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·21. März 2026

3:0! Verl schlägt Saarbrücken souverän und ist vorerst Zweiter

Artikelbild:3:0! Verl schlägt Saarbrücken souverän und ist vorerst Zweiter

Im späten Samstagspiel konnte der SC Verl einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken einfahren und damit vorerst auf Platz zwei springen. Während die Mannschaft von Tobias Strobl es im ersten Durchgang noch verpasste, sich zu belohnen, platzte in der zweiten Halbzeit der Knoten – samt eines sehenswerten Treffers.

Verl immer wieder aus der Distanz gefährlich

Nach den Ergebnissen aus den 14-Uhr-Spielen waren die Chancen für beide Mannschaften groß: Der SC Verl könnte durch das Unentschieden von Energie Cottbus über Nacht auf Platz zwei springen können – der 1. FC Saarbrücken wiederum den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf zehn Punkte ausbauen. Im Vergleich zum 1:1 gegen den SSV Jahn Regensburg nahm Giannikis eine Änderung vor: Civeja rückte nach abgesessener Gelbsperre zurück in die Startelf, Krahn nahm dafür auf der Bank Platz. Strobl veränderte seine Formation nach dem überzeugenden 4:0 gegen Schweinfurt auf einer Position: Arweiler begann für Wörner.


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Die Saarländer starteten schwungvoll in die Partie – erstmals richtig gefährlich wurde es nach acht Minuten. Bretschneider zog nach einer kurz ausgeführten Ecke aus der Distanz ab, Schulze wehrte den strammen Schuss zur Seite ab. Doch auch Verl setzte offensive Akzente: Waidner suchte Arweiler mit einer flachen Hereingabe, die zum verkappten Torschuss wurde, in der Mitte, fand ihn jedoch nicht (10.). Die Ostwestfalen übernahmen zunehmend die Initiative und kamen vor allem aus der Distanz zu Chancen: Zunächst verfehlte Taz mit einem Flachschuss knapp das Tor (14.), kurz darauf wurde Gayrets Abschluss abgefälscht und prallte an den Pfosten (16.). Das Momentum lag klar bei Verl, während Saarbrücken zunehmend in die Defensive gedrängt wurde. Mhamdi versuchte es ebenfalls aus der Ferne, doch Menzel parierte mit einer starken Flugeinlage (21.).

Verl zeigte aber auch, dass sie es mit Kombinationsfußball können – so in der 25. Minute. Taz legte auf Besio ab, der aus spitzem Winkel gut einen Meter am langen Eck vorbeischob (25.). Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Saarbrücken konnte nur selten für Entlastung sorgen – einer dieser wenigen Momente ergab sich in der 33. Minute. Und der wurde direkt brenzlig: Nach einer geklärten Ecke zog Sontheimer aus der Distanz ab, Arweiler bekam den strammen Schuss an den Arm, der jedoch angelegt war. Schiedsrichter Näther ließ weiterspielen und pfiff kurz danach zur Halbzeit.

Mhamdi bricht sehenswert den Bann

Beide Trainer verzichteten zur Pause auf Wechsel – und auch am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig. Verl blieb spielbestimmend und suchte sein Glück weiterhin aus der Distanz. Im Anschluss an eine Ecke nahm Besio den Ball mit der Brust an und zog ab, doch Menzel parierte stark (50.). Kurz darauf das gleiche Bild: Wieder eine kurz ausgeführte Ecke, wieder ein Abschluss – diesmal von Mhamdi, der die Verler für ihren Aufwand mit der verdienten und sehenswerten Führung belohnte. Der Ball schlug unhaltbar im kurzen Eck ein (51.).

Saarbrücken bemühte sich um eine Antwort, ließ die große Chance zum Ausgleich jedoch liegen. Nach einer Hackenablage im Strafraum auf Multhaupt konnte Verl nicht entscheidend klären. Civeja zog aus dem Rückraum direkt ab, zielte jedoch genau auf Schulze (55.). Auf der anderen Seite machten sich die Gäste das Leben selbst schwer: Menzel spielte Bormuth an, der einen Tick zu lange zögerte. Besio setzte nach, eroberte den Ball und schob souverän zum 2:0 ein (59.).

Glück und Pech lagen für Saarbrücken anschließend dicht beieinander. Zunächst landete eine missglückte Flanke von Pick auf der Latte (64.), dann störte Brünker die Ausführung eines Freistoßes. Obwohl bereits verwarnt, beließ es Schiedsrichter Näther bei einer Ermahnung (65.). Die Hausherren blieben offensiv aktiv, ohne zunächst zwingend zu werden – bis zur 80. Minute. Dann schnürte Mhamdi seinen Doppelpack und sorgte für die Entscheidung. Taz war im Strafraum zu Fall gekommen, spielte jedoch im Liegen weiter und legte auf den Außenverteidiger ab, der trocken vollendete. Die Stimmung bei den mitgereisten Saarbrücken-Fans kippte in den Schlussminuten: "Außer Manu (Manuel Zeitz, Anm. d. Red.) könnt ihr alle gehen" schallte es von den Rängen – gefolgt von "Wir sind Saarbrücker und ihr nicht".

Mit dem dritten Sieg in Folge springt Verl über Nacht auf Platz zwei. Am Sonntag könnte Rot-Weiss Essen die Ostwestfalen allerdings wieder verdrängen – RWE gastiert im späten Spiel bei Viktoria Köln. Saarbrücken bleibt derweil zum dritten Mal in Serie ohne Sieg und rangiert auf Platz 16. Der Vorsprung – bei deutlich besserem Torverhältnis – auf den SSV Ulm beträgt acht Punkte. Nach der Länderspielpause geht es für Verl in Ulm weiter (5. April, 13:30 Uhr), während Saarbrücken den FC Ingolstadt empfängt (5. April, 16:30 Uhr).

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