FCBinside
·14. August 2026
250-Millionen-Deal des FC Bayern: Interessantes Detail zum Käufer enthüllt

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·14. August 2026

Der FC Bayern steht vor dem Verkauf von fünf Prozent seiner AG für rund 250 Millionen Euro. Nun wird bekannt: Hinter dem Einstieg steckt nicht der bisherige Viessmann-Sponsor.
Der geplante Mega-Deal des FC Bayern nimmt immer konkretere Formen an. Wie tz und Münchner Merkur berichteten, sollen die letzten bislang nicht vergebenen fünf Prozent der FC Bayern München AG für rund 250 Millionen Euro an Viessmann gehen. Nach Informationen der BILD gibt es dabei allerdings ein entscheidendes Detail.
Demnach steigt nicht die Viessmann Climate Solutions als neuer Aktionär beim deutschen Rekordmeister ein. Dieses Unternehmen ist bereits seit Jahren Sponsoring-Partner der Münchner und hat seine Zusammenarbeit mit dem FC Bayern erst im Februar 2026 vorzeitig bis 2029 verlängert.
Stattdessen soll Max Viessmann persönlich über die Viessmann Generations Group die fünf Prozent erwerben. Dabei handelt es sich um die Investmentgesellschaft der Unternehmerfamilie mit Sitz in München. Damit wäre der Käufer rechtlich vom bisherigen Sponsoring-Partner zu unterscheiden.
Max Viessmann ist beim FC Bayern längst kein Unbekannter. Der Unternehmer gilt laut BILD als großer Bayern-Fan und sitzt seit dem Frühjahr 2026 im Verwaltungsbeirat des FC Bayern e.V. Die Verbindung zwischen beiden Seiten reicht jedoch deutlich weiter zurück.
Die geschäftliche Partnerschaft mit Viessmann begann bereits 2018. Seit der Saison 2021/22 unterstützt Viessmann auch die Frauen des FC Bayern. Nun soll die Beziehung durch den Einstieg als Anteilseigner auf eine neue Ebene gehoben werden.
Der Hintergrund der neuen Beteiligung ist auch die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmerfamilie. 2023 wurde die Klimatechniksparte Viessmann Climate Solutions für rund zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier Global verkauft. Max Viessmann investiert seitdem einen Teil des Kapitals über die Viessmann Generations Group in verschiedene Beteiligungen und langfristige Investments. Dazu soll künftig auch der FC Bayern gehören.
Nach Informationen der BILD haben Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Gespräche mit Viessmann geführt. Komplett abgeschlossen sind die Verhandlungen demnach noch nicht, allerdings geht es nur noch um Details. Die wesentlichen Rahmenbedingungen sollen bereits feststehen.
Weil die zu verkaufenden Aktien dem FC Bayern e.V. gehören, muss nicht der Aufsichtsrat der AG über das Geschäft entscheiden. Zuständig ist das dreiköpfige Präsidium um Hainer sowie die Vizepräsidenten Dieter Mayer und Walter Mennekes. Für die Zustimmung reicht eine einfache Mehrheit. Bis zur Jahreshauptversammlung Ende November soll der Deal abgeschlossen werden.
Für Viessmann dürfte die Beteiligung nicht nur aufgrund seiner persönlichen Verbindung zum Klub interessant sein. Der Wert der Bayern-Anteile hat sich in den vergangenen Jahren massiv erhöht. Die kolportierten 250 Millionen Euro für fünf Prozent entsprechen rechnerisch einer Bewertung der FC Bayern München AG von rund fünf Milliarden Euro.
Zum Vergleich: Als die Allianz 2014 für 110 Millionen Euro einen Anteil von 8,33 Prozent erwarb, wurde die AG mit rund 1,32 Milliarden Euro bewertet. Ein Prozent der Anteile wäre beim neuen Deal rund 50 Millionen Euro wert.
Für den FC Bayern bedeutet der Einstieg zudem einen weiteren finanzstarken strategischen Partner neben Adidas, Audi und Allianz. Der FC Bayern e.V. würde künftig noch 70 Prozent der AG halten und damit weiterhin klarer Mehrheitsaktionär bleiben.
Die rund 250 Millionen Euro sollen dabei nicht unmittelbar für neue Stars ausgegeben werden. Das zusätzliche Kapital verschafft dem Klub vielmehr langfristig größeren finanziellen Spielraum. Für Max Viessmann wiederum wäre der Einstieg mehr als ein gewöhnliches Investment: Als neuer Anteilseigner würde er auch zusätzlichen Einfluss innerhalb des FC Bayern erhalten.







































