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·19. Februar 2026

Alles, was ihr zum 23. Spieltag wissen müsst

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Königsblaue Grüße gibt es wieder von der Tabellenspitze, denn der FC Schalke 04 ist zurück auf dem Sonnenplatz. An der Förde bahnt sich derweil der Trainerkracher zwischen Kiel und Karlsruhe an. Und im Tabellenkeller sind alte Sorgen zurückgekehrt. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 23. Spieltag.

Die Ausgangslage

Da war sie kurz mal weg, die Tabellenführung. Aber mit dem ersten Sieg nach fünf sieglosen Partien eroberte Schalke die Spitze am vergangenen Wochenende schon wieder zurück. Kein unmittelbarer Verfolger musste eine Niederlage einstecken, weshalb das Rennen um die Top-Plätze der Liga weiter eng bleibt - sofern man unter den Top 5 der Liga steht. Hertha BSC und der 1. FC Kaiserslautern bilden mit 34 Punkten das Niemandsland der Tabelle, denn der Rückstand nach oben beträgt schon sieben Zähler. Darunter beginnt prinzipiell schon der Abstiegskampf.


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Oberwasser behalten Nürnberg, Bochum und Bielefeld, während in Karlsruhe die Stimmung endgültig am Tiefpunkt angelangt ist. Das Spiel in Kiel könnte für Cheftrainer Christian Eichner ein Endspiel werden, aber das gleiche behauptet mancher Fan der Störche auch über KSV-Coach Marcel Rapp - die dienstältesten Zweitliga-Trainer kämpfen im direketn Duell um ihre Jobs. Und weiter unten? Fürth hängt auf Platz 18 weiter fest, die Dresdner haben ihren Schwung verloren und Magdeburg ist auch zurück auf dem Abstiegs-Relegationsplatz. Aber auch an anderen Stellen sammeln sich die Punkte weiter mühsam.

Fünf Spiele im Fokus

Fürth gegen Bielefeld: Kleeblatt muss Glück erzwingen

Nach etwas mehr als zwei Monaten als Cheftrainer von der SpVgg Greuther Fürth kann Heiko Vogel keine Erfolgserlebnisse vorweisen. Der Punkteschnitt von 0,75 Zählern pro Partie unter dem 50-Jährigen ist sogar minimal schlechter als die Ausbeute von Vorgänger Thomas Kleine (0,93), sodass die Sorgen um das Kleeblatt größer und größer werden. Zwar gab es den Moment nach dem 2:1-Sieg gegen Kiel, als sich eine Wende andeutete - aber dann kam dieses Spiel gegen Magdeburg (4:5). Und auch der Auftritt gegen Kaiserslautern (0:1) war Magerkost. Fürth muss punkten, und zwar jetzt.

Das wird jedoch Arminia Bielefeld verhindern wollen, indem die Ostwestfalen den dritten Sieg in Folge heimfahren. Nach acht sieglosen Partie hat Cheftrainer Mitch Kniat die richtigen Stellschrauben gedreht, um die Bielefelder wieder in Kurs auf ruhiges Gewässer zu bringen. Mit acht Punkten aus fünf Spielen gehört die Arminia derzeit wieder zu den formstärksten Teams der Liga, was die Hoffnung weckt, dass Bielefeld im Endspurt möglicherweise kein Nervenkostüm tragen muss.

KSC gegen Kiel: Dienstälteste Coaches im Job-Duell

Seit Februar 2020 ist Christian Eichner als Cheftrainer des Karlsruher SC im Amt. In dieser Zeit gab es schon mehrere Tiefen, die der gebürtige Sinsheimer gemeistert hat. So auch dieses Mal? Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann sprach zu Wochenbeginn das Vertrauen in den 43-Jährige aus - zumindest für die Partie gegen Holstein Kiel. Doch folgt die "deutliche Reaktion" aller Beteiligten nicht, dann könnte es das Endspiel für Eichner gewesen sein. So oder so, der Druck ist hoch, denn sportlich kann Karlsruhe bei einer weiteren Niederlage in gefährliche Gefilde abstürzen.

