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·1. Juli 2026

30 Jahre auf Schalke: Norbert Elgert feiert Dienstjubiläum

Artikelbild:30 Jahre auf Schalke: Norbert Elgert feiert Dienstjubiläum

Seit drei Jahrzehnten schmiedet Norbert Elgert Talente in der Knappenschmiede. Am 1. Juli 1996 hatte der Coach seinen ersten Arbeitstag als Chef-Trainer der königsblauen U19. Im Gespräch blickt der 69-Jährige zurück auf drei Dekaden voller Erlebnisse, Emotionen und Erfolge beim FC Schalke 04.

Norbert Elgert, seit 30 Jahren bist Du U19-Trainer auf Schalke, ist das greifbar? Wenn mir jemand vor 30 Jahren gesagt hätte, dass ich einen Job, eine Aufgabe so lange ausführen und dabei helfen darf, jungen Spielern ihre Wünsche, Träume und Ziele zu verwirklichen, hätte ich wahrscheinlich geantwortet: „Wenn dann nur auf Schalke“. Diese drei Jahrzehnte sind unglaublich schnell vorübergegangen. Auf Schalke ist jeden Tag so viel los, sodass man das Gefühl hat, die Zeit vergehe noch schneller. Ich freue mich sehr über all die Glückwünsche meiner ehemaligen Jungs, die mich erreicht haben. Das zeigt und beweist auch, dass wir in der Knappenschmiede in den vergangenen Jahren einiges richtig gemacht haben.


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Ein Rückblick auf die 30 Jahre: Was waren für Dich die wichtigsten Erfolge? Die Geschichte der Knappenschmiede ist eine der erfolgreichsten Geschichten im Weltfußball. Dafür verantwortlich sind unzählige Menschen, von den Anfängen bis heute. Mitarbeiter und Trainer, und in erster Linie die Spieler, haben die Knappenschmiede zudem gemacht, was sie heute ist. Der wichtigste Erfolg aus den letzten Jahren ist, dass wir in dieser Zeit knapp 150 Spieler in den Profifußball gebracht haben von denen immer noch 50 bis 60 aktiv sind, von der 3. Liga bis zur Nationalmannschaft. Definitiv gehören dazu auch die fünf nationalen Titel und die drei deutschen Meisterschaften, die wir gemeinsam gewonnen haben – und zwei deutsche Pokalsiege. Wir haben die Bundesliga Staffel West in zwanzig Jahren sieben Mal gewonnen. Für mich persönlich war es 2013 eine ganz besondere Ehre, DFB-Trainer des Jahres geworden zu sein – das ist für einen U19-Trainer schon außergewöhnlich. Nur mit Hilfe der Mitglieder ist es mir 2014 als Trainer ermöglicht worden, in die Schalker Ehrenkabine berufen zu werden, was ich vermutlich als Spieler nicht geschafft hätte. Diese Erfolge habe ich aber nicht nur mir allein zu verdanken, ohne die Spieler, die die Protagonisten sind, ohne die wäre nichts möglich gewesen.  

Wieso hast Du Dich dazu entschlossen, weiterzumachen? In erster Linie hat mich meine Familie davon überzeugt, weiterzumachen. Im Urlaub merke ich selbst, dass mir der Fußball fehlt. Die Fans tragen auch einen wichtigen Teil dazu bei und von ganz großer Bedeutung sind für mich auch die Spieler. Ich habe das Gefühl, dass ich den Spielern und dem Club noch viel geben kann. 

Warum bist Du nie in den Profibereich gewechselt? Für eine kurze Zeit war ich im Profibereich mit Frank Neubarth als Co-Trainer tätig. Die Aufgabe habe ich damals angenommen, da es zunächst schon meine Absicht war, im Profibereich zu coachen. Ich habe aber damals für mich erkannt, dass die Ausbildung von jungen Spielern genau mein Ding ist und für mich festgestellt, dass das meine Berufung ist. Ich war mutig genug, mich dazu zu bekennen. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß und es liegt unglaublich viel Sinn in dieser Aufgabe, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele, Wünsche und Träume zu verwirklichen. Auf der anderen Seite haben wir aber auch die Pflicht, alldiejenigen zu unterstützen, die es nicht geschafft haben. 

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