DFB-Frauen
·29. April 2026
2:0 in Bremen: FC Bayern holt 20. Sieg in Serie

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Nach dem vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat der FC Bayern München in der Google Pixel Frauen-Bundesliga seine Siegesserie auf 20 Begegnungen ausgebaut. Der Tabellenführer setzte sich in einer Nachholpartie vom 18. Spieltag 2:0 (0:0) beim heimstarken SV Werder Bremen durch.
Vor 3124 Zuschauer*innen auf Platz 11 am Bremer Weserstadion leitete Natalia Padilla-Bidas (61.) die erste Niederlage der Gastgeberinnen im zwölften Spiel vor eigener Kulisse ein. Der eingewechselten Pernille Harder (67., Foulelfmeter) gelang der Treffer zum Endstand. Damit geht noch eine weitere Erfolgsserie des FC Bayern München weiter. Die Münchnerinnen sind saisonübergreifend seit nun inzwischen 38 Liga-Partien unbesiegt.
"Den Willen kann man den Mädels nicht absprechen", sagte Bremens Trainerin Friederike Kromp im Interview mit MagentaSport. "Bei den zuletzt vielen Spielen innerhalb kurzer Zeit kommen wir aber natürlich an Grenzen. In der ersten Halbzeit sind trotzdem viele Dinge in unsere Richtung gelaufen. Wir waren griffig in unserem Pressing und waren etwas mehr am Drücker als Bayern. Trotzdem belohnen wir uns nicht, weil wir zu ungenau im letzten Drittel gespielt haben. Aus den hohen Balleroberungen haben wir zu wenige Chancen herausgeholt. Mit den Einwechselspielerinnen ziehen die Bayern dann das Spiel auf ihre Seite."
Bayerns Torschützin Natalia Padilla-Bidas erklärte: "Die erste Halbzeit war schwierig für uns. Wir konnten nicht unseren Rhythmus finden. Im zweiten Durchgang haben wir unser Spiel aber auf den Platz gebracht. Mit dem Kopf treffe ich nicht so oft, aber das ist ein tolles Gefühl. Ich habe den Ball hart genug erwischt, sodass die Torhüterin den Ball nicht mehr abwehren konnte."
Werders Rekordspielerin Michelle Ulbrich, deren Vertragsverlängerung kurz vor der Nachholpartie bekannt wurde, meinte: "In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, zum Ende hin hatten wir die eine oder andere Möglichkeit, die Partie auf unsere Seite zu lenken. Nach dem Wechsel ist Bayern besser ins Spiel reingekommen und hat dann auch nicht unverdient gewonnen. Dass ich meine Vertragsverlängerung vor den Fans verkünden durfte, war sehr besonders. So viel positive Resonanz zu bekommen, ist Wahnsinn."
Der SV Werder Bremen musste im Vergleich zum 1:1 im Auswärtsspiel bei RB Leipzig auf die gelbgesperrte Juliane Wirtz verzichten. Für sie begann Lara Schmidt. Außerdem nahm Trainerin Friederike Kromp noch eine weitere Veränderung vor: Medina Desic wurde von Lena Petermann ersetzt. Weiterhin verletzungsbedingt standen Tuana Mahmoud, Caroline Siems, Sharon Beck, Verena Wieder und Rieke Dieckmann nicht zur Verfügung. Außerdem musste Sarah Gutmann gegen Bayern die letzte Partie ihrer Zwei-Spiele-Sperre nach der Roten Karte gegen den VfL Wolfsburg absitzen.
José Barcala, Trainer des FC Bayern München, schickte wenige Tage nach dem Halbfinal-Hinspiel in der UEFA Women's Champions League gegen den FC Barcelona (1:1) eine komplett neue Startelf ins Spiel. Gegenüber dem 3:2 in der Liga beim 1. FC Union Berlin, mit dem die Münchnerinnen den vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft perfekt gemacht hatten, waren es sechs Wechsel. Während Momoko Tanikawa nicht zum Aufgebot gehörte, saßen Nationaltorhüterin Ena Mahmutovic, Glodis Viggosdottir, Linda Dallmann, Bernadette Amani und Georgia Stanway zunächst auf der Bank. Die freien Plätze im Team nahmen Torhüterin Maria-Luisa Grohs, Katharina Naschenweng, Natalia Padilla-Bidas, Arianna Caruso sowie die beiden Startelf-Debütantinnen und U 19-Nationalspielerinnen Luzie Zähringer und Laila Portella ein.
Trotz der vielen Veränderungen begann der FC Bayern München spielbestimmend. Fast wäre der deutsche Meister auch schon früh in Führung gegangen. Weil in der Werder Defensive sowohl Hanna Nemeth als auch Lara Schmidt Standprobleme hatten, lief Laila Portella frei auf das Bremer Tor zu. Die 18-Jährige scheiterte aber an der stark reagierenden Torhüterin Mariella El Sherif. Die Gastgeberinnen verzeichneten durch einen Distanzschuss von Lena Petermann ihren ersten Abschluss der Partie. Bayerns Torhüterin Maria-Luisa Grohs packte aber sicher zu. Im Anschluss erarbeiten sich die Bremerinnen Feldvorteile. Es fehlte zunächst aber noch an der Genauigkeit, um die Defensive der Münchnerinnen in Bedrängnis zu bringen.
Ein Schuss aus der Drehung von Werders U 23-Nationalspielerin Mara Alber wurde noch geblockt. Wenige Augenblicke später schloss Bremens Larissa Mühlhaus aus spitzem Winkel ab. Der Versuch der Nationalspielerin ging aber vorbei. Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Katharina Naschenweng noch zur Ecke abgefälscht. Weil FCB-Torhüterin Grohs eine flache Hereingabe von Lena Petermann noch vor Larissa Mühlhaus abfangen konnte, ging es torlos in die Halbzeitpause.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahm wieder der FC Bayern München die Spielkontrolle. U 19-Nationalspielerin Luzie Zähringer zielte von der Strafraumgrenze aus nur knapp zu hoch. Im Anschluss an eine Flanke von Edna Imade ging ein Kopfball-Aufsetzer von Laila Portella knapp vorbei. Nach einer Stunde nahm FCB-Trainer José Barcala einen Dreifachwechsel vor. Laila Portella, Luzie Zähringer und Katharina Naschenweng wurden von Pernille Harder, Georgia Stanway und Nationalspielerin Franziska Kett ersetzt. Und eine der neuen Spielerinnen war direkt an einem Treffer beteiligt. Harder legte eine Freistoßflanke von Carolin Simon ins Zentrum zurück, wo Natalia Padilla-Bidas (61.) zum 1:0 einköpfte.
Und die Münchnerinnen legten schnell nach: Franziska Kett war von ihrer Gegenspielerin Hanna Nemeth nur mit einem Foul im Strafraum zu stoppen. Pernille Harder (67.) nutzte den darauffolgenden Foulelfmeter, um auf 2:0 zu erhöhen. Auch nach der Zwei-Tore-Führung hatte der FC Bayern München mehr vom Spiel. In der Schlussphase feierte bei den Münchnerinnen U 19-Nationalspielerin Marie Gmeineder ihr Bundesliga-Debüt, sie kam für Arianna Caruso in die Partie. Weil Bremens Torhüterin El Sherif jeweils gegen Pernille Harder und Natalia Padilla-Bidas zur Stelle war, blieb es bis zum Ende beim 2:0.









































