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·1. März 2026

2:2! Fenerbahçe lässt nach Europa-Aus im Meisterkampf Federn

Artikelbild:2:2! Fenerbahçe lässt nach Europa-Aus im Meisterkampf Federn

Nach dem bitteren Europa-Aus folgte für Fenerbahçe die nächste Enttäuschung in der Süper Lig. Im Auswärtsspiel beim Tabellen-14. Antalyaspor kam man über ein 2:2-Remis nicht hinaus. Nach dem 0:2-Rückstand bewies die Mannschaft in der zweiten Hälfte zwar Moral. Im Kampf um die Meisterschaft ließ man dennoch zwei wichtige Punkte liegen, die den Rückstand auf Galatasaray auf nunmehr vier Zähler erhöhen.

Krankheitsbedingt musste Fenerbahçe auf Cheftrainer Domenico Tedesco verzichten. Für den Deutsch-Italiener stand Co-Trainer Zeki Murat Göle an der Seitenlinie. Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg bei Nottingham Forest kamen gleich fünf neue Spieler in die Startelf. Neben Stammkeeper Ederson starteten in der Defensive die beiden Außenverteidiger Mercan und Semedo sowie Innenverteidiger Oosterwolde. Offensiv durfte Asensio wieder von Beginn an ran. Zudem kehrte Guendouzi wieder zurück auf seine gelernte Position im zentralen Mittelfeld.


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Dikmen schockt Fener kurz vor der Halbzeitpause

Der aktuelle Tabellenzweite der Süper Lig übernahm von Beginn an das Kommando im Spiel. Erstmals gefährlich wurde es in der 9. Spielminute, als nach einem Ausflug des Antalya-Keepers Julian der türkische Nationalspieler Aktürkoğlu das leere Tor mit seinem Schuss an das Außennetz nur knapp verpasste. Verletzungsbedingt musste Tedesco-Ersatz Göle bereits früh in der Partie wechseln. Für den angeschlagenen Semedo kam Müldür neu in die Partie (20.). Große Torraumszenen bekamen die Zuschauer im Corendon Airlines Park nicht zu sehen. Die Defensive der Hausherren zeigte sich dabei nicht immer sattelfest, allerdings konnten die Gelb-Marineblauen daraus kaum Kapital schlagen. Nach einem Ballverlust in der Antalya-Defensive dribbelte der aktuell in Top-Form agierende Aktürkoğlu mit hohem Tempo auf den gegnerischen Keeper zu. Dabei sprang nur ein schwacher Abschluss direkt in die Hände von Julian heraus – die bis dato größte Torchance für die "Kanarienvögel"! Antalyaspor versteckte sich trotz der Außenseiterrolle keineswegs. Mit einem Distanz-Hammer durch den eingewechselten Balcı kam der Tabellen-14. dem Führungstreffer erstmals nahe. Doch Routinier Ederson lenkte den Ball im letzten Moment mit den Fingerspitzen über den Fener-Kasten (38.) – Glück für die Gäste. Kurz vor der Halbzeitpause wurde Fener dann doch noch bestraft. Nach einem Ballverlust von Guendouzi tankte sich der pfeilschnelle Ballet über die linke Außenbahn in den Strafraum. Ederson machte die Torwartecke auf und ermöglichte so die Hereingabe, bei der Mittelfeldspieler Dikmen am schnellsten reagierte und das Leder über die Linie zum Führungstreffer drückte (43.). So gingen mutige Gastgeber, auch den Nachlässigkeiten von Fener geschuldet, nicht unverdient mit der Halbzeitführung in die Kabine.

Fener beweist nach zweitem Gegentreffer Moral

Das Unheil nahm aus Fener-Sicht mit Wiederbeginn der Partie weiter seinen Lauf, und abermals offenbarte dabei die Defensive beim zweiten Gegentreffer des Abends große Defizite. Den eingewechselten Balcı ließ man unbedrängt auf den Sechszehner marschieren, ehe letzterer Mittelstürmer van de Streek mit einer perfekten Flanke in Szene setzte. Gegen den wuchtigen Kopfball konnte weder Müldür im Luft-Duell noch Ederson auf der Linie, der zwar noch am Ball dran war, etwas entgegenrichten (49.). Es dauerte paar Minuten, bis sich die Istanbuler von dem 0:2-Rückstand schüttelten. In der darauffolgenden Drangphase belohnte sich Fener dann mit dem Anschlusstreffer. Eine präzise Asensio-Flanke von der rechten Seite konnte Cherif per Kopf verwerten (63.). Für den 19-Jährigen war es gleichzeitig die Tor-Premiere im Fener-Dress. Im Gegenzug hätte Fener beinahe den dritten Gegentreffer kassiert, doch Ederson klärte auf der Linie (64.). Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der Tabellenzweite dann den Druck auf die Hausherren. Guendouzi leitete einen Gegenstoß mit einem Steilpass auf den rechts gestarteten Asensio ein. Der Spanier versuchte mit seinem Zuspiel den abermals im Zentrum lauernden Cherif einzusetzen. Der gegnerische Verteidiger Sarı versuchte dabei zu klären und schob den Ball unglücklich ins eigene Netz zum 2:2 ein (69.). Mit dem verdienten Ausgleichstreffer kippte das Momentum dann vollends auf die Seite der Gelb-Marineblauen, die ihrerseits auf den Siegtreffer drängten. Bis zum Schlusspfiff sprangen noch ein Distanzschuss von Cherif (84.) und Kopfball-Versuch von Asensio (90.+4) heraus. Einen späten Jubel verpasste man dann mit dem Latten-Knaller in der letzten Aktion des Spiels, der die Fener-Drangphase aber nicht belohnten sollte.

Es blieb letztlich beim 2:2-Unentschieden und dem bitteren Dämpfer im Kampf um die Meisterschaft. Die zwei verlorenen Punkte lassen den Rückstand auf den amtierenden Meister Galatasaray auf nunmehr vier Punkte anwachsen.

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