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·4. Oktober 2026

4:0 in Stuttgart: Union Berlin legt zweiten Sieg nach

Artikelbild: 4:0 in Stuttgart: Union Berlin legt zweiten Sieg nach

Die Formkurve des 1. FC Union Berlin in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zeigt weiter nach oben. Nach dem ersten Saisonsieg (3:2 gegen RB Leipzig) legten die "Eisernen" am 6. Spieltag direkt den nächsten Dreier nach. Der 1. FC Union setzte sich beim Aufsteiger VfB Stuttgart 4:0 (1:0) durch und verschaffte sich somit ein wenig Luft von den Abstiegsplätzen.

Vor 3330 Zuschauer*innen im GAZi-Stadion auf der Waldau brachte Samantha Steuerwald (24.) das Team von Trainerin Marie-Louise Eta mit einem sehenswerten Distanzschuss auf Kurs. Lina Hausicke (51./83.) und Jill Janssens (73.) waren für die weiteren Treffer beim ersten Aufeinandertreffen überhaupt mit den Stuttgarterinnen verantwortlich. In der Tabelle rückten die Berlinerinnen bis auf zwei Zähler an den VfB heran.


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Trainerin Eta: "Sehr positiv"

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Auftritt", sagte Union-Cheftrainerin Marie-Louise Eta. "Das Spiel wurde von Beginn an sehr gut angenommen. Sowohl mit als auch gegen den Ball war das sehr positiv. Im zweiten Durchgang wollten wir unbedingt mit dem zweiten Treffer nachlegen und haben unmittelbar nach der Pause auch eine wirklich hohe Dominanz an den Tag gelegt."

Doppeltorschützin Lina Hausicke erklärte nach ihren ersten beiden Treffern im Union-Trikot: "Ich bin sehr glücklich. Die zurückliegenden vier Wochen zählen sicherlich zu den turbulentesten Wochen meines Lebens. Aber jetzt mit den zwei Siegen in der Bundesliga und dem Weiterkommen im Pokal, dazu noch selbst zwei Tore erzielt, kann ich wirklich sehr zufrieden sein. Jetzt freue ich mich auf etwas Ruhe in der Länderspielpause."

Sieben Wechsel beim VfB

Nach dem 3:2 nach Verlängerung im DFB-Pokal beim Zweitligisten 1. FFC Turbine Potsdam veränderte Nico Schneck, Trainer des VfB Stuttgart, sein Team auf sieben Positionen. Wie schon in den vorherigen Meisterschaftsspielen stand Laura Giuliani anstelle von Kiara Beck zwischen den Pfosten. Reena Wichmann war aufgrund von Knieproblemen nicht einsatzfähig. Außerdem blieben Muriel Dürr, Jana Beuschlein, Verena Wieder sowie Tamar und Fabienne Dongus zunächst auf der Bank. Ihre Plätze nahmen Daphina Redzepi, Kapitänin Maximiliane Rall, Mira Arouna, Adriana Achcinska, Luzie Zähringer und Nicole Billa ein.

Der 1. FC Union Berlin startete im Vergleich zum DFB-Pokal-Spiel beim 1. FC Magdeburg (5:0) mit drei Umstellungen. Verletzungsbedingt war Leela Egli diesmal nicht mit dabei. Außerdem rotierten Sophie Weidauer und Jella Veit aus dem Team. Dafür starteten Eileen Campbell, Amber Tysiak und Jill Janssens. Anna Aehling, Cara Bösl, Hannah Eurlings, Lisa Heiseler, Korina Janež, Ida Heikkinen, Mariann Noack, Nelly Smolarczyk und Tanja Pawollek standen weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Steuerwald aus der Distanz

Die Partie begann ausgeglichen. Sowohl der VfB Stuttgart als auch der 1. FC Union Berlin suchten früh den Weg nach vorne. Beide Defensiven agierten aber aufmerksam. Auf Seiten des VfB gerieten die Flanken von Maximiliane Rall und Mira Arouna aus vielversprechenden Positionen zu ungenau. Die bis dahin beste Möglichkeit verzeichneten die Berlinerinnen. Jill Janssens traf aus spitzem Winkel das Außennetz.

Kurz darauf ging der 1. FC Union sehenswert in Führung. Nach einem zunächst abgewehrten Angriff nahm die aufgerückte Abwehrspielerin Samantha Steuerwald Anlauf und platzierte ihren Schuss aus der Distanz unhaltbar zum 0:1 (24.) ins linke obere Eck. Auf der Gegenseite fälschte Amber Tysiak einen Stuttgarter Schuss noch ab, der Ball rollte knapp am Tor vorbei. Einige Minuten später setzte sich Nicole Billa im Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durch, schoss dann aber am Ziel vorbei.

Kurz vor der Pause hätten die Berlinerinnen ihre Führung fast ausgebaut. Nele Bauereisen nahm VfB-Torhüterin Laura Giuliani im Strafraum den Ball ab. Ihren Querpass ins Zentrum konnte Stuttgarts Adriana Achcinska aber im letzten Moment noch klären. Zur Halbzeit blieb es beim 1:0 für den 1. FC Union.

Böhi verhindert Anschluss

Schon kurz nach Wiederbeginn bauten die Berlinerinnen ihre Führung aus. Lina Hausicke köpfte eine Flanke von Jill Janssens unhaltbar zum 0:2 (51.) ins Tor. Der 1. FC Union blieb danach am Drücker. VfB-Torhüterin Giuliani musste innerhalb weniger Augenblicke bei zwei Schüssen von Naika Reissner und Eileen Campbell eingreifen.

Nach etwas mehr als einer Stunde nahm VfB-Trainer Nico Schneck seine ersten Wechsel vor. Verena Wieder, Leonie Schetter und Julia Mickenhagen ersetzten Chantal Hagel, Luzie Zähringer und Lenelotte Müller, um mehr Druck nach vorne zu erzeugen. Eine der neuen Spielerinnen stand auch direkt im Fokus: Nach einem Steilpass lief Verena Wieder alleine auf das Berliner Tor zu, scheiterte aber an Unions Torfrau Nadine Böhi. Nur wenige Augenblicke später hatte Verena Wieder nach einem weiteren schnellen Gegenzug erneut gegen die Schweizerin das Nachsehen. Stattdessen waren wieder die Berlinerinnen erfolgreich. Eileen Campbell eroberte an der Mittellinie den Ball und bediente ihre Mitspielerin Jill Janssens, die den Ball wuchtig zum 0:3 (73.) unter die Latte platzierte.

Der VfB Stuttgart war weiterhin um einen Treffer bemüht. Die inzwischen ebenfalls eingewechselte Jana Beuschlein verpasste es aber, sich an ihrem 31. Geburtstag in die Torjägerinnenliste einzutragen, weil erneut Union-Torhüterin Böhi zur Stelle war. Die Berlinerinnen zeigten sich dagegen weiterhin konsequenter. Nele Bauereisen behauptete sich in der Nähe der Eckfahne. Über Dina Orschmann landete der Ball bei Lina Hausicke, die mit einem platzierten Schuss ihren Doppelpack zum 0:4 (83.) perfekt machte. Weil Nicole Billa und Daphina Redzepi für den VfB Stuttgart jeweils wenige Zentimeter zu hoch zielten, blieben die Berlinerinnen erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer.

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