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·25. Januar 2026

3:0 gegen Leipzig! Auch Schnee stoppt Bayern nicht

Artikelbild: 3:0 gegen Leipzig! Auch Schnee stoppt Bayern nicht

Titelverteidiger FC Bayern München gibt sich in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auch nach der Winterpause keine Blöße. Das Team von Trainer José Barcala fuhr am 15. Spieltag einen 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen RB Leipzig ein und kommt damit nach dem zwölften Dreier in Serie auf 43 von 45 möglichen Punkten. Dabei trotzte der souveräne Ligaprimus nach starken Schneefällen auch den widrigen Witterungs- und Platzbedingungen.

Vor 2500 Zuschauer*innen am ausverkauften FC Bayern Campus sorgte Momoko Tanikawa (6., Handelfmeter) für den frühen Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit bauten die eingewechselten Franziska Kett (67.), deren Schuss noch von Leipzigs Kyra Spitzner ins eigene Tor abgefälscht wurde, und Jovana Damnjanovic (69.) den Vorsprung aus. Die Gäste gingen zum sechsten Mal nacheinander leer aus und rangieren vier Punkte vor der Gefahrenzone der Liga.


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Giulia Gwinn: "Zeichen gesetzt"

"Wir sind erst einmal froh, dass die Partie überhaupt stattfinden konnte", sagte Bayern Münchens DFB-Kapitänin Giulia Gwinn im Interview. "Es ging darum, die Bedingungen anzunehmen. Unser normales Kombinationsspiel war nicht möglich. Wir wollten aber gleich nach der Winterpause ein Zeichen setzen, das ist uns gelungen."

Nationalstürmerin Klara Bühl betonte: "Wir haben aus den extrem schwierigen Verhältnissen das Beste gemacht. Entscheidend sind die drei Punkte. Wir befinden uns einfach in einem Flow, viele Automatismen greifen. So wollen wir weitermachen."

Trainer José Barcala meinte: "Wir hatten in der ersten Viertelstunde einen guten Start ins Spiel. Danach ist es immer schwieriger geworden. Ich bin froh, dass uns nach der Pause noch die beiden weiteren Treffer gelungen sind."

Lisa Baum: "Nicht traurig sein"

"Wir hatten einige Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten", erklärte Leipzigs U 23-Nationalspielerin Lisa Baum. "Trotz der Niederlage müssen wir nicht traurig sein. Wir wissen, dass wir Luft nach oben haben und es im nächsten Mal noch besser machen müssen."

Kapitänin Sandra Starke ergänzte: "Ich bin stolz auf das Team, denn wir sind sehr mutig aufgetreten und haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können. 0:3 zu verlieren, ist nicht schön. Dennoch können wir darauf aufbauen."

RB-Trainer Jonas Stephan meinte: "Wir haben den FC Bayern über weite Strecken des Spiels gut von unserem Tor ferngehalten. Ärgerlich sind die beiden Gegentore nach Standards in der zweiten Halbzeit. Vorne waren wir bei unseren Abschlüssen zu ungefährlich."

Starke nach langer Pause zurück

Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres 2026 mussten die Münchnerinnen weiterhin auf die Langzeitverletzten Sarah Zadrazil und Lena Oberdorf (beide Kreuzbandriss) verzichten. Im Vergleich zum 3:0 bei Bayer 04 Leverkusen vor der Winterpause nahm Trainer José Barcala vier Veränderungen vor. Kapitänin Glodis Viggosdottir, Vanessa Gilles sowie die deutschen Nationalspielerinnen Giulia Gwinn und Klara Bühl ersetzten Stine Ballisager, Magdalena Eriksson, Franziska Kett und Jovana Damnjanovic.

Die beiden Winterzugänge des Spitzenreiters nahmen ebenfalls zunächst auf der Bank Platz. Die spanische Nationalspielerin Edna Imade war von Real Sociedad San Sebastian zum FCB gewechselt. Außerdem wurde Bernadette Amani, Nationalmannschaftskapitänin der Elfenbeinküste, ebenfalls im Winter vom spanischen Erstligisten CD Tenerife Femenino verpflichtet. Als Einwechselspielerin gab Bernadette Amani dann auch ihren Einstand.

Jonas Stephan, Trainer von RB Leipzig, nahm zwei Veränderungen an seiner Startelf aus dem Heimspiel kurz vor der Winterpause gegen den 1. FC Köln (0:1) vor. Victoria Krug fehlte im Aufgebot, während Julia Magerl zunächst auf der Bank saß. Dafür meldete sich Sandra Starke nach langer Verletzungspause zurück. Für die Kapitänin war es der erste Einsatz in der Liga seit Mitte Oktober. Nikoline Dudek rückte ebenfalls neu ins Team.

Mahmutovic auf dem Posten

Der FC Bayern erwischte den besseren Start und ging früh in Führung. Nachdem Leipzigs Abwehrspielerin Andrea Norheim der Ball im eigenen Strafraum an den Arm gesprungen war, verwandelte Momoko Tanikawa den folgenden Handelfmeter sicher zum 1:0 (6.).

Die Münchnerinnen wollten sofort nachsetzen, sorgten vor allem über Nationalspielerin Klara Bühl auf dem linken Flügel immer wieder für Gefahr. Zweimal bekam Pernille Harder die Kugel aus kurzer Entfernung nicht über die Linie. Bei einem Schlenzer von Momoko Tanikawa verhinderte Marlene Müller per Kopf den zweiten Bayern-Treffer.

Insgesamt hatten die Gastgeberinnen mehr vom Spiel, RB Leipzig konnte aber auch immer wieder nach Umschaltaktionen für Gefahr sorgen. So wurde U 23-Nationalspielerin Lisa Baum gerade noch von Vanessa Gilles abgelaufen. Mittelstürmerin Delice Boboy kam dreimal aus günstigen Positionen zum Abschluss, konnte FCB-Torfrau Ena Mahmutovic mit ihren Flachschüssen aber nicht beeindrucken. Wesentlich mehr Mühe hatte die Nationaltorhüterin ein einem noch abgefälschten Versuch von Emilia Asgeirsdottir, den sie mit einer Glanzparade aus dem unteren rechten Eck fischte.

Münchner Jokerinnen stechen

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hielten die Sächsinnen weiter gut dagegen und suchten weiterhin mit schnellen Kontern ihre Chance. Die bis dahin besten Chancen zum Ausgleich hatten Lisa Baum und erneut Emilia Asgeirsdottir, die jedoch beide an Ena Mahmutovic scheiterten.

Zwei Standardsituationen sorgten dann innerhalb von nur zwei Minuten für die Entscheidung. Im Anschluss an einen Eckball und einen Rückpass von Georgia Stanway zog die eingewechselte Franziska Kett ab und Leipzigs Kyra Spitzner lenkte den Ball unglücklich zum 2:0 (67.) ins eigene Netz. Kurz darauf brachte Klara Bühl einen Freistoß vor das RB-Tor, wo nach einem Versuch von Pernille Harder schließlich die gemeinsam mit Franzi Kett ins Spiel gekommene Jovana Damnjanovic zum 3:0-Endstand (69.) abstaubte.

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