2:1! Top-Noten für Undav & Nmecha, Sané taucht ab – Deutschland in der Einzelkritik | OneFootball

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·20. Juni 2026

2:1! Top-Noten für Undav & Nmecha, Sané taucht ab – Deutschland in der Einzelkritik

Artikelbild:2:1! Top-Noten für Undav & Nmecha, Sané taucht ab – Deutschland in der Einzelkritik

Auch das zweite Gruppenspiel konnte die DFB-Auswahl erfolgreich gestalten und so das vorzeitige Weiterkommen unter Dach und Fach bringen. In einer intensiven Partie setzte sich die Nagelsmann-Truppe gegen die Elfenbeinküste knapp mit 2:1 durch. Wie sich die einzelnen deutschen Spieler schlugen, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik.

Manuel Neuer: Den Gegentreffer aus kurzer Distanz konnte der Routinier nicht verhindern. Abgesehen vom Bonny-Torschuss im ersten Durchgang, den der 40-Jährige souverän fangen konnte, blieb er über weite Strecken beschäftigungslos. (Note: 3)


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Joshua Kimmich: Hatte die undankbare Aufgabe, auf seiner rechten Abwehrseite den pfeilschnellen Diomande zu verteidigen. Beim Kapitän kamen im direkten Duell gegen den Ivorer immer wieder die Tempo-Defizite zum Vorschein, so auch beim Gegentreffer, als er von Diomande überspielt wurde. Kämpfte sich allerdings zurück in die Partie, ohne dabei groß in Erscheinung zu treten. (Note: 3,5)

Jonathan Tah: Der Abwehrchef zeigte einmal mehr einen nahezu fehlerfreien Auftritt. Gewann wichtige Zweikämpfe und kurbelte mit seinem Aufbauspiel vor allem im zweiten Durchgang das Spiel immer wieder an. War mit großem Abstand der stabilste Spieler in der Defensive. (Note: 2)

Nico Schlotterbeck: Der BVB-Profi verletzte sich früh in der Partie bei einem Zweikampf gegen den Ivorer Amad am Knöchel. Konnte zunächst weitermachen und machte es defensiv ordentlich, wobei man ihm anmerkte, dass er mit angezogener Handbremse agierte. Wurde dann zur Halbzeit für Rüdiger ausgewechselt. (Note: 3)

Nathaniel Brown: Der 22-Jährige stellte mit seinen schnellen Läufen in der Offensive die Ivorer vor allem im ersten Durchgang immer wieder vor Probleme. Einzig der letzte Pass wollte dem Youngster nicht gelingen. Beim Gegentreffer blockte er den ersten Schuss von Amad hervorragend, beim Nachschuss konnte er nicht mehr reagieren. Anders als bei der Auftaktpartie, wurde seine Abwehrseite von den Ivorern aber immer wieder beackert, wobei er defensiv immer wieder gefordert wurde und in einigen Szenen nicht stabil wirkte. (Note: 3)

Felix Nmecha: Der BVB-Profi war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Offensiv kurbelte er das Spiel mit seinen Steilpässen und Dribblings immer an. Defensiv hielt er als einziger gegen die robusten Ivorer dagegen, und lief sogar einige gefährliche Konter mit seinem Tempo ab. Wenn der Raum da war, probierte er es sogar aus der Distanz. Den späten Sieg bescherte er mit seinem wichtigen Assist auf Undav. Unter dem Strich bewies er mit seinem zweiten Top-Auftritt in Folge, dass bei dieser WM im Mittelfeld kein Weg an ihm vorbeiführt. (Note: 1)

Aleksandar Pavlović: Sein frühes Kopfballtor wurde nach einem Foulspiel am gegnerischen Keeper aberkannt. Der Bayern-Youngster hatte aber dennoch einen ungewohnt fahrigen Auftritt. Verlor immer wieder den Ball und leitete so gefährliche Gegenstöße der Ivorer ein. Verschleppte auch immer wieder das Tempo im Spiel nach vorne. Wurde in der 61. Minute folgerichtig durch Amiri ersetzt. (Note: 4)

