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Lennard Bacher·25. Juli 2026
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Lennard Bacher·25. Juli 2026
Hamburgs neue Sportchefin Kathleen Krüger muss langsam kochen. Das "Second-Season-Syndrom", welches besagt, dass Aufsteiger gerne nach einer starken ersten Saison in der zweiten abrutschen, soll beim HSV nicht eintreten. Da das Transfergericht in der vergangen Saison mit Vuskovic, Vieira und Sambi Lokonga dem glich, was man sonst in einer Sterneküche angeboten bekommt, ist die Messlatte denkbar hoch.
Eine der Zutaten für eine erfolgreiche neue Saison ist nun offiziell – Patson Daka. Der 27-Jährige kommt ablösefrei von Leicester City, mit denen er in innerhalb zwei Saisons von der Premier League in die dritte englische Liga durchgereicht wurde.
In der vergangenen Katastrophensaison für den englischen Meister von 2016 gelangen Daka immerhin fünf Tore und vier Vorlagen. Aber reicht das, um das große Loch, welches bereits in der letzten Saison im Hamburger Sturmzentrum klaffte, endgültig zu stopfen? Durch den Abgang von Ransford Königsdörffer ist es schließlich noch einmal größer geworden.
Die Frage ist tatsächlich gar nicht leicht zu beantworten. Daka war in seiner Karriere bei zwei Langzeit-Stationen, die unterschiedlicher kaum hätten laufen können. Während der Sambier bei Leicester seit seinem Wechsel 2021 nie vollends überzeugte, zerschoss er bei seiner vorherigen Station die gesamte Liga.
Und das ist keine Hyperbel. 2019/20 brachte der Mittelstürmer für RB Salzburg 32 Scorer in 31 Spielen zu Papier und toppte diese unfassbare Marke im Jahr darauf mit 34 Scorern in 28 Spielen. Wenn er einmal in Fahrt kommt, scheint er also nahezu unaufhaltsam. Nicht ohne Grund zahlte Leicester laut Medienberichten 2021 30 Millionen Euro Ablöse für den Stürmer.
Beim ehemaligen Premier-League-Klub geriet der Motor allerdings ins Stocken. In 30 bis 40 Spielen (je nach Saison) kam er wettbewerbsübergreifend nicht über zwölf Scorer hinaus, vor dem Abgang waren es lediglich die bereits genannten neun in 41 Spielen der 2. englischen Liga.
Und trotz der nur bedingt erfolgreichen letzten Jahre auf der Insel, gibt es definitiv Grund zur Hoffnung für alle, die es mit den Rothosen halten. So scheint der Nationalspieler mit jeder Menge Energie und Motivation in die Hansestadt zu kommen. Wie die 'Bild' berichtet, habe Daka deutlich lukrativere Angebote mit längeren Vertragslaufzeiten auf dem Tisch liegen gehabt. Trotzdem entschied sich der Angreifer für den HSV, da er die sportliche Herausforderung suche und sich nochmal auf der großen Bühne beweisen wolle.
Im Trainingslager soll der neue Stürmer im ersten Training direkt für Aufmerksamkeit gesorgt haben. In einem Spiel habe er gleich zwei Mal getroffen, weshalb einige Kollegen schon anerkennend genickt hätten, heißt es in der 'Bild'.
Dass er auf dem Platz gleich abliefert, überrascht aufgrund seiner Salzburger Vergangenheit nicht unbedingt. Obwohl es aus Hamburger Sicht sicher aus dem falschen Mund kommt, fliegt der Neuzugang nämlich schon mit ordentlich Blumen im Gepäck Richtung Bundesliga.
So schwärmte der ehemalige Werder-Spieler Zlatko Junuzovic, der zugleich Mitspieler von Daka in Salzburg war, in den höchsten Tönen gegenüber der 'Mopo'. "Wenn er das zeigt, was ich mit ihm zusammen erlebt habe, wird der HSV sehr viel Freude an ihm haben", sagte der Österreicher gegenüber den Journalisten.
Zu den Kernkompetenzen seines ehemaligen Mannschaftskameraden hatte Junuzovic auch noch ein paar Worte parat: "Er ist athletisch und brutal schnell. Wenn du Patson steil schickst, ist er eine richtige Waffe", schwärmte der 38-Jährige weiter.
Mit dem ablösefreien Transfer des einstigen 30-Millionen-Mannes macht der HSV finanziell und sportlich erst einmal nichts falsch. Ob Patson Daka am Ende aber die ersehnte Geheimzutat für eine erfolgreiche Saison wird, muss sich auf dem Platz zeigen. Klar ist: Entwickelt er sich tatsächlich zur erhofften Waffe im Sturmzentrum, hat Hamburg gute Chancen, das gespenstische "Second-Season-Syndrom" gar nicht erst aufkommen zu lassen.
📸 Michael Regan - 2026 Getty Images







































