267 Tore, 52 Jokertreffer und ein Elfmeter-Fluch: Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale | OneFootball

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·8. Juli 2026

267 Tore, 52 Jokertreffer und ein Elfmeter-Fluch: Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale

Artikelbild:267 Tore, 52 Jokertreffer und ein Elfmeter-Fluch: Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale

Zwei verschossene Elfmeter und trotzdem die Nummer eins der Torschützenliste: Was Lionel Messi bei dieser WM erlebt, steht sinnbildlich für ein Turnier, das sich an keine Drehbücher hält. 96 der 104 Spiele der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sind absolviert, 267 Tore sind gefallen, und bevor am Donnerstag das Viertelfinale beginnt, lohnt ein Blick in die Statistik. Denn die Zahlen erzählen die besten Geschichten dieser Weltmeisterschaft: von Jokern, die zu Rekordhelden werden, von Dramen nach der 90. Minute und von einem Elfmeterpunkt, der zur Angstzone geworden ist.

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267 Tore, 52 Jokertreffer und ein Elfmeter-Fluch: Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale


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Sechs Europäer, ein Titelverteidiger und Marokko: Wer im WM 2026 Viertelfinale steht

Die Runde der letzten Acht ist fest in europäischer Hand: Sechs der acht Viertelfinalisten kommen aus Europa, das mit 16 Teams gestartet war. Afrika schickte zehn Mannschaften ins Turnier, übrig ist nur noch Marokko, der WM-Vierte von 2022. Südamerika (sechs Starter) wird allein von Titelverteidiger Argentinien vertreten. Komplett ausgeschieden sind dagegen Asien (neun Teams), Ozeanien (ein Team) sowie Nord- und Mittelamerika: Alle sechs CONCACAF-Vertreter sind raus, darunter auch die drei Gastgeber USA, Mexiko und Kanada.

Diese Europa-Dominanz ist für ein Turnier in Übersee höchst ungewöhnlich. Sechs europäische Teams im Viertelfinale gab es bei einer WM außerhalb des eigenen Kontinents zuletzt 1994, und auch damals hieß der Gastgeber USA. Seither schafften es stets weniger Europäer unter die besten Acht: vier bei der Endrunde 2002 in Japan und Südkorea, drei 2010 in Südafrika, vier 2014 in Brasilien und fünf zuletzt 2022 in Katar. Beim Blick auf den Titel wird die Bilanz sogar noch bescheidener: Erst zweimal seit 1930 stellte Europa bei einer WM außerhalb des eigenen Kontinents den Weltmeister, Spanien gewann 2010 in Südafrika, Deutschland vier Jahre später in Brasilien. 2026 stehen die Chancen gut, dass diese kurze Liste um einen dritten Namen wächst.

Von ungefähr kommt die europäische Übermacht ohnehin nicht: Kein anderer Kontinentalverband schickte so viele Teams ins XXL-Turnier wie Europa mit seinen 16 Startern. Und auch in der FIFA-Weltrangliste geben die UEFA-Nationen den Ton an, fünf der besten acht Teams der Welt kommen aus Europa.

So sieht der Spielplan des Viertelfinals aus:

  • Frankreich gegen Marokko, Donnerstag, 9. Juli, 22:00 Uhr MESZ (ARD und MagentaTV)
  • Spanien gegen Belgien, Freitag, 10. Juli, 21:00 Uhr MESZ (ZDF und MagentaTV)
  • Norwegen gegen England, Samstag, 11. Juli, 23:00 Uhr MESZ (exklusiv bei MagentaTV)
  • Argentinien gegen Schweiz, Sonntag, 12. Juli, 03:00 Uhr MESZ (exklusiv bei MagentaTV)

Die Favoriten: Frankreich furios, Spanien ohne Gegentor

Allen Houdini-Nummern von Argentinien und Lionel Messi zum Trotz: Den besten Eindruck hat bisher Frankreich hinterlassen, die Offensivkraft von Les Bleus ist beängstigend. Und Spanien? Hat als einziges Team im Turnier noch kein einziges Gegentor kassiert. Das Kuriose daran: Nur einer von beiden kann ins Endspiel einziehen, denn Frankreich und Spanien würden bereits im Halbfinale aufeinandertreffen. Und dann ist da eben noch der Titelverteidiger, der zu allem fähig scheint. Das späte 3:2 nach 0:2-Rückstand gegen Ägypten hat einmal mehr gezeigt: Abschreiben sollte man Argentinien nie.