Dort befinden sich die Kieler Störche bereits. Andererseits hat Sportchef Olaf Rebbe an der Förde schon mehrfach betont, dass der Trainer die "ärmste Sau" bei der KSV Holstein sei. Marcel Rapp - nach Eichner der dienstälteste Coach der Liga - genießt also weiterhin das Vertrauen. Allerdings ist die Ausbeute des Erfolgstrainers, der die Störche auch schon in die Bundesliga führte, aktuell noch geringer. Ein Punkt trennt Kiel noch von Platz 16. Und sogar der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz ist im schlimmsten Fall möglich.

Schalke gegen Magdeburg: Dzeko lässt S04 wieder jubeln

Dzeko, Dzeko, Dzeko - ob "Brate" oder "Abi" in der Kabine, die Königsblauen haben zurück in die Erfolgsspur gefunden. Auch, weil der 39-jährige Stürmer den FC Schalke 04 belebt. Entgegen aller Kritiker sammelte Dzeko schon drei Tore und zwei Vorlagen in vier Zweitliga-Partien, was den sportlichen Erfolg ankurbelt. Die Herausforderung wird nun sein, dass auch wieder Konstanz in die Ergebnisse der Königsblauen kommt, um keine Unruhen aufkommen zu lassen.

Magdeburg steht nach der neuerlichen Niederlage auch wieder auf alter Position, denn die Elbestädter sind wieder auf Platz 16 angekommen. Drei Niederlagen stehen nach dem Jahreswechsel nun zwei Siegen gegenüber, weshalb festzustellen ist, dass sich die Rückschläge häufen. Und jeder Patzer kann teuer werden, wie auch die Entwicklung in der Tabelle zeigt. Denn trotz Erfolgsserie im Winter ist im engen Abstiegskampf keine Mannschaft sicher. Magdeburg darf die Konkurrenz nicht wieder davonziehen lassen.

Münster gegen Lautern: Wer kann die Tristesse vertreiben?

Im Münsterland warten die Adlerträger weiter auf den Befreiungsschlag. Zumindest gab es jetzt erstmal drei Unentschieden in Folge, was auch drei Punkte auf das Konto spülte. Dadurch hält sich Münster aktuell noch über Wasser, aber ein Sieg nach acht sieglosen Partien würde sicherlich zur neuen Leichtigkeit verhelfen. Nach wie vor bildet die Mannschaft von Alexander Ende das formschwächste Team der Liga, was bedeutet, dass jeder Konkurrent derzeit aufholt.

In Kaiserslautern stellt sich die Frage, wo der Weg in dieser Saison noch hinführen soll. Ein 1:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen Fürth verhinderte zwar, dass die Stimmung endgültig kippt, doch wirklich verbessert hat der dürftige Auftritt der Roten Teufel die Laune der Fans auch nicht. Cheftrainer Torsten Lieberknecht gerät im Umfeld immer stärer in die Kritik, weil die Entwicklung nicht erkennbar ist. Haben Angst und Druck die Lautrer gelähmt? Dann müsste der FCK jetzt ja wieder befreiter aufspielen können.

Paderborn gegen Hertha: Allerletzte Chance für Berlin?

Die Ostwestfalen von der Pader wurden in die Verfolgerrolle geschoben. Das neue Kalenderjahr bot der Mannschaft von Ralf Kettemann noch nicht die ganz großen Highlights, während die Rückschläge zu verkraften sind. Daher wird Paderborn wohl auch an seinem Stiefel festhalten, der die Mannschaft in der Hinrunde noch zu einem der effektivsten Teams der Liga gemacht hatte. Und für Paderborn gilt gleichzeitig auch: Wird Hertha jetzt distanziert, dann ist ein Konkurrent im Aufstiegskampf wahrscheinlich weg.

Der Hauptstadtklub klammert sich an die Hoffnung, dass die Alte Dame noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden wird. Aus acht Spielen gab es zuletzt jedoch nur einen Sieg, dazu aber auch fünf (!) Unentschieden am Stück. Eine Bilanz, die Hertha BSC nicht vorankommen lässt - aber wer weiß, zu was jeder einzelne Punkt am Ende noch gut sein wird. Allerdings muss das ambitionierte Team um Kapitän Fabian Reese dann auch mal eine Serie starten, um die Hoffnungen weiter am Leben zu erhalten.

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