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·23. September 2026

Alaba vor Italien-Wechsel: Was hinter dem Udinese-Deal steckt

Artikelbild:Alaba vor Italien-Wechsel: Was hinter dem Udinese-Deal steckt

Die monatelange Suche nach einem neuen Klub für David Alaba scheint beendet. Der 34-jährige Österreicher hat sich Berichten von Transferexperte Fabrizio Romano zufolge mündlich mit Udinese Calcio geeinigt. Offen sind demnach nur noch letzte Formalitäten.

Für Alaba wäre es der erste Verein seit seinem Abschied aus der Jugend von Austria Wien im Sommer 2009, der nicht international in der Champions League antritt. Ablösefrei ist der Wechsel ohnehin, da sein Vertrag bei Real Madrid im Sommer ausgelaufen ist.


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Eine lange Suche mit vielen Stationen

Seit dem Ende seiner Zeit in Madrid kursierten zahlreiche Gerüchte um Alabas Zukunft. Genannt wurden im Laufe der Monate unter anderem Klubs aus den USA und Mexiko, dazu Union Berlin, der Hamburger SV, Lazio Rom und – als emotionale Option – eine Rückkehr zu Jugendverein Austria Wien.

Bei Letzterem wurde es zuletzt konkreter. Vater George Alaba, der zugleich als Berater seines Sohnes fungiert, bestätigte gegenüber der „Kronen Zeitung“ tatsächliches Interesse der Wiener. Eine sofortige Rückkehr sei für David aber „im Moment ein bisschen zu früh“, da er sportlich noch viel vorhabe.

Auch beim Hamburger SV wurde spekuliert, weil man dort zuletzt über eine Verstärkung der Abwehr nachdachte. Sportdirektor Claus Costa erteilte dem eine klare Absage: „David Alaba ist eine herausragende Persönlichkeit und ein herausragender Spieler, aber wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden.“

Fit für den Neustart

Sorgen um Alabas körperlichen Zustand wies sein Vater ausdrücklich zurück. „Es geht ihm hervorragend. Er ist fit und fühlt sich wohl“, sagte George Alaba und stellte gleichzeitig klar, dass von einem Karriereende keine Rede sein könne.

Nötig war diese Klarstellung durchaus. Alabas letzte Jahre in Madrid waren von schweren Verletzungen geprägt, allen voran ein Kreuzbandriss im Dezember 2023, der ihn rund 13 Monate außer Gefecht setzte. Insgesamt verpasste er in seiner fünfjährigen Zeit bei den Königlichen mehr als 130 Pflichtspiele.

Trotzdem gewann er mit Real Madrid elf Titel, darunter zweimal die Champions League. Bei seiner offiziellen Verabschiedung im Mai würdigte ihn Klub-Präsident Florentino Pérez als Symbolfigur des Vereins und betonte, Real Madrid werde für Alaba immer eine Heimat bleiben.

Seither ist Alaba vereinslos. Zuletzt stand er im Sommer noch für Österreich bei der WM in Nordamerika auf dem Platz, wo das Team von Ralf Rangnick im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien mit 0:3 ausschied – für den ÖFB-Kapitän der 117. Länderspieleinsatz seiner Karriere.

Warum ausgerechnet Udinese

Auf den ersten Blick ist die Wahl überraschend. Udinese ist ein Klub des grauen Mittelfelds, aktuell nach fünf Spieltagen mit vier Punkten auf Rang 13 der Serie A, ohne bisherige Nullnummer und mit der viertschlechtesten Abwehr der Liga.

Ein Wiedersehen erwartet Alaba dort mit Trainer Kosta Runjaić, der seit 2024 in Udine arbeitet. Runjaić ist wie Alaba gebürtiger Wiener und war zuvor unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern und bei MSV Duisburg tätig.

Sportlich dürfte sich Alaba schnell einbringen können. In der Innenverteidigung fallen mit Oumar Solet, dem mit 20 Millionen Euro wertvollsten Spieler im Kader, und dem 18-jährigen DFB-Nachwuchsspieler Matteo Palma aktuell gleich zwei Optionen verletzungsbedingt aus.

Finanziell bewegt sich der Deal für Udinese im überschaubaren Rahmen. Im Sommer hatten die Friulaner rund 32,5 Millionen Euro in neue Spieler investiert, dem standen knapp 34 Millionen Euro an Transfereinnahmen gegenüber – bei einem Marktwert von aktuell drei Millionen Euro zählt Alaba selbst zu den wertvolleren vereinslosen Abwehrspielern auf dem Markt.

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