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·17. September 2026

3,5 Mio.! Gladbach muss Boteli jetzt hinterhertrauern

Artikelbild:3,5 Mio.! Gladbach muss Boteli jetzt hinterhertrauern

Ex-Gladbacher Winsley Boteli für die Schweiz nominiert

Der ehemalige Gladbacher Winsley Boteli wurde für die Schweizer A-Nationalmannschaft nominiert. Der 20-Jährige hat sich bewusst für das Land entschieden, in dem er geboren ist. Theoretisch hätte der Stürmer aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft auch für den Kongo spielen können. Eine Entwicklung, die man bei Borussia wohl nur mit einem weinenden Auge verfolgen wird. Aufgrund der mangelnden Perspektive hat man den Stürmer im Sommer 2025 für ein Jahr an den FC Sion ausgeliehen.


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Gladbach ließ Boteli für 3,5 Millionen Euro ziehen

Dies wäre auch nachvollziehbar gewesen, wenn der ehemalige Sportvorstand Roland Virkus keine Kaufoption integriert hätte und diese betrug gerade einmal 3,5 Millionen Euro. Auch eine Rückkaufoption, wie es bei solchen Talenten in der Regel üblich ist, wurde versäumt und es kam, wie es kommen musste. Im ersten Jahr in der Schweizer Profiliga kam der Stürmer über die Jokerrolle nicht hinaus, absolvierte trotzdem wettbewerbsübergreifend 38 Einsätze, erzielte elf Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Die gezeigten Leistungen waren für den FC Sion ausreichend, um die günstige Kaufoption zu ziehen.

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30 Millionen für Boteli –

IMAGO / MB Media Solutions

In der laufenden Saison ist Boteli nicht mehr zu bremsen. In wettbewerbsübergreifend 14 Spielen kommt der Schweizer bereits auf zwölf Tore und fünf Vorlagen und ist bereits jetzt eines der heiß begehrtesten Sturmtalente Europas, für das schon Ablösesummen oberhalb der 30 Millionen Euro aufgerufen werden. Der Vertrag von Boteli läuft beim FC Sion noch bis 2030. Doch bereits jetzt deutet vieles darauf hin, dass der Stürmer wohl spätestens im nächsten Sommer zu einem internationalen Top-Club wechseln könnte und damit Matheus Cunha als Rekordabgang des FC Sion (15-Millionen-Euro-Transfer zu RB Leipzig im Sommer 2018) ablösen würde.

Boteli wird zum Sinnbild für Gladbachs Talentprobleme

Boteli ist nicht das einzige Top-Talent, das man in den letzten Jahren verloren hat. Noah Sternberg, Said El Mala und Ryan Naderi gehörten in den vergangenen fünf Jahren ebenfalls dazu. Die Entwicklung von Boteli ist aus unserer Sicht einer der wohl schwerwiegendsten Management-Fehler (auch mit der 10% Weiterverkaufsbeteiligung) der letzten Jahrzehnte am Borussia-Park und ein Spiegelbild der aktuellen Situation.

Boteli kann man für sein Debüt bei der Schweizer Nationalmannschaft nur alles Gute wünschen.

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / MB Media Solutions

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