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·10. Juni 2026

3 Gladbach-Diamanten vor der Explosion?

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Gladbachs Diamanten – Wer startet 2026/2027 durch?

Borussia Mönchengladbach wird mit einem neu strukturierten Kader in die kommende Saison starten. Mit Lidberg, Leopold, Konoplya, Batz und Herold wurden bereits fünf Spieler verpflichtet und mit Zento Uno steht bereits ein weiterer Transfer in der Pipeline. Auch auf der Abgangsseite haben mit Reitz, Boteli, Friedrich, Omlin und den vier Leihspielern bereits einige Spieler den Verein verlassen. Mit Fukuda, Ranos und Pesch stehen weitere Abgänge bevor.

Doch ein entscheidendes Kriterium bei Borussia Mönchengladbach ist es, Transferwerte zu schaffen. Genau das muss Eugen Polanski in der kommenden Saison gelingen. Rocco Reitz ist das beste Beispiel für den „Borussia-Weg“. Der gebürtige Duisburger wurde in der Fohlen-Akademie ausgebildet und hat sich nach einer Leihe nach Belgien am Niederrhein durchgesetzt. In den letzten drei Jahren konnte Reitz seinen Marktwert von 800.000 Euro auf 20 Millionen Euro steigern. In diesem Sommer verlässt Reitz Gladbach in Richtung Leipzig für 20 Millionen Euro.


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Viele Fans hätten sich für Reitz gerne einen anderen Klub als das Konstrukt RB gewünscht. Dennoch ist der Transfer für den Verein finanziell enorm wichtig, um zum einen den Kaderumbau zu moderieren und zum anderen die Fehlbeträge der letzten Jahre auszugleichen. Leider gab es in den vergangenen Jahren zu wenige Entwicklungen wie die von Reitz, weshalb der Verein sportlich und finanziell in Schieflage geraten ist.

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Reitz als Beispiel für den „Borussia-Weg“ – Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Mohya, Bolin und Castrop im Fokus

In der kommenden Saison sollen einige Spieler den nächsten Schritt gehen und dabei stehen besonders drei Spieler im Fokus. Die wohl größten Rohdiamanten im Kader sind Wael Mohya, Hugo Bolin und Jens Castrop. Gerade der 17-jährige Mohya gilt als die Zukunftshoffnung am Niederrhein. Mit einem Marktwert von 17 Millionen Euro ist der Offensivspieler bereits jetzt der wertvollste Spieler im Kader.

Im Sommer 2025 hat Borussia Mönchengladbach noch langfristig mit dem Shootingstar verlängert. In der vergangenen Saison kam Mohya auf 15 Einsätze in der Bundesliga, zwei Tore und eine Vorlage. Polanski hat den klaren Auftrag, Mohya in der kommenden Saison weiter zu fördern und in seiner Entwicklung voranzubringen. Die Unbekümmertheit von Mohya und seine Eins-gegen-Eins-Stärke zeichnen den deutschen U18-Nationalspieler aus.

Sollte Mohya in der kommenden Saison bei den Fohlen gesetzt sein und weiter seine Leistungen abrufen können, dürfte der derzeitige Marktwert nur eine Momentaufnahme sein und sich weiter nach oben entwickeln. Dass der 17-Jährige bei entsprechender Entwicklung irgendwann Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen wecken wird, ist klar. Dann liegt es an den Verantwortlichen von Borussia, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und womöglich eine Rekordablöse zu kassieren.

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Mohya Gladbachs Marktwertkönig – IMAGO / STEINSIEK.CH

Mit Hugo Bolin hat Borussia im Winter für gerade einmal 2 Millionen Euro den kongenialen Partner von Mohya verpflichtet. Mit 22 Jahren ist der zweifache schwedische Nationalspieler zwar etwas älter als Mohya, jedoch nicht weniger talentiert. Beim letzten Heimspiel der vergangenen Saison, dem 4:0-Heimsieg, standen Bolin und Mohya in der Startelf und viele Fans auf der Tribüne haben sich die Augen gerieben, mit welcher Offensivpower die Borussia auftreten kann.

Der Marktwert von Bolin wird derzeit auf 6 Millionen Euro taxiert. Sollte der Schwede gemeinsam mit Mohya in der kommenden Saison gesetzt sein, dürfte Gladbach auch hier ein ordentliches Marktwert-Update erwarten können. Gemeinsam mit seinem Nationalmannschaftskollegen Isac Lidberg dürften die beiden Schweden in der Offensive für viel Unterhaltung sorgen.

Castrop als Motor im Gladbach-Mittelfeld?

Nach Mohya ist Jens Castrop mit 10 Millionen Euro der zweitwertvollste Spieler im Kader. Der südkoreanische Nationalspieler ist im vergangenen Sommer für 4,5 Millionen Euro von Nürnberg nach Gladbach gewechselt und konnte sich auf Anhieb durchsetzen. Er kam auf 26 Einsätze, drei Tore und eine Vorlage. Unvergessen bleibt auch sein Tor im Derby, als er den Ball ansatzlos zur Führung in den Winkel knallte.

Auf seiner eigentlichen Position im zentralen Mittelfeld kam Castrop jedoch kaum zum Einsatz. Durch das Leistungstief von Lukas Ullrich und den Transfer von Luca Netz zu Nottingham kam Castrop auf der linken Schiene zum Einsatz. In der neuen Saison dürfte Castrop durch die Verpflichtung von David Herold nun ins zentrale Mittelfeld rücken und dort der Motor im Spiel der Fohlen werden.

Durch diese zentralere Rolle dürfte Castrop noch wichtiger für die Borussia werden. Auch hier ist eine deutliche Marktwertsteigerung zu erwarten. Castrop steht noch bis 2029 langfristig am Niederrhein unter Vertrag. In der aktuellen Transferphase wurden zudem mit Leopold, Konoplya, Herold und auch Lidberg Spieler verpflichtet, die ebenfalls noch nicht am Ende ihrer Entwicklung sind, sich jedoch auf Bundesliganiveau noch beweisen müssen.

Durchaus möglich, dass Rouven Schröder zum Ende des Transferfensters, sollte es zu weiteren Abgängen kommen noch ein bis zwei Spieler verpflichtet, die bereits über Bundesliga- beziehungsweise internationale Erfahrung verfügen und dennoch ein hohes Entwicklungspotenzial besitzen.

Glaubt ihr, die Marktwerte von Mohya, Bolin und Castrop werden in der neuen Saison explodieren? Schreibt es in die Kommentare!

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

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