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·8. Februar 2026

5:1! Diáz überragt, Tah und Davies schwächeln – Der FC Bayern in der Einzelkritik

Artikelbild:5:1! Diáz überragt, Tah und Davies schwächeln – Der FC Bayern in der Einzelkritik

Im Top-Spiel am Samstagabend empfing der FC Bayern München am 21. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga die TSG aus Hoffenheim. In einem auf dem Papier zwar sehr eindeutigen Spiel, das in Wahrheit aber bei weitem keine so einseitige Angelegenheit war, konnten sich die Bayern am Ende mit 5:1 gegen die seit der 17. Spielminute in Unterzahl agierenden Hoffenheimer durchsetzen. Wie sich dabei die einzelnen Münchner schlugen, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik. 

Manuel Neuer: Der Routinier im Bayern-Kasten zeigte ein wechselhaftes Spiel. In der 33. Spielminute parierte Neuer noch überragend gegen den im Strafraum freigespielten Andrej Kramarić, nur um dann zwei Minuten später völlig ohne not einen viel zu lässigen Chip-Ball in den Fuß von Fisnik Asllani zu spielen, der dann wiederum Kramarić bediente, der zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer einschieben konnte. In der 57. Spielminute wiederum parierte Manuel Neuer stark gegen Asllani. (Note: 3)


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Josip Stanišić: Defensiv machte der Aushilfsrechtsverteidiger seine Sache gut und blieb in den Zweikämpfen stabil, wobei er sich zahlreiche Duelle mit dem schnellen Bazoumana Touré lieferte. In der Vorwärtsbewegung und im Flankenspiel allerdings wurden die technischen Defizite des Kroaten schnell sichtbar. (2,5)

Dayot Upamecano: Der in den letzten Wochen wegen seiner Vertragssituation in München viel in den Medien diskutierte Franzose zeigte in dieser Partie von Beginn an gleichermaßen seine Qualitäten als auch seine Schwächen, indem er beim Pressing zwar weit rausrückte und den Gegner früh störte, beim Zurücklaufen allerdings gerne mal den einen Schritt zu spät war, was die Gäste zu Chancen einlud. (Note: 3)

Jonathan Tah: Der deutsche Nationalspieler hatte anfangs Probleme, einen Fuß in die Partie zu bekommen und zeigte sich vor allem gegen die technisch starken Andrej Kramarić und Fisnik Asllani etwas behäbig, wodurch die Hoffenheimer trotz Unterzahl im Offensivspiel ihre Räume bekamen. In der 63. Spielminute wurde Tah dann durch Hiroki Itō ersetzt. (Note: 4)

Alphonso Davies: Man merkte dem lange Zeit wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallenen Kanadier dessen mangelnde Spielpraxis früh an. In den Zweikämpfen war Davies selten mit der nötigen Robustheit unterwegs und traf mit dem Ball am Fuß zu oft die falsche Entscheidung. Dennoch war er viel unterwegs und hielt über seine linke Seite die Breite, was seinem Vordermann Luis Díaz die Möglichkeit gab, sich in der Offensive frei zu bewegen. Defensiv hingegen war Alphonso Davies insgesamt zu wenig präsent und gab so vor allem Vladimír Coufal die Räume, um Bälle in den Strafraum der Münchner zu schlagen. In Laufe der Partie schaffte es der 25-Jährige immer mehr, seine Unsicherheiten abzustellen und einen Fuß in die Begegnung zu bekommen. In der 80. Spielminute ging Davies dann für Konrad Laimer vom Platz. (Note: 3,5)

Joshua Kimmich: In den letzten Wochen allgemein nicht mehr so stark wie zu Beginn der Saison, machte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft anfangs zwar kein schlechtes Spiel, konnte der Begegnung aber nicht durch große Kreative Aktionen seinen Stempel aufdrücken und wählte auffallend oft den sicheren Pass zur Seite. Je länger die Partie ging, desto mutiger wurde Kimmich auch und spielte zunehmend schöne Pässe, die aber Kane und Konsorten aber nicht immer angemessen nutzen konnten. (Note: 2)

Aleksandar Pavlović: Auch in diesem Spiel wieder das Metronom im Bayern-Spiel spielte Pavlović sehr linkslastig, um vor allem Luis Díaz in Szene zu setzen. Dies gelang zwar gut, jedoch bleib der 21-Jährige dabei insgesamt recht statisch und nahm in der einen oder anderen Situation, wo sich Räume geboten hätten, unnötig das Tempo raus. Nach hinten hinaus wurde der deutsche Nationalspieler stärker und suchte auch mal selbst den Abschluss, ohne dabei zwingend zu sein. (Note: 2)

