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·5. Januar 2026

Alarmstufe Rot bei Werder Bremen: Steffen mit klaren Worten

Artikelbild:Alarmstufe Rot bei Werder Bremen: Steffen mit klaren Worten

Was sich in der bisherigen Saison schon gezeigt hat, manifestierte sich am Sonntagnachmittag beim torlosen Testspiel-Unentschieden gegen den FC St. Pauli: In der Offensive ist und bleibt Werder Bremen viel zu harmlos. Schon beim 0:0 gegen den FC Augsburg vor der Winterpause blieb der Mannschaft auch deshalb ein wichtiger Auswärtssieg verwehrt.

Gegen St. Pauli kam Werder gerade mal zu einer nennenswerten Torchance - einem Fernschuss. "Das haben wir nicht gut gemacht und in der zweiten Halbzeit fand ich kaum noch einen Angriff vernünftig. Dementsprechend war ich damit noch weniger zufrieden als mit der ersten", sparte Horst Steffen im Anschluss nicht mit klaren Worten (via Bild).


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Damit schlägt der Cheftrainer höchstselbst Offensiv-Alarm. Auch Clemens Fritz stimmte ihm in seiner Zusammenfassung zu: "Wir müssen da selbstkritisch mit uns umgehen, haben einige Themen, an denen wir arbeiten müssen. Es gilt aber auch, mehr Überzeugung in unsere Abschlüsse zu legen."

Statistiken zeigen: Werder ist offensiv einer der schwächsten Erstligisten

Die Statistiken sprechen derweil eine klare Sprache: Laut dem Portal fbref hat sich Werder in der bisherigen Saison den zusammengerechnet fünftschwächsten xG-Wert der ganzen Bundesliga herausgespielt. Gerade einmal 17,6 erwartbare Tore werden aufgeführt, was entsprechend auch zu den tatsächlich 18 erzielten Treffern passt.

Ein Problem: Mit einem xGA-Wert von 26,1 steht Werder gleichzeitig auch auf dem drittschlechtesten Platz, was rechnerisch erwartbare Gegentore betrifft. Steffen scheint dieses Problem zunächst zu priorisieren, etwa mit seiner Umstellung auf die Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Gegen den FCA blieb der Weser-Klub immerhin ohne Gegentor, wie auch im Test gegen die Kiezkicker. Allerdings scheint die Offensive davon nicht ebenfalls zu profitieren, wie es bislang den Anschein macht.

"Wir haben noch Luft nach oben und gerade mit Ball noch Arbeit vor uns", resümierte Fritz entsprechend (via Deichstube). Auch Steffen sprach von "Potenzial in beide Richtungen", also defensiv wie offensiv.

Ein weitere spannende, wenngleich wohl nicht gänzlich aussagekräftige Statistik: Werder hat ligaweit die zweitgrößte Durchschnitts-Distanz in den Torabschlüssen. Die 18,8 Metern sind ein vergleichsweise hoher Wert, den nur St. Pauli mit 19,4 Metern zu überbieten weiß. Die Unterschiede zwischen der Spitze (Mainz 05 mit 15,7 Metern) und dem Schlusslicht bewegen sich zwar nur bei etwa vier Metern, doch dürfte eines klar sein: Je größer die Distanz der durchschnittlichen Torabschlüsse, desto schwächer die Torchance selbst.

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