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·1. Juli 2026

"Abschied sehr schmerzhaft": Marcelo Bielsa ergreift das Wort

Artikelbild:"Abschied sehr schmerzhaft": Marcelo Bielsa ergreift das Wort

Nach dem bitteren Ausscheiden gegen Spanien musste Uruguay-Trainer Marcelo Bielsa heftige Kritik einstecken. Der 70-Jährige gab nun eine Pressekonferenz, in der er sich erklärte.

Spielern waren zehn Minuten Ansprachen zu lange

Marcelo Bielsa bestätigte sein Aus als Trainer bei der uruguayischen Nationalmannschaft in einer Pressekonferenz und erklärte seine Sicht der Dinge. Dabei kam er auf seine Beziehung mit Federico Valverde, das Ausscheiden und weitere Themen zu sprechen.


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Ein Rückblick:

  1. Uruguay startet mit einem 1:1 gegen Saudi-Arabien in die WM. Nach einem Rückstand gleicht die Celeste zwar aus, findet trotz eines Sturmlaufs in der zweiten Halbzeit nicht den Weg am sensationellen Schlussmann Mohammed Al-Owais vorbei.
  2. Gegen Kap Verde kassierte man zwei Gegentore durch zwei Fehler. Auch dort brachten die Offensivbemühungen nichts. Gegen
  3. Spanien hieß es Do-or-die für die Celeste. Mit 0:1 und einer unrühmlichen Roten Karte von Agustin Canobbio war das Schicksal besiegelt.

Ein Thema waren die Ansprachen. "Sie (die Spieler, Anm. d. Red) forderten, die gemeinsamen Besprechungen zu den vergangenen Spielen zu reduzieren; ich war immer der Meinung, dass es sinnvoll sei, die Fehler und Stärken der bisherigen Leistungen zu analysieren." Sie hätten "nie länger als zehn Minuten" gebraucht. Eine Entscheidung, zu der er in Abstimmung mit der Mannschaft kam.

Über das Ausscheiden und seinen Abgang erklärte Bielsa: „Für mich ist dieser Abschied natürlich sehr schmerzhaft. Wegen der Hoffnungen, die ich mir gemacht hatte, als ich dieses Projekt übernommen habe, wegen des schlechten Ausgangs und wegen der Anstrengungen, zu denen ich viele Menschen, insbesondere die Spieler, mitgerissen habe, die einen enormen Einsatz gezeigt haben.“

Lob für Muslera, keine Feindschaft mit Valverde

Als großer Kritikpunkt galt Bielsas Beziehung mit der Mannschaft. Der Argentinier ist eher als spielerferner Trainer bekannt, der diese auch in der Höflichkeitsform anspricht. Zu Fernando Muslera, der an allen Gegentoren maßgeblich beteiligt war, fand er positive Worte: „Er (Muslera) sagte mir, er sei emotional so mitgenommen von dem begangenen Fehler, dass er lieber nicht mehr spielen wolle, da die Chancen der Mannschaft noch intakt seien und er nicht in der besten Verfassung sei, um die zweite Halbzeit zu bestreiten. Ich fand das sehr großmütig und großzügig – etwas, das im heutigen Fußball eher selten ist.“

Über Federico Valverde sagte er: „Ich hatte nie ein Problem mit [Federico] Valverde. Ich habe noch bei keinem Spieler so viele Zugeständnisse gemacht wie bei Valverde, denn ich glaube, er hat sie verdient.“, und hob im Anschluss auch dessen Einsatzbereitschaft, auf jeder gewünschten Position zu spielen, hervor.

Abschließend erklärte Bielsa: „Ich gehe nicht zufrieden nach Hause. Wir haben das Unmögliche versucht, ich habe die Spieler bei der Verfolgung ihrer Ziele begleitet, und es ist nun einmal so gekommen, wie es gekommen ist“.

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