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Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps geht vor einer Trinkpause im WM-2026-Achtelfinale gegen Paraguay dazwischen und trennt die Spieler. Aufgenommen am 4. Juli 2026 im Philadelphia Stadium. (Al Bello / Getty Images North America via Getty Images)

Die Wundertüten: Norwegen und Marokko

Wie Norwegen durch dieses Turnier pflügt, ist derart überzeugend, dass ein Sieg gegen Thomas Tuchels Engländer am Samstag niemanden mehr überraschen würde. Marokko muss gegen Frankreich zwar auf den verletzten Neu-Münchner Ismael Saibari verzichten, doch die Erinnerung an Katar 2022 ist frisch: Damals ärgerten die Marokkaner die Franzosen in einem denkwürdigen Halbfinale bis zur letzten Minute. Und wie stabil die französische Abwehr wirklich ist, wenn sie mal richtig unter Druck gerät, hat in diesem Turnier noch niemand getestet.

Die Außenseiter: Schweiz und Belgien

Die Schweiz und Belgien haben das Turnier schwach begonnen, sich aber kontinuierlich gesteigert. Die Schweizer haben mit Granit Xhaka einen Anführer, der die Nati gerade zum ersten Viertelfinale seit 1954 geführt hat. Bei den Belgiern geben zunehmend die jungen Spieler den Ton an. Ob das gegen Argentinien beziehungsweise Spanien reicht? Die Tendenz sagt: eher nein. Aber genau solche Prognosen hat dieses Turnier schon öfter kassiert. Wer alle Spiele verfolgen will: Alle vier Viertelfinals laufen live bei MagentaTV, zwei davon exklusiv.

267 Tore, 52 Jokertreffer, Drama nach der 90. Minute: Die Zahlen des Turniers

Tore: Frankreich und Argentinien treffen am häufigsten

267 Tore in 96 Spielen bedeuten einen Schnitt von 2,8 Treffern pro Partie. Frankreich und Argentinien führen die Torjägerwertung der Teams mit je 14 Treffern an, dahinter folgt Belgien mit 13 Toren. Die Belgier versuchten es auch am häufigsten: 107 Torschüsse sind Turnier-Bestwert. Bittere Ironie dahinter: Kolumbien kam auf 94 Versuche, den zweitbesten Wert, machte daraus aber nur fünf Tore und ist ausgeschieden. Die meisten Gegentore aller acht Viertelfinalisten kassierte Norwegen (neun), wobei das 1:4 gegen Frankreich am letzten Gruppenspieltag mit dem Weiterkommen in der Tasche eher abgeschenkt wirkte. In der Torschützenliste der WM 2026 führt Lionel Messi mit acht Treffern vor Erling Haaland und Kylian Mbappé (je sieben).

Die Joker: 52 Tore von der Bank

52 der 267 Turniertore erzielten eingewechselte Spieler, fast jedes fünfte Tor kam also von der Bank. Der König der Joker heißt Romelu Lukaku: Mit seinem Treffer zum 4:1 gegen die USA wurde der Belgier zum ersten Spieler der WM-Geschichte, der in vier WM-Spielen als Einwechselspieler traf.

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Romelu Lukaku bejubelt mit Timothy Castagne sein Tor zum 1:4, dem belgischen Schlusspunkt im Achtelfinale gegen die USA. Foto: Jamie Squire/Getty Images

Tore nach der 90. Minute: 31 Mal Drama in der Schlussphase

Wer bei dieser WM früher geht, verpasst das Beste: 31 Treffer fielen in der 90. Minute oder später, zehn davon entschieden das Spiel. Das prominenteste Beispiel lieferte Enzo Fernández, der Argentinien in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 gegen Ägypten schoss und das Comeback des Turniers vollendete.

Der Elfmeter-Fluch: 19 Strafstöße, nur 14 Treffer

Der Punkt ist bei dieser WM kein sicherer Ort: 19 Mal entschieden die Schiedsrichter auf Strafstoß, nur 14 Elfmeter wurden verwandelt. Ägyptens Torwart Mostafa Shobei parierte gleich zwei Strafstöße, und ausgerechnet Lionel Messi leistete sich zwei Fehlschüsse: Gegen Österreich setzte er den Ball am Tor vorbei, gegen Ägypten scheiterte er an Shobei. Je einen Elfmeter vergaben außerdem Bruno Guimarães (Brasilien, gehalten von Norwegens Örjan Nyland), Mehdi Taremi (Iran, ebenfalls an Shobei gescheitert) und Jörgen Strand Larsen (Norwegen, gehalten von Frankreichs Mike Maignan).

