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·28. Mai 2026

1981: Das Breitner-Comeback

Artikelbild:1981: Das Breitner-Comeback
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Comebacks verdienter Spieler in der deutschen Nationalmannschaft haben schon vor Manuel Neuer (40) Tradition. Sie boten, wie auch im Fall von Paul Breitner 1981, immer Diskussionsstoff – und gingen selten gut aus.

Wer erinnert sich noch an die „Mini-WM“? Dieser sensationelle Wettbewerb der FIFA, erfunden als eine Runde zwischen den bisherigen Weltmeistern und anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten WM-Endrunde 1930 in Uruguay zwischen Dezember 1980 und Januar 1981 in Montevideo ausgespielt, war der Ausgangspunkt eines der größten und umstrittensten Comebacks in der deutschen Nationalmannschaft.


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1981: Das Breitner-Comeback

Die erste Länderspiel-Niederlage nach 23 Spielen und dem unvergessenen 2:3 gegen Österreich bei der WM-Endrunde in Argentinien am 21. Juni 1978 in Cordoba, ein 1:2 gegen Argentinien am 1. Januar 1981, ließ in Fußball-Deutschland die Rufe nach einem fast vergessenen Führungsspieler laut werden.

Gemeint war der 29-Jährige Paul Breitner, der 1981 „Fußballer des Jahres“ in Deutschland war und nach einem Intermezzo bei Eintracht Braunschweig seit 1978 wieder für den FC Bayern München spielte.

Doch es war diesmal nicht die Bayern-Hauspostille BILD, sondern das Nürnberger Kicker-Sportmagazin, das den seit 1975 nicht mehr im DFB-Team aufgetretenen Breitner forderte: „Jetzt wird es Zeit für Paul Breitner!“

Konkret wurde das Comeback des Weltmeisters von 1974, der noch in der Nacht nach dem Triumph von München am 7. Juli 1974 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war (die Spielerfrauen und Freundinnen waren beim Sieger-Bankett vom DFB nicht eingeladen worden), dann im April 1981.

  1. Mehr als fünf Jahre nach Breitners letztem Länderspiel im Oktober 1975 gegen Griechenland sollte der Mittelfeldmotor das Team neu beleben.

Warum eigentlich?

Im Mittelfeld mangelte es der deutschen Elf dank des Hamburgers Felix Magath, des Stuttgart-Idols Hans-Peter „Hansi“ Müller und des unberechenbaren Spanien-Profis Bernhard „Bernd“ Schuster nicht eben an Persönlichkeiten…

Wie heute mit Julian Nagelsmann und Comebacker Manuel Neuer oder 1998 mit Bundestrainer Berti Vogts und Kurzzeit-Rückkehrer Stefan Effenberg, so geriet auch 1981 Bundestrainer Jupp Derwall schnell unter Zugzwang.

Am 16. April 1981 kam es in einem Hotel in München zu einem „Versöhnungstreffen“, wo laut Kicker-Sportmagazin „das Kriegsbeil begraben“ wurde.

„Missverständnisse mit Breitner ausgeräumt“? Dachten Sie…

Derwall war sicher, „alle angeblichen Missverständnisse ausgeräumt“ zu haben. Eine Fehleinschätzung.

„Von der ersten Sekunde an riss Breitner alles an sich und beanspruchte den Platz im zentralen offensiven Mittelfeld für sich“, erinnerte sich Felix Magath 2023 in seiner Biografie Gegensätzliches, „somit wurde ohne Not das hervorragend funktionierende Gefügte der Mannschaft durcheinandergewirbelt.“

  1. Breitner kehrte beim 2:0 (2:0)-Heimerfolg gegen Österreich am 29. April 1981 in Hamburg in der WM-Qualifikation ins Team zurück.

Die Folge: Der bisherige Kapitän Bernard „Enatz“ Dietz und „Bernd“ Schuster traten für immer bzw. vorübergehend aus der Nationalmannschaft zurück.

WM 1982: Die Elf der Platzhirsche

Vor allem bei der anschließenden WM 1982 in Spanien stimmte die Gruppe nicht mehr.

„Nicht nur wegen des legendären Nichtangriffs-Paktes gegen Österreich und Toni Schumachers Brutalo-Foul im Halbfinale am Franzosen Patrick Battiston brachte die deutsche Mannschaft um die Platzhirsche Schumacher, Breitner und Karl-Heinz Rummenigge die gesamte deutsche und internationale Fußball-Welt gegen sich auf“, bilanzierte das Kicker-Sportmagazin (Ausgabe vom 30. April 1981).

  • Das Finale gegen Italien (1:3) in Madrid war Breitners 48. und letztes Länderspiel.
  • Kein anderer deutscher Spieler traf in zwei verschiedenen WM-Finals.
  • Das gelang ohnehin nur fünf Spielern: Breitner, Vavá und Pelé (beide Brasilien), sowie Kylian Mbappé und Zinedine Zidane (beide Frankreich).
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