LIGABlatt
·14. Februar 2026
3:2! Fenerbahçe behält im torreichen Duell die Oberhand!

In partnership with
Yahoo sportsLIGABlatt
·14. Februar 2026

Am 22. Spieltag der Süper Lig kam es im Papara Park zum direkten Duell zweier Titelanwärter. Trabzonspor empfing Fenerbahçe, beide Mannschaften mit dem klaren Ziel, im Rennen hinter Galatasaray keinen Boden zu verlieren. Entsprechend hoch war die Spannung vor Anpfiff, entsprechend kompromisslos der Auftakt.
Fenerbahçe-Cheftrainer Domenico Tedesco setzte im Derby auf ein 4-3-3-System und trat im Vergleich zur letzten Partie mit einer personellen Veränderung in der Startelf an. In der Innenverteidigung ersetzte Milan Skriniar den zuvor eingesetzten Söyüncü und bildete gemeinsam mit Oosterwolde das Abwehrzentrum vor Torhüter Ederson. Auf den Außenbahnen verteidigten Nelson Semedo und Mert Müldür. Im Mittelfeld setzte Tedesco auf eine Mischung aus Stabilität und Dynamik. İsmail agierte im defensiven Part, während Kanté und Guendouzi das Zentrum mit Laufstärke und Zweikampfhärte besetzten. Offensiv blieb die Ausrichtung klar: Asensio und Kerem sollten über die Flügel Tempo aufnehmen, während Talisca als zentrale Offensivkraft sowohl als Zielspieler als auch als Verbindungsspieler.
Vier Tore vor der Pause
Trabzonspor ging ohne personelle Überraschungen in die Partie und bereits in der Anfangsphase entwickelte sich ein intensives Derby mit hohem Tempo. Beide Teams suchten den Weg nach vorn und machten deutlich, dass sie in diesem direkten Duell keine taktische Zurückhaltung zeigen würden und Fenerbahçe setzte dabei bereits in der 2. Spielminute ein erstes Signal, als Kerem einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum brachte, doch die gegnerische Defensive klärte aufmerksam. Nur wenige Minuten später folgte der erste Wirkungstreffer, allerdings auf der anderen Seite: In der 6. Spielminute entwischte Muçi nach einem langen Ball Feners Abwehr, lief halbrechts in den Strafraum und überlupfte Ederson eiskalt zur frühen 1:0-Führung. Die Hausherren nutzten die erste echte Umschaltsituation konsequent aus. Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Talisca blieb bei Standards gefährlich, sein Freistoß aus halblinker Position (25.) von der Mauer abgeblockt. Die Partie kippte kurzzeitig in Richtung der Gastgeber, als Ederson einen Ball aus der Distanz parierte (33.), doch statt des möglichen 2:1 für Trabzonspor schlug Fenerbahçe eiskalt zurück: nur eine Spielminute später setzte sich Kerem Aktürkoğlu im linken Strafraum durch und schloss flach ins lange Eck zur 2:1-Führung für die Gäste ab (34.). Trabzon zeigte jedoch Moral. Zunächst klatschte ein abgefälschter Freistoß von Muçi an die Latte (38.), ehe der Ausgleich tatsächlich fiel. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete die Hausherren schnell um. Über Mustafa und Lovik gelangte der Ball in den Strafraum, wo Onuachu sich gegen Oosterwolde durchsetzte und per wuchtigem Kopfball zum 2:2 traf (43.). So ging es dann in die Pause.
Zweite Halbzeit startet mit Ausrufezeichen
Die zweite Halbzeit hatte kaum begonnen, da setzte Fenerbahçe erneut ein Ausrufezeichen: nur eine Spielminute nach Wiederanpfiff kombinierten sich die Gäste über die linke Seite in den Strafraum. Kerem legte den Ball klug zurück, Asensio nahm Maß und traf aus halblinker Position mit links präzise ins lange Eck – 3:2 für Fenerbahçe (47.). Nach dem erneuten Führungstreffer zog sich Fenerbahçe etwas zurück und legte den Fokus verstärkt auf Kompaktheit. Die Gäste verdichteten die Räume im Zentrum und verhinderten dabei klare Abschlusssituationen. Das Spiel verlor an Tempo, stattdessen prägten Zweikämpfe, Unterbrechungen und mehrere Wechsel die zweite Halbzeit. In der Schlussphase musste İsmail Yüksek verletzungsbedingt ausgewechselt werden, Yiğit Efe kam in der 81. Spielminute ins Spiel. Klare Torchancen blieben jedoch aus. Fenerbahçe kontrollierte die Partie mit disziplinierter Defensivarbeit und ließ kaum noch zwingende Abschlüsse zu.
Fenerbahçe entscheidet somit ein intensives Derby mit 3:2 für sich und sendet im Titelrennen ein klares Signal. Nach einer torreichen ersten Halbzeit mit ständigem Schlagabtausch nutzten die Gäste den perfekten Zeitpunkt direkt nach Wiederbeginn und verwaltete die Führung anschließend souverän. Trabzonspor zeigte Moral und Offensivwucht, fand in der zweiten Hälfte jedoch kaum noch Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste. Als nächstes geht es am Donnerstag für Tedesco und sein Team in der UEFA Europa League gegen Nottingham Forest ums Weiterkommen in den Play-offs.









































