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·10. August 2026
Abschiedskandidaten beim HSV: Diese fünf Profis könnten noch gehen

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·10. August 2026

Beim Hamburger SV läuft die Kaderplanung für die zweite Bundesliga-Saison nach der Rückkehr ins Oberhaus weiter auf Hochtouren. Während Sportdirektor Claus Costa nach den Abgängen von Robert Glatzel, Damion Downs und Ransford Königsdörffer vor allem im Sturm noch nach Verstärkung sucht (90min berichtete), könnten einige Profis den Verein bis zum Transferschluss noch verlassen. Diese fünf Spieler gelten aktuell als heißeste Verkaufskandidaten.

Auf dem Abstellgleis: Jean-Luc Dompé | NurPhoto/GettyImages
Bei dem 30 Jahre alten Franzosen stehen die Zeichen ganz klar auf Abschied, der Flügelstürmer hat in Hamburg keine Zukunft mehr. Nachdem Dompé zu Jahresbeginn zum wiederholten Mal neben dem Platz für Negativschlagzeilen gesorgt hatte und zwischenzeitlich suspendiert worden war, legte er gleich zum Start in die Saisonvorbereitung den nächsten Fauxpas nach. Berichten zufolge war Dompé mit nicht ausreichenden Fitnesswerten aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt. Die ersten Vorbereitungswochen präsentierte er sich dementsprechend undynamisch - endgültig zu viel für den Verein, der Dompé für Gespräche mit anderen Klubs freistellte und nicht mit ins dritte Trainingslager nahm. Einen Weg zurück gibt es nicht mehr. Dompé darf weder mit den Profis noch mit der Hamburger U21 trainieren - und auch die Mannschaft steht hinter der Entscheidung der Verantwortlichen. "Um bei uns zu spielen, musst du ein gewisses Fitnesslevel haben, du musst intensiv sein. Jean-Luc hat eine unfassbare Qualität, die würde ich ihm nie absprechen. Vielleicht war es aber zu wenig für die Art, wie wir Fußball spielen wollen", wird Kapitän Nicolai Remberg zitiert. Dompé bestritt in vier Jahren 113 Partien für den HSV und verbuchte dabei 18 Tore und 33 Vorlagen. In der zurückliegenden Spielzeit hatte er immer wieder wegen Verletzungen pausieren müssen. Wohin es ihn nun ziehen könnte, ist noch offen. Dompés Vertrag läuft noch ein Jahr.

Immanuel Pherai im Testspiel gegen Everton | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
Weniger klar ist die Situation bei Immanuel Pherai (25). Der Offensivspieler, der in der Rückrunde der vergangenen Saison an Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg ausgeliehen war, bekommt in der laufenden Vorbereitung durchaus Einsatzzeiten. Beim 2:2 gegen den OSC Lillte hinterließ Pherai in 80 Minuten Spielzeit einen positiven Eindruck. Und auch in den vorangegangenen Tests sammelte er einige Minuten.An seiner Situation ändert dies jedoch perspektivisch nichts, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Es ist damit zu rechnen, dass der HSV im Offensivbereich noch einmal nachlegt und Pherais Chancen auf Pflichtspieleinsätze wieder geschmälert werden - zumal Neuzugang Bilal Nadir als Konkurrenz gerade auch noch verletzt fehlt. Sowohl der Nationalspieler Surinames als auch der Verein streben daher weiter einen Transfer an. Die Ende Juni von der SV Elversberg gebotene Ablöse von unter einer Millionen Euro war dem HSV allerdings dem Vernehmen nach noch zu wenig. Aktuell soll es keine weiteren konkreten Angebote geben, Pherais Vertrag läuft noch bis 2027.

Ebenfalls ein Streichkandidat: Daniel Elfadli | Fabio Deinert/GettyImages
Anders als Pherai kann sich Daniel Elfadli (29) derzeit kaum durch gute Leistungen ins Schaufenster stellen. Gegen den französischen Champions-League-Teilnehmer aus Lille erhielt der Innenverteidiger einmal mehr die geringste Spielzeit aller Hamburger Verteidiger. Will er in der kommenden Saison nicht auf der Bank, oder gar auf der Tribüne versauern, sollte sich Elfadli intensiver nach einem neuen Klub umschauen - auch wenn Claus Costa Ende Juli noch betont hatte, dass kein Spieler mit Vehemenz aus dem Kader gedrängt werden solle."Der eine oder andere Spieler kann aber antizipieren, dass er woanders möglicherweise größere Chancen auf mehr Spielzeit hätte", hatte Costa im Bild-Interview vielsagend erklärt. Zu diesen Spielern dürfte auch Elfadli gehören. Dessen Chancen auf Einsatzzeit dürften durch die geplante Verpflichtung von Sebastian Bornauw weiter schrumpfen. Der Druck auf Elfadli wächst, dabei hatte er die Vorbereitung nutzen wollen, um sich beim HSV noch einmal neu zu empfehlen, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Dem Bericht zufolge ist der Wechselwunsch des einstigen Aufstiegshelden, der erst kürzlich seine Beratungsagentur wechselte, noch nicht an die HSV-Führung herangetragen worden. Der Vertrag des 2024 zum HSV gekommenen Schwaben läuft noch bis 2028.

Emir Sahiti auf der HSV-Bank | Selim Sudheimer/GettyImages
In einer ähnlichen Klemme steckt auch Emir Sahiti (27) aus, der in der Vorbereitung ebenfalls nur wenig Spielzeit erhält. Sahiti soll den HSV in diesem Sommer verlassen, allerdings liegen laut des Hamburger Abendblatts auch für den Kosovaren noch keine konkreten Angebote vor. Sahiti hatte die vergangene Rückserie bei Maccabi Tel Aviv verbracht und dort den israelischen Pokal gewonnen. In Hamburg geht der Rechtsaußen ins letzte Vertragsjahr, 2024 war er aus Kroatien von Hajduk Split gekommen.

Wohin geht es für Fabio Baldé? | DeFodi Images/GettyImages
Bewegung gibt es derweil auch bei Fabio Baldé (21). Der Flügelstürmer, der in der laufenden Vorbereitung verletzungs- und krankheitsbedingt komplett außen vor war, soll schon seit Monaten im Blickfeld mehrerer Vereine stehen. Zwei Klubs sollen die Bemühungen laut der Hamburger Morgenpost nun intensiviert haben, ein Abgang im laufenden Transfersommer zeichne sich ab. Ein Transfer Baldés könnte dem HSV eine stattliche Summe in die Kasse spülen, die Rothosen etwa für die Stürmersuche gut gebrauchen könnten. Der Youngster ist noch langfristig gebunden, sein Vertrag läuft noch bis 2029. Baldés Marktwert wird auf rund fünf Millionen Euro taxiert. In der vergangenen Saison kam er auch aufgrund von Verletzungen nur auf 16 Einsätze (ein Tor, ein Assist).
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