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·25. April 2026

Abschalt- statt Umschaltfußball: FCK vor großen Fragen

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Das „ruhige Austrudeln“ der Saison ist fehlgeschlagen. Die 0:2-Niederlage gegen die schwachen Braunschweiger brachte das Fass zum Überlaufen. Während zur Halbzeit bereits einige Unmutsbekundungen zu vernehmen waren, entbrannte nach dem Abpfiff ein Pfeifkonzert, das an dunkle Zeiten erinnerte. Viel schwerer als das Ergebnis wiegt jedoch der erneut mutlose Auftritt des Teams von Torsten Lieberknecht. Thomas Hengen und Marcel Klos stehen vor der großen Aufgabe, die Euphorie für die kommende Saison auf den Betzenberg zurückzuholen. Dazu gehört auch, alles, was in den vergangenen Monaten passiert ist, zu hinterfragen.

Welche Spieler sind die Richtigen?

Die Niederlage gegen die Löwen war eine Niederlage der Mannschaft und nicht des Trainers. Dieser hat, wie Thomas Hengen, schon vergangene Woche das Team in die Pflicht genommen. Dabei wurden Konsequenzen angekündigt, die spätestens im Sommer sehr wahrscheinlich umgesetzt werden. Fakt ist: Das Team hat einen Charaktertest zum wiederholten Mal nicht bestanden. Bei jedem Spieler, der in dieser Saison für Rot-Weiß aufgelaufen ist, muss gründlich überlegt werden, ob der Betzenberg auch künftig der richtige Arbeitgeber ist.


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Lustlose Auftritte wie in Kiel, Nürnberg und jetzt gegen Braunschweig sind respektlos gegenüber den Menschen, die ihre Wochenenden um den FCK planen und in der Saison Tausende Kilometer zurücklegen. Ein Umbruch steht ohnehin an. Fünf Spieler werden den Verein mit Sicherheit verlassen. Akteure wie Luca Sirch oder Mahir Emreli scheinen aus diversen Gründen keine Zukunft in Kaiserslautern zu haben. Um das in Fankreisen diskutierte Ziel Aufstieg 2027 zu erreichen, braucht es das, was dem Kader fehlt: Führungsspieler.

Welcher Trainer ist der Richtige?

Der Elefant im Raum ist die Frage: Was ist mit Torsten Lieberknecht? Angesichts der Historie Hengens mit Trainern ist der Bad Dürkheimer stark angeknockt. Dabei ist die Diskussion keineswegs unberechtigt. Denn Lautern fällt besonders das Spiel mit dem Ball schwer, hier muss zwingend eine Entwicklung stattfinden. Gegen Braunschweig kam der FCK häufig ins Angriffsdrittel, scheiterte allerdings an seiner desolaten Flankenqualität und der schwachen Strafraumbesetzung. Da die Spieler diese Flankenqualität grundsätzlich durchaus besitzen, muss zumindest erörtert werden, ob Spieler und Trainer am selben Strang ziehen. Die „Kein-Bock-Leistung“ der Pfälzer stellt ein intaktes Verhältnis zwischen beiden infrage.

Dennoch: Wenn es einen Trainer gibt, an dem man die viel gepredigte Konstanz üben möchte, dann bringt Torsten Lieberknecht alles mit, was eine zweite Chance verdient. Zumal es zugegebenermaßen seltsam klingt, bei Tabellenplatz sieben von einer zweiten Chance zu sprechen.

Welche Ambition ist die Richtige?

Damit wären wir bei der Gretchenfrage schlechthin. Wohin will der FCK? In die Bundesliga. Das ausgerufene Saisonziel, die Top 6, wird man jedoch vermutlich nicht erreichen. Angesichts der Stimmung rund um den Verein könnte man meinen, die Roten Teufel würden krachend an den selbst gesteckten Zielen scheitern. Das ist jedoch nicht der Fall. In einer Liga, deren Spitze enorm an Qualität gewonnen hat, ist ein Tabellenplatz nur bedingt aussagekräftig. Der Blick nach oben hat den Pfälzern besonders geschadet, denn im Vergleich zu Hannover, Schalke, Paderborn, Elversberg und auch Darmstadt ziehen die Roten Teufel eindeutig den Kürzeren. Dieser ständige Vergleich ist Gift für die Erwartungshaltung und heizt das ohnehin unruhige Umfeld weiter an.

Unabhängig davon, wie diese Fragen beantwortet werden: Klar ist, dass die Roten Teufel – wieder einmal – vor einem Umbruch stehen und wieder einmal große Ziele vor Augen haben.

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