liga3-online.de
·15. Januar 2026
1860 München: Entscheidung über Stadionausbau rückt näher

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·15. Januar 2026

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter drückt in der Stadionfrage des TSV 1860 München aufs Tempo. Nach Jahren der Diskussionen soll in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Stadions an der Grünwalder Straße fallen. Das machte Reiter im Rahmen eines Gesprächs bei "München-TV" deutlich.
Der OB zeigte sich zuversichtlich, dass es diesmal tatsächlich vorangeht. Seit dem Amtsantritt von Präsident Gernot Mang befinde sich die Stadt in konstruktiven Gesprächen mit dem Verein. Erstmals arbeiteten beide Seiten in einer ernsthaften und verbindlichen Arbeitsgruppe zusammen – ein Schritt, der in früheren Jahren so nicht gelungen sei. In der Vergangenheit seien Stadionpläne immer wieder an gegensätzlichen Vorstellungen gescheitert, etwa zwischen einem kompletten Neubau und dem klaren Festhalten am Standort Giesing.
Inzwischen herrscht aus Sicht Reiters mehr Einigkeit: Die Zukunft der Löwen soll weiterhin im Grünwalder Stadion liegen. Konkret wird ein Ausbau auf rund 25.000 Plätze angestrebt. Diese Kapazität halte man für wirtschaftlich sinnvoll. Zudem soll das Stadion zeitgemäß ausgestattet werden, unter anderem mit überdachten Tribünen, modernen Business-Bereichen und entsprechender Technik. Eine vollständige Überdachung würde zugleich auch das Lärmthema entschärfen.
Offen bleibt allerdings die Finanzierung. Klar ist laut Reiter, dass die Stadt München den Ausbau nicht allein stemmen wird. Auch eine hälftige Finanzierung schloss er aus. Stattdessen brachte er erneut ein Erbbaurechtsmodell ins Spiel. Dabei würde der TSV 1860 das Stadion langfristig von der Stadt pachten und selbst für Entwicklung, Bau und Betrieb verantwortlich sein. Ein Kaufpreis fiele nicht an, dafür jedoch ein jährlicher Erbbauzins.
Günstig wäre diese Lösung dennoch nicht. Reiter machte deutlich, dass der Verein dafür starke Partner benötigen würde. Insgesamt gehe es um Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, zumal zusätzliche Optionen wie ein verschließbares Dach die Kosten weiter erhöhen könnten. Trotz aller offenen Fragen drängt das Stadtoberhaupt auf eine zeitnahe Entscheidung. Sein Wunsch sei es, dass der Stadtrat 2026 einen finalen Beschluss fasst. Bis ein möglicher Umbau abgeschlossen wäre, würden zwar noch einige Jahre vergehen, inklusive der Suche nach einem Ausweichspielort. Dennoch bezeichnete Reiter die aktuelle Konstellation als eine seltene Chance. Sollte sie ungenutzt bleiben, sei unklar, wie es in der Stadionfrage weitergehen könne.









































