monaten – mit beiden Gesellschafterseiten. Ein Durchbruch konnte bislang allerdings noch nicht erzielt werden, dabei drängt die Zeit bei 1860.
Nach db24-Informationen ist die Hitzlsperger-Gruppe nicht der einzige Interessent gewesen. Ein weiteres Konsortium, bei dem auch ein ehemaliger Löwen-Funktionär beteiligt gewesen sein soll, verabschiedete sich zuletzt wieder vom Pokertisch. Einer der Gründe soll die unbefriedigende Stadionpolitik gewesen sein. Die Gruppe um Hitzlsperger, zu der auch Ex-Geschäftsführer Markus Rejek gehört, gilt dagegen als offen für sämtliche Stadion-Optionen.
Der Investoren-Pool sieht offenbar genau jetzt den richtigen Zeitpunkt gekommen, um bei 1860 einzusteigen und dem Klub neuen Schwung zu verleihen. Löwen-Ikone Fredi Heiß würde einen Wechsel auf der Investorenseite ausdrücklich begrüßen. „Man sollte Hasan Ismaik dankbar sein für die letzten Jahre“, erklärte der Meister-Löwe von 1966 am Mittwochabend gegenüber db24. „Mir tut es leid, wie mit ihm umgegangen worden ist. Aber jetzt brauchen wir etwas Neues. Wenn Thomas Hitzlsperger und dessen Hintermänner bereit sind, dann sollte man diese Chance wahrnehmen, wenn Ismaik sein Gesicht mit dem entsprechenden Kaufpreis wahren kann.” Folgerichtig sagt Heiß: “Warum nicht mit Hitzlsperger? Es spricht nichts dagegen!“
Und Heiß hofft, dass die ablehnende Haltung gegenüber Geldgebern endlich der Vergangenheit angehört: „Ohne Investor kann 1860 gar nichts – außer vielleicht weiter in der Dritten Liga herumspielen. Aber unser Verein hat mehr verdient. 1860 muss wieder zu einem namhaften Klub gemacht werden. Deshalb ist aus meiner Sicht jeder Investor willkommen, der uns eine neue Zukunft schenkt. Und dass Hitzlsperger zusätzlich fußballerische Kompetenz mitbringen würde, wäre natürlich aus meiner Sicht ein Vorteil. Wir dürfen nicht mehr den Fehler machen und Spieler nur deshalb verpflichten, weil sie ablösefrei sind.“







































