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·28. Mai 2026
1860: Ismaik dämpft Hoffnungen auf finanzielle Rettung

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Im Ringen um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison hat 1860-Investor Hasan Ismaik die Hoffnungen auf eine kurzfristige finanzielle Lösung weiter gedämpft. Wenige Tage vor Ablauf der Frist am 3. Juni deutet vieles darauf hin, dass der Jordanier die fehlenden 2,7 Millionen Euro nicht zur Verfügung stellen wird.
Bereits am späten Mittwochabend hatte sich der Jordanier zur Lage beim TSV 1860 geäußert ("Es kann so nicht weitergehen") und einen Neustart gefordert, am Donnerstagnachmittag legte er in einem etwas kryptischen Statement nach und sprach von einer tiefergehenden Krise. Der Verein leide demnach nicht nur unter finanziellen Problemen, sondern auch unter einer "Krise der Struktur, der Vision und der Stabilität".
Übergangslösungen seien aus seiner Sicht keine dauerhafte Antwort. "Ein Problem aufzuschieben bedeutet nicht, es zu lösen", erklärte der 48-Jährige. "Es bedeutet nur, es größer in den nächsten Tag mitzunehmen." Ismaik stellt die Frage in den Raum: "Bedeutet der Schutz der Identität des Vereins, dass wir ihn zusammenbrechen lassen?"
Besonders deutlich äußerte sich Ismaik zur sportlichen Zukunft des Vereins. Ein möglicher Neustart in niedrigeren Spielklassen sei "keine Schande", wenn dadurch langfristig stabile Strukturen geschaffen würden. Wörtlich erklärte der Investor: "Große Vereine werden nicht daran gemessen, wo sie heute stehen, sondern daran, ob sie wieder aufstehen können, wenn sie fallen."
Manchmal sei ein Rückschritt "ehrenvoller", als "einen Weg fortzusetzen, der in einem Zusammenbruch mündet". Es brauche "ein klares System, finanzielle und sportliche Disziplin und einen Entscheidungsfindungsprozess, in dem die Entscheider vereint wissen, was sie wollen, und bereit sind, die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu tragen".
Damit verstärkt sich der Eindruck, dass Ismaik eine kurzfristige Rettung des Vereins nicht mittragen wird – zumindest, wenn seine Bedingungen nicht erfüllt werden. Damit wächst die Sorge vor einem erneuten Zwangsabstieg der Münchner, nachdem der Klub bereits 2017 den Gang in die Regionalliga antreten musste.
Auch damals hatte Ismaik nach dem Abstieg aus der 2. Liga die Bereitstellung der notwendigen Gelder verweigert. Damals fehlten elf Millionen Euro. Von diesem "Schritt zurück", wie der Jordanier es nennt, haben sich die Löwen allerdings bis heute nicht richtig erholt. Und ob genau wie damals der direkte Wiederaufstieg gelingt, scheint fraglich. Zumal laut der "Bild" lediglich acht Spieler einen Vertrag für die Regionalliga besitzen.







