Leroy Sané: Der Galatasaray-Profi kommt weiter nicht in Fahrt. War zwar wie im Auftaktspiel sehr bemüht, offensiv wollte ihm auf der rechten Außenbahn aber wieder wenig gelingen. Lief sich mit seinen Dribblings oft fest oder trennte sich nicht rechtzeitig vom Ball. Zeigte sich bis zu seiner Auswechslung in der 60. Minute zumindest lauffreudig, sei es im Spiel gegen den Ball oder auch defensiv, wo er hin und wieder Bälle zurückerobern konnte. (Note: 4,5)

Jamal Musiala: Kam ordentlich ins Spiel und dribbelte sich in der ersten Hälfte einige Male in gefährliche Räume. Vor allem im Abschluss ließ der 23-Jährige aber die letzte Durchschlagskraft vermissen. Nach 60 Minuten machte er Platz für Undav. (Note: 3,5)

Florian Wirtz: Im ersten Durchgang kam er zwar einige Male zum Abschluss, wirklich gefährlich wurde es aber nicht, da seinen Schüssen die letzte Präzision fehlte. Im zweiten Durchgang war er deutlich aktiver und an vielen Offensivaktionen beteiligt. Dem Spiel seinen Stempel konnte der Liverpool-Star aber dennoch nicht aufdrücken. (Note: 3)

Kai Havertz: Kam im Strafraum immer wieder zum Ball, agierte aber über weite Strecken aber unglücklich. Ohne zwingende Abschlussaktionen im zweiten Durchgang wurde er dann in der Schlussphase ausgewechselt. (Note: 4)

Antonio Rüdiger (ab 46.): Der 33-Jährige kam bereits nach der Halbzeitpause für den verletzten Schlotterbeck ins Spiel. Fügte sich gut in die Partie ein und hielt mit seiner Zweikampfstärke dagegen. Bei Standardsituationen ging er mit nach vorne, wobei er nicht zu gefährlichen Abschlüssen kam. (Note: 3)

Deniz Undav (ab 60.): Der Stuttgarter ist in der Form seines Lebens! Seine Einwechslung brachte wieder frischen Wind in die Offensive. Leitete seinen ersten Treffer mit dem Zuspiel auf Amiri selbst mit ein. Beim zweiten Treffer blieb er nach der hervorragenden Vorarbeit von Nmecha vor dem Tor eiskalt. Seine Abschlussqualitäten, die der Startelf bis zu seiner Einwechslung fehlten, stellte er einmal mehr unter Beweis. Der 29-Jährige hat sich in der Offensive, trotz seiner Rolle als Einwechselspieler, zweifelsohne zu einem Unterschiedsspieler gemausert – Top-Note für den VfB-Stürmer! (Note: 1)

Jamie Leweling (ab 60.): Ersetzte auf der rechten Außenbahn Sane und half der DFB-Auswahl mit seinen Tiefenläufen und Dynamik weiter. Beeindruckte vor allem durch seine unbekümmerte und mutige Spielweise. Auch wenn ihm nicht alles gelingen wollte, machte sich auch seine Einwechslung bezahlt, wobei nicht im gleichen Maße wie bei Undav und Amiri. (Note: 3)

Nadiem Amiri (ab 61.): Auch der Mainzer sorgte für frischen Schwung in der Offensive. Mit seiner Flanke auf Undav war er am Ausgleichstreffer maßgeblich beteiligt. Hatte dann auch noch das 2:1 auf dem Fuß, sein Abschluss war allerdings zu harmlos. Bewies mit seiner Mentalität, dass er als Joker in schwierigen Momenten goldwert für die Mannschaft sein kann. (Note: 2)

Leon Goretzka (ab 85.): Kam spät in der Partie für Havertz. Verhinderte in der Schlussphase im letzten Moment einen gefährlichen Konter der Ivorer. Aufgrund der kurzen Zeit entfällt aber die Bewertung.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

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