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·16. September 2026
Acht Tage nach dem Kollaps: Karetsas trainiert wieder mit dem BVB – Stuttgart im Blick

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Der Schreckmoment vom Champions-League-Auftakt ist acht Tage alt, jetzt gibt es die Nachricht, auf die Borussia Dortmund gewartet hat: Konstantinos Karetsas steht wieder auf dem Trainingsplatz. Am Mittwoch absolvierte der 18-Jährige die erste komplette Einheit mit der Mannschaft, und Trainer Niko Kovac hat das Topspiel beim VfB Stuttgart am Samstag bereits als Comeback-Termin ins Auge gefasst.
Beim 3:2 gegen Villarreal war Karetsas nach 23 Minuten ohne Fremdeinwirkung zu Boden gegangen. Kurz zuvor hatte er noch ein Dribbling angezogen und einen Pass gespielt, dann hob er den Arm und ließ sich auf den Rasen sinken. Mit Tränen in den Augen wurde er unter dem Applaus des Signal Iduna Parks vom Platz getragen und ins Krankenhaus gebracht. Sportdirektor Ole Book kündigte noch am Abend an, man wolle der Sache auf den Grund gehen. Seine Mutter nannte gegenüber der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad Durchblutungsstörungen infolge von Dehydrierung als Ursache, der BVB bestätigte das später.
Die Untersuchungen fielen so gründlich aus, wie es der Fall verlangte. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sagte bei DAZN, man habe den Spieler drei Tage lang auf den Kopf gestellt und befürchte keine Langzeitschäden. Kovac bestätigte vor dem 3:0 gegen Paderborn bei Sky, es sei nichts Auffälliges festgestellt worden, Karetsas habe bereits eine erste individuelle Einheit absolviert und solle in den nächsten Tagen zur Mannschaft stoßen.
Genau so kam es. Das Paderborn-Spiel verfolgte Karetsas noch von der Tribüne, am Wochenende trainierte er individuell, am Dienstag drehte er laut Ruhr Nachrichten mit Samuele Inacio und Enzo Duarte erste lockere Laufrunden im Teamrahmen, am Mittwoch folgte die volle Einheit. Der Klub meldete es in den sozialen Medien mit den Worten, Kos sei wieder beim Team.
Kovac hatte die Perspektive schon vor dem Paderborn-Spiel klar benannt: Wenn es weiter gut laufe und Karetsas normal mit der Mannschaft trainiere, sei er in Stuttgart eine Option. Dass er im Kader steht, gilt inzwischen als wahrscheinlich. Ob es für die Startelf reicht, ist eine andere Frage. Der BVB will den Teenager Schritt für Schritt an die volle Belastung heranführen, und mit Serhou Guirassy und Fabio Silva hat Kovac gegen Paderborn ein Sturmduo gesehen, das funktioniert hat. Ein Comeback als Joker ist deshalb das wahrscheinlichere Szenario. Nach Stuttgart beginnt die Länderspielpause, spätestens danach soll Karetsas wieder voll integriert sein.
Für Dortmund ist die Rückkehr mehr als eine Personalie. Karetsas war im Sommer für rund 30 Millionen Euro von Genk gekommen, als Nachfolger von Julian Brandt eingeplant, mit zehn Länderspielen für Griechenland im Gepäck und einem Tor bereits im Test gegen Arsenal. Ein zweiter langer Ausfall eines Neuzugangs wäre bitter gewesen, nachdem sich Giannis Konstantelias schon am ersten Spieltag gegen den HSV das Kreuzband gerissen hatte. Stattdessen entspannt sich die Lage: Nico Schlotterbeck ist in Form zurück, Ramy Bensebaini wieder verfügbar, es fehlen nur noch Emre Can, Konstantelias und Filippo Mane. Wenn Karetsas am Samstag um 18:30 Uhr in Stuttgart auf dem Rasen steht, wäre es sein sechstes Spiel für den BVB, sechs Wochen nach seinem Wechsel.







































