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·27. Juni 2026

5:0 zum EM-Auftakt: U 19-Frauen schlagen Gastgeber Bosnien und Herzegowina

Artikelbild: 5:0 zum EM-Auftakt: U 19-Frauen schlagen Gastgeber Bosnien und Herzegowina

Auftakt nach Maß: Die deutsche U 19-Nationalmannschaft der Frauen ist mit einem Sieg in die U 19-Europameisterschaft gestartet. Gegen Gastgeber Bosnien und Herzegowina feierte das Team von Melanie Behringer einen ungefährdeten 5:0 (1:0)-Erfolg und verschaffte sich so eine gute Ausgangsposition in der Gruppe A. Paula Rintzner sorgte für die Führung (36.), kurz nach der Halbzeit traf Felicia Sträßer doppelt (49., 57.), Emma Memminger erhöhte zum 4:0 (71.), und Lany Bäcker setzte mit einem spektakulären Distanzschuss zum 5:0 den Schlusspunkt (90.+5).

"Wir sind natürlich sehr glücklich über den 5:0-Sieg. Der Sieg geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung", sagte Behringer nach dem Spiel. "Wir waren über die gesamte Spielzeit sehr dominant. Allerdings hat uns gerade am Anfang etwas die Geduld gefehlt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht, haben die Abschlüsse gesucht und waren insgesamt zielstrebiger. Ich freue mich sehr für die Mädels. Sie sollen den Moment genießen und dann geht es am Dienstag gegen Polen weiter."


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Rintzner trifft noch vor der Halbzeit

Deutschland dominierte das EM-Eröffnungsspiel im FF BH Football Training Centre in Zenica von Beginn an. Die 706 Zuschauer*innen sahen eine offensiv engagierte DFB-Auswahl, die hoch verteidigte und den Spielaufbau der Gastgeberinnen immer wieder störte. Den ersten Abschluss setzte Stürmerin Helen Börner: Ihren Schuss aus halblinker Position parierte die bosnische Torhüterin Nadija Golubović ins Toraus (8.). Bei der anschließenden Ecke kam Mia-Lena Maas am langen Pfosten zum Kopfball, setzte den Ball aber knapp links am Tor vorbei.

Deutschland blieb gefährlich: Nach einer Passstafette schickte Maj Schneider Laila Portella tief, doch der Winkel war zu spitz, und ihr Schuss landete im Außennetz (12.). Wenig später zeigte sich aber auch Bosnien und Herzegowina offensiv: Nach einem schnellen Einwurf in der deutschen Hälfte flankte Hana Mešan auf Sara Mujdžić, deren Kopfball im hohen Bogen aufs Tor segelte und nur dank Janne Krumme noch über die Latte gelenkt werden konnte (15.). Insgesamt war die deutsche Torfrau in der ersten Halbzeit aber selten gefordert.

Doch Deutschland belohnte sich noch vor dem Seitenwechsel: Beim Klärungsversuch traf die Bosnierin Natalija Mirković nur die eigene Mitspielerin, sodass der Ball im Sechzehner vor die Füße von Börner fiel. Diese legte quer auf Paula Rintzner, die zuvor für die verletzte Zoe Schick ins Spiel gekommen war und den Ball im Fallen zum 1:0 ins bosnische Tor beförderte (36.). Und Deutschland wollte noch vor der Pause mehr: Marie Gmeineders Distanzschuss prallte ans Lattenkreuz, und auch Sträßer, von Eggert bedient, brachte den Ball noch einmal gefährlich vors Tor, doch es stand niemand zum Einschieben bereit (44.).

Bäckers Traumtor setzt den Schlusspunkt

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich Deutschland noch gefährlicher und mit mehr Zug zum Tor. Sträßer setzte sich an der rechten Strafraumkante gegen drei Bosnierinnen durch und schlenzte den Ball sehenswert über die bosnische Torhüterin hinweg zum 2:0 (49.). Nur acht Minuten später schnürte sie ihren Doppelpack: Nach einer Ecke stand sie goldrichtig und nickte zum 3:0 ein (57.). Wie schon in der ersten Halbzeit profitierte das deutsche Team von seiner stabilen Dreierkette: Lenelotte Müller, Luzie Zähringer und Mia-Lena Maas dirigierten den Spielaufbau und verhinderten zugleich konsequent die Konter der Bosnierinnen.

Das 4:0 leiteten zwei Eingewechselte ein: Elira Terakaj, die für Börner gekommen war, servierte mit einem scharfen Flachpass auf Emma Memminger, die zur Halbzeit für Eggert eingewechselt worden war. Von zwei Bosnierinnen bedrängt, vollendete Memminger aus kurzer Distanz zum 4:0 (71.). Den Schlusspunkt setzte Lany Bäcker in der Nachspielzeit: Ihr Distanzschuss aus über 20 Metern schlug oben rechts im bosnischen Tor ein – der 5:0-Endstand (90.+5).

Am Dienstag (ab 20 Uhr) steht für die U 19-Nationalmannschaft der Frauen das zweite Gruppenspiel gegen Polen auf dem Programm, bevor das Team im letzten Gruppenspiel am Freitag (ab 17 Uhr) auf Schweden trifft.

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