Borussia Dortmund
·7. September 2026
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Auch am Samstag hatten weit mehr als 10.000 Schwarzgelbe die Reise nach Sinsheim angetreten. Unkundige hätten der Meinung sein können, die schwedische Nationalmannschaft würde dort spielen, da weite Tribünenbereiche in Gelb und Blau durchmischt waren. „Es waren ja gefühlt mehr BVB-Fans im Stadion als Hoffenheimer“, meinte Geschäftsführer Lars Ricken mit einem Augenzwinkern.
Doch die Mannschaft der TSG Hoffenheim gab zunächst den Ton an und ging kurz nach der Halbzeitpause verdientermaßen mit 2:0 in Führung. Der BVB meldete sich nach einer Stunde zurück, markierte innerhalb von fünf Minuten zunächst den Ausgleich durch die Treffer von Serhou Guirassy und Fabio Silva, in der 86. Minute führte eine abgefälschte Hereingabe von Ethan Nwaneri zu einem Eigentor und damit zum 3:2-Sieg für den BVB.
Wieder einmal späte BVB-Treffer in Sinsheim!
Im September 2023 ging der BVB mit einem 2:1 in die Pause, verlor nach 70 Minuten jedoch Ramy Bensebaini mit einer Gelb-Roten Karte. In Unterzahl verteidigte die Mannschaft den knappen Vorsprung. In der fünften Minute der Nachspielzeit setzte Julian Ryerson tief in der eigenen Hälfte zu einem Solo an, das er mit dem Treffer zum 3:1-Endstand garnierte.
Eine Saison später, im April 2025, führte Schwarzgelb nach Ablauf der 90 Minuten mit 2:1. Doch dann traf Pavel Kaderabek zum 2:2. Im Kampf um die Champions-League-Teilnahme fehlten nun zwei wichtige Punkte. Die wollte Waldemar Anton nicht verloren geben. In der fünften Minute der Nachspielzeit schoss er seine Mannschaft zum 3:2-Auswärtssieg.
Und nun wieder 3:2. Dieses Mal nach 0:2-Rückstand.
„Niko hat viel von außen gemacht. Er hat vieles umgestellt, hat ein paar Leute gebracht, ein bisschen angepasst an den Gegner“, beschrieb Gregor Kobel das Coaching von Niko Kovac, der in Fabio Silva den Torschützen zum 2:2 sowie den Einfädler des 3:2 brachte, in Ethan Nwaneri einen Neuzugang einwechselte, der Offensiv-Impulse gab und Wegbereiter des Siegtreffers war, und in Joey Veerman einen Spiellenker implementierte. „Man hat gesehen, dass er in einer hektischen Phase mit seiner fußballerischen Klasse und mit seiner Erfahrung sehr viel Ruhe reingebracht“, sagte Sportdirektor Ole Book über den Niederländer, der im Sommer von der PSV Eindhoven gekommen ist.
3:2 nach einer Achterbahnfahrt.
10:17 Torschüsse aus Dortmunder Sicht. 45 Prozent Ballbesitz. Eine Passquote von nur 79 Prozent. „Wir haben als ganze Mannschaft nicht so optimal gespielt“, resümierte Book das Spiel trotz des am Ende erfolgreichen Verlaufs.
„Ich würde gar nicht zu viel Energie in die Analyse stecken“, meinte Gregor Kobel, „weil es der Anfang der Saison ist. Ich glaube, es kam einiges zusammen, deshalb will ich gar nicht groß darüber reden. Nüchtern gesagt, war es sicher kein gutes Spiel von uns bis zum ersten Tor. Aber am Ende haben wir die Qualität, um solche Spiele zu gewinnen.“ Erstmals seit vier Jahren startet Schwarzgelb mit zwei Siegen in eine Bundesliga-Saison. „Das Ergebnis darf uns Selbstbewusstsein geben für die nächste Woche“, meint Lars Ricken: „Es ist wichtig, dass wir jetzt diesen Schwung mitnehmen.“
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