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·26. Mai 2026
Abstieg nach 29 Jahren: Wolfsburg vor radikalem Neustart

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·26. Mai 2026

Der Alptraum ist Realität geworden für den VfL Wolfsburg. Nach einer 1:2-Niederlage im Relegationsrückspiel beim SC Paderborn steht fest: Der VfL steigt erstmals seit 29 Jahren aus der Bundesliga ab.
Es war ein bitterer Abend, der lange auf der Kippe stand, am Ende aber mit einer Entscheidung endete, die in Wolfsburg eine Zeitenwende einleitet. Nach einer Saison mit wenigen Höhen dafür aber sehr viel Tiefen ist der Gang in die 2. Bundesliga nun Gewissheit.
Mit dem Abstieg beginnt beim VfL eine Phase, die in ihrer Wucht und Geschwindigkeit kaum zu überschätzen ist. Der Klub steht vor einem kompletten Umbruch, der in Rekordzeit umgesetzt werden muss. Denn die neue Saison in der 2. Bundesliga startet bereits am 7. August 2026, nur wenige Wochen nach dem Ende der FIFA-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Die Zeit drängt also massiv. Kaderplanung, Trainerfrage und Führungsstruktur müssen praktisch gleichzeitig neu aufgestellt werden.
Der Vertrag von Trainer Dieter Hecking läuft mit Saisonende aus und wird nach aktuellem Stand nicht verlängert. Damit steht der VfL ohne Cheftrainer da. Eine schnelle Nachfolgeregelung ist zwingend notwendig, um die Vorbereitung auf die 2. Liga überhaupt strukturiert beginnen zu können.
Auch auf Führungsebene herrscht weiterhin Baustelle. Ein Geschäftsführer Sport wird dringend gesucht. Nach der Freistellung von Peter Christiansen im März hatten zunächst Diego Benaglio und Pirmin Schwegler interimsweise die sportliche Verantwortung übernommen. Doch mit der nun endgültig feststehenden Ligazugehörigkeit wächst der Druck, eine dauerhafte Lösung zu finden. Medien berichten darüber, dass Hecking vielleicht diese Rolle im Verein übernehmen könnte. Aber auch eine Beraterrolle soll im Raum stehen.
Besonders groß wird die Herausforderung im Kader. Es ist davon auszugehen, dass viele Spieler den Verein verlassen werden, da die 2. Bundesliga für zahlreiche Profis keine langfristige Perspektive bietet und nach der schlechten Kaderzusammenstellung für einen Neuaufbau auch nicht in Frage kommen.
Nur ein kleines Grundgerüst dürfte in Wolfsburg bleiben. Der neue sportliche Leiter muss daher in kürzester Zeit einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenstellen, der den direkten Wiederaufstieg ermöglichen kann. Dafür braucht es nicht nur ein gutes Netzwerk, sondern auch Erfahrung im Umgang mit der 2. Liga und deren Besonderheiten.
Der Abstieg trifft den VfL hart, aber er zwingt den Klub auch zu grundlegenden Entscheidungen. Wie schnell der Neustart gelingt, wird darüber entscheiden, ob der Verein in der 2. Liga nur eine Durchgangsstation erlebt oder ob ein längerer Umbruch bevorsteht. : Für den VfL Wolfsburg beginnt jetzt eine der schwierigsten Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte.







