Michael Olise: Mit dem Ball am Fuß technisch zwar immer noch über alle Zweifel erhaben, hielt sich der französische Nationalspieler mit seinen Dribblings zunächst noch etwas zurück und zeigte stattdessen durch kluge Pässe seine Spielmacherqualitäten, wirkte dadurch aber anfangs nicht wirklich auffällig. In der zweiten Hälfte war Olise dann aber deutlich mehr zu sehen und erhöhte den Druck auf den gegnerischen Kasten und bereitete in der 62. Spielminute das 4:1 durch Luis Díaz vor. Direkt nach dieser Aktion musste der 24-Jährige für Lennart Karl weichen. (Note: 2,5)

Serge Gnabry: Eher als zweite Spitze, denn als Zehner agierend, lief der 30-Jährige im Pressing früh an und schuf so den übrigen Offensivspielern der Bayern immer wieder Räume. Im Passspiel hatte Gnabry zwar mehrere gute Ideen, die dann aber nicht immer richtig umgesetzt wurden. Nach 62 Minuten ging der deutsche Nationalspieler dann für Jamal Musiala vom Platz. (Note: 3)

Luis Díaz: In der ersten Halbzeit ganz klar der beste Mann auf dem Platz, zog der Kolumbianer immer wieder in die Mitte oder wechselte sogar auf den rechten Flügel und machte allgemein viel Alarm rund um den Hoffenheimer Strafraum. Im Zuge seines cleveren Dribblings holte Díaz gleich beide Elfmeter heraus und vollstreckte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sogar noch cool zum 3:1 nach einem Konter über Harry Kane. Auch in der zweiten Halbzeit ließ der energiegeladene Ex-Liverpooler nicht nach und legte in der 62. Spielminute das 4:1. In der 89. Spielminute konnte Diáz nach einem wunderbaren verdeckten Schuss seine Leistung sogar noch mit einem Dreierpack krönen. (Note: 1)

Harry Kane: Vom Punkt war der Engländer wieder gewohnt eiskalt und verwandelte seine Elfmetertore Nummer 100 und 101, ließ sich ansonsten wieder wie gewohnt tief fallen und agierte häufig als verkappter Spielmacher. Als solcher leitete Kane auch das 4:1 ein, als er durch einen schönen Diagonalball Michael Olise schickte, der den Treffer dann durch einen Pass in die Mitte vorbereitete. Im Strafraum aus dem Spiel heraus war Harry Kane in seiner Chancenverwertung ungewohnt fahrig. Nach 67 gespielten Minuten wurde der Stürmer-Star dann durch Nicolas Jackson ersetzt. (Note: 2)

Hiroki Itō (ab Spielminute 63): Der Ersatz für Jonathan Tah kam seiner Aufgabe gewissenhaft nach, blieb in den Zweikämpfen stabil und konnte gleich mehrfach im eigenen Strafraum klären. Nach vorne hin fand der Japaner aber praktisch gar nicht statt. Wirklich auffällig war Itō aber nicht, was in diesem Kontext tatsächlich für ihn spricht. (Note: 2,5)

Lennart Karl (ab Spielminute 63): Für Michael Olise eingewechselt versuchte der 17-Jährige von seiner rechten Seite immer wieder das Offensivspiel der Bayern zu befeuern, hatte damit aber nur mäßigen Erfolg. Seine gutgedachten Zuspiele kamen nicht immer an und seinen Abschlüssen mangelte es etwas an Schärfe und Präzision. (Note: 3,5)

Jamal Musiala (ab Spielminute 63): Auch "Bambi" war die lange Ausfallzeit anzumerken. So versuchte er nach seiner Einwechslung zwar viel, blieb aber mit seinen Dribblings meist am Gegenspieler hängen und zeigte in den Zweikämpfen physische Defizite. Dennoch durfte sich der 22-Jährige über seine nächste Torbeteiligung freuen, indem er das 5:1 durch Luis Díaz auflegte. (Note: 2,5)

Nicolas Jackson (ab Spielminute 68): Der Leih-Spieler vom FC Chelsea, der Harry Kane ersetzte, machte insgesamt eine sehr unglückliche Figur. Gleich dreimal wurde Jackson gut in Szene gesetzt, um entweder selbst sein Tor zu machen, oder zumindest eines einzuleiten, traf aber stets die falsche Entscheidung und blieb mehrmals am Gegenspieler hängen. (Note: 4,5)

Konrad Laimer (ab Spielminute 80): In den Schlussminuten für Alphonso Davies gekommen, trieb der Österreicher den Ball noch einige Male aus der eigenen Hälfte nach vorne, war aber insgesamt nicht viel zu sehen. Wegen der kurzen Einsatzzeit und der wenigen Aktionen Laimers entfällt hier die Bewertung.

Foto: Sebastian Wildmann / Getty Images 

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