55-Millionen-Klausel: So könnte Araújos Leihe zu Liverpool zum Dauer-Transfer werden | OneFootball

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·20. September 2026

55-Millionen-Klausel: So könnte Araújos Leihe zu Liverpool zum Dauer-Transfer werden

Artikelbild:55-Millionen-Klausel: So könnte Araújos Leihe zu Liverpool zum Dauer-Transfer werden

Ronald Araújo wechselte im Sommer überraschend auf Leihbasis von Barcelona nach Liverpool – zunächst angeblich ohne Kaufoption. Jetzt hat Fabrizio Romano seine eigene Meldung korrigiert: Der FC Liverpool besitzt sehr wohl eine Option, den Uruguayer fest zu verpflichten. Für 55 Millionen Euro. Und an der Anfield Road ist man von dem Innenverteidiger bereits begeistert.

Es war einer der überraschendsten Deals des Sommers: Am 11. August 2026 machte der FC Liverpool die Leihe von Ronald Araújo perfekt – ablösefrei, mit voller Gehaltsübernahme durch die Reds und einem Gehaltsverzicht des Spielers, um den Wechsel möglich zu machen. Zunächst hieß es, das Geschäft enthalte keine Kaufoption. Diese Darstellung stammte ausgerechnet von Fabrizio Romano – der sie inzwischen selbst einkassiert hat.


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Romanos seltener Fehler – und die Korrektur

In einem YouTube-Video räumte Romano einen „seltenen Fehler“ ein: Die Leihe beinhaltet doch eine Kaufoption, und zwar über rund 55 Millionen Euro (etwa 47 Millionen Pfund), ziehbar im Juni 2027. Entscheidend: Die Klausel ist nicht verpflichtend. Liverpool kann, muss aber nicht. Damit hat der Klub einen komfortablen Hebel in der Hand – ein risikoarmes Probejahr mit klar definiertem Preisschild für den Ernstfall.

Romanos Fazit fällt eindeutig aus: Liverpool sei mit Araújos bisherigen Auftritten „delighted“, ein „excellent addition“, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Abwehrseite einsetzbar ist.

Warum Liverpool zugriff

Der Hintergrund des Deals ist eine handfeste Personalnot in der Abwehr. Ibrahima Konaté zog es zu Real Madrid, Joe Gomez laborierte an einer Muskelverletzung, und Neuzugang Jérémy Jacquet fehlte nach einer Schulteroperation. Araújo bot genau das, was Liverpool brauchte: erfahrene, sofort einsatzfähige Absicherung – flexibel, führungsstark und ohne langfristiges finanzielles Risiko.

Warum Barça ihn ziehen ließ

Auf der anderen Seite passte der 27-jährige Uruguayer nicht mehr ins Konzept. Unter Trainer Hansi Flick galt Araújo taktisch als nicht ideal, dazu kam eine durchwachsene Saison mit nur elf LaLiga-Einsätzen – unter anderem nach einer Auszeit im November 2025. Dass er die Katalanen im Mai dennoch als Kapitän zum Meistertitel geführt hatte, unterstreicht, welches Standing er trotz allem genoss. Die Leihe war für beide Seiten ein Befreiungsschlag: Barça entlastet den Kader und die Gehaltskasse, Araújo bekommt einen Neustart. Sportdirektor Deco gab grünes Licht.

Vertraglich ist der Innenverteidiger noch bis 2031 an Barcelona gebunden (Verlängerung im Januar 2025) – umso wichtiger die klar geregelte Kaufoption, sollte Liverpool 2027 Nägel mit Köpfen machen wollen.

Einordnung

Für Liverpool ist die Konstruktion nahezu ideal: ein gestandener Champions-League-erprobter Verteidiger, ohne Leihgebühr, mit fixiertem Kaufpreis für den Fall, dass es passt. Läuft Araújos Jahr an der Anfield Road weiter so überzeugend wie bislang, dürften 55 Millionen Euro im Sommer 2027 wie ein Schnäppchen wirken – zumal für einen Spieler, der auf gleich zwei Abwehrpositionen eine Lösung ist. Barcelona wiederum hat sich die Tür für eine saubere Trennung offengehalten. Der nächste Wendepunkt in dieser Personalie ist damit terminiert: Juni 2027.

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