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Ägyptens Torhüter Mostafa Shoubir pariert den Elfmeter von Lionel Messi im Achtelfinale der WM 2026 gegen Argentinien am 7. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Elsa / Getty Images North America via Getty Images)

Verlängerung? Meist nicht nötig

Von den 24 bisherigen K.o.-Spielen im Sechzehntel- und Achtelfinale waren 18 nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden. Nur sechs Partien gingen in die Verlängerung, viermal musste das Elfmeterschießen entscheiden, zuletzt beim 4:3 der Schweiz gegen Kolumbien.

Die Torhüter: Ein Paraguayer hält am meisten

Der fleißigste Schlussmann des Turniers war Paraguays Orlando Gill mit 28 Paraden. Dahinter folgt Eloy Room aus Curaçao, der 21 Mal rettete und damit großen Anteil daran hatte, dass der kleinste WM-Teilnehmer aller Zeiten überhaupt die K.o.-Runde erreichte.

Artikelbild:267 Tore, 52 Jokertreffer und ein Elfmeter-Fluch: Die verrückten Zahlen der WM 2026 vor dem Viertelfinale

Paraguays Torhüter Orlando Gill, der Elfmeter-Held aus dem Sechzehntelfinale gegen Deutschland, wärmt sich vor dem WM-2026-Achtelfinale gegen Frankreich auf. Aufgenommen am 4. Juli 2026 im Philadelphia Stadium in Philadelphia. Buda Mendes / Getty Images North America via Getty Images

Trump, Balogun und die Ticketpreise: Was sonst noch hängen bleibt

Die kurioseste Randnotiz des Turniers lieferte der Fall Folarin Balogun: Der US-Stürmer war nach einer Roten Karte gesperrt, wurde aber nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump wieder spielberechtigt. Nicht auszudenken, was los gewesen wäre, hätten die USA das Viertelfinale erreicht, womöglich noch durch ein Tor des entsperrten Balogun. So aber endete der Heim-Traum im Achtelfinale mit dem 1:4 gegen Belgien.

Und die Stimmung? Alle drei Gastgeber sind raus, doch leere Ränge muss bei diesem Turnier niemand befürchten. Die Stadien dürften auch in der heißen Turnierphase voll bleiben, die Party geht weiter. Einen kleinen Trost gibt es für alle, die jetzt noch ins Stadion wollen: Vielleicht sinken ja die Ticketpreise.

FAQ: Die WM 2026 in Zahlen

Wie viele Tore sind bei der WM 2026 bisher gefallen?

In den ersten 96 von 104 Spielen fielen 267 Tore, ein Schnitt von 2,8 Treffern pro Partie (Stand: 8. Juli 2026). 52 dieser Tore erzielten eingewechselte Spieler, 31 fielen in der 90. Minute oder später.

Wer führt die Torschützenliste der WM 2026 an?

Lionel Messi führt die Torschützenliste mit acht Treffern an, vor Erling Haaland und Kylian Mbappé mit je sieben Toren.

Wann finden die Viertelfinals der WM 2026 statt?

Das Viertelfinale läuft von Donnerstag bis Sonntag: Frankreich gegen Marokko (9. Juli, 22:00 Uhr MESZ), Spanien gegen Belgien (10. Juli, 21:00 Uhr MESZ), Norwegen gegen England (11. Juli, 23:00 Uhr MESZ) und Argentinien gegen Schweiz (12. Juli, 03:00 Uhr MESZ). Alle Spiele laufen bei MagentaTV, Frankreich gegen Marokko zusätzlich in der ARD, Spanien gegen Belgien im ZDF.

Wer ist jetzt Favorit auf den WM-Titel 2026?

Frankreich hat bisher den stärksten Eindruck hinterlassen, Spanien ist noch ohne Gegentor. Beide können sich aber frühestens im Finale aus dem Weg gehen, denn sie würden schon im Halbfinale aufeinandertreffen. Dahinter lauert Titelverteidiger Argentinien, der in diesem Turnier schon mehrfach bewiesen hat, dass er zu allem fähig ist. Unsere ausführliche Einschätzung gibt es in der großen WM Prognose, alle aktuellen Entwicklungen im WM 2026 Liveticker.

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