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·10. August 2026

35 Millionen, kein Tor – Palace tauscht seinen Rekordmann

Artikelbild:35 Millionen, kein Tor – Palace tauscht seinen Rekordmann

35 Millionen Pfund im Januar. 26 Einsätze, kein einziges Tor. Sieben Monate später verlässt Brennan Johnson Crystal Palace wieder – und der Klub bekommt dafür kein Geld, sondern einen anderen Spieler.

Everton und Palace haben sich auf einen direkten Tausch verständigt: Johnson geht nach Merseyside, Dwight McNeil kommt in den Süden Londons. Beide absolvierten am Montag ihre Medizinchecks, beide sollen Vierjahresverträge unterschreiben. Offiziell bestätigt war der Wechsel zum Redaktionsschluss noch nicht.


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Zwei Flügelspieler, zwei gescheiterte Kapitel

Vorab eine Korrektur zur kursierenden Beschreibung: Hier tauschen keine Mittelfeldspieler die Seiten. McNeil ist ein linksfüßiger Außenbahnspieler mit Standardqualität, Johnson ein Tiefenläufer für die rechte Offensivseite. Was sie verbindet, ist eher unangenehm – beide haben zuletzt nicht geliefert, was ihr Preisschild versprach.

Johnsons Wechsel war im Winter der teuerste der Palace-Geschichte – ein Rekord, der inzwischen von Jørgen Strand Larsen überboten wurde. Wenn die Berichte über einen reinen Tausch ohne Ausgleichszahlung zutreffen, schreibt Palace damit einen erheblichen Teil dieser Investition binnen eines halben Jahres ab.

Der Deal, der schon einmal geplatzt ist

Für McNeil ist es die zweite Anreise nach Selhurst Park. Im Februar war ein Leihgeschäft mit Kaufverpflichtung über rund 20 Millionen Pfund am Deadline Day gescheitert, weil die Unterlagen nicht rechtzeitig durch die Prüfung kamen. Seine Partnerin Megan Sharpley machte die Belastung des Spielers danach öffentlich und kritisierte den Umgang der Beteiligten scharf.

Dass ausgerechnet dieser Transfer nun in anderer Form zustande kommt, ist die eigentliche Kuriosität an diesem Geschäft – nicht der Tausch an sich.

Was beide Trainer sich davon versprechen

Bei Palace hat Pierre Sage im Juni von Oliver Glasner übernommen und steuert den Klub erstmals durch eine Europa-League-Ligaphase, verdient durch den Conference-League-Titel im Mai. Vor ihm steht eine Offensive mit Ismaila Sarr, Yeremy Pino, Eddie Nketiah, Jean-Philippe Mateta und Strand Larsen – viel Wucht, wenig linker Fuß. Genau die Lücke schließt McNeil, dessen Wert weniger in der Torquote als in Flanken und ruhenden Bällen liegt.

David Moyes wiederum hat mit Everton eine 13. Platzierung hinter sich und braucht Tempo in der Breite. Johnson liefert das – wenn er den Kopf freibekommt. Bei Tottenham war er in seiner besten Saison klubinterner Torschützenkönig und traf im Europa-League-Finale 2025 zum Sieg. Ein Spieler ohne Torinstinkt sieht anders aus.

Die Rechnung steht schon im Spielplan

Beide Vereine arbeiten deshalb gegen die Uhr: Die Registrierung soll rechtzeitig zum Auftakt durch sein. Und der hat es in sich – am 22. August empfängt Everton im Hill Dickinson Stadium ausgerechnet Crystal Palace.

Ein Tausch ist immer ein doppeltes Eingeständnis. Selten bekommen beide Seiten so schnell die Gelegenheit, es zu widerlegen.

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