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·2. April 2026

Alles, was ihr zum 31.Spieltag wissen müsst

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Pünktlich zum Osterwochenende kehrt der nationale Fußball aus der Länderspielpause zurück. Wer erlebt in der 3. Liga eine österliche Auferstehung? Wer legt sich die Eier selbst ins Nest? Wie geht der große Kracher im Revier aus? liga3-online verschafft euch einen Überblick.

Die Ausgangslage

Knapp zwei Wochen Warten gehen einem Ende entgegen. Bis Samstag müssen wir uns noch gedulden, da der Ball am Karfreitag traditionell ruht. Dann starten wir aber wieder voll rein: Sieben Samstagsspiele bringen jede Menge Unterhaltungswert mit – allen voran natürlich das mit Höchstspannung erwartete Revierderby zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg steht an. Am Sonntag sind wie gehabt drei weitere Spiele auf dem Plan – ehe es dann schon am Dienstag und Mittwoch mit der letzten Englischen Woche der Saison weitergeht.


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Spätestens jetzt gilt es für die Aufstiegsaspiranten sich in Stellung zu bringen und Meter zu machen. Bis auf Essen und Duisburg messen sich alle Kontrahenten am Wochenende mit Teams aus dem Mittelfeld oder der Abstiegszone. So geht es zum Beispiel für Verl nach Ulm, wo der SSV seine womöglich aller letzte Chance auf ein Comeback nutzen möchte. Auf eine österliche Auferstehung hofft auch Aue, das am Samstag Hoffenheim II zu Gast hat. Fernab der Aufstiegs- oder Abstiegsregionen feiert am Samstag ein neuer Trainer sein Debüt: Für Jahn-Coach Sascha Hildmann, der sich bei seiner Vorstellung voller Tatendrang präsentierte, geht es an alter Wirkungsstätte in Großaspach gegen Stuttgart II.

Fünf Spiele im Fokus

Rostock vs. Viktoria Köln: Bleibt die Kogge auf Kurs?

Ohne den verletzten Florian Carstens, aber dafür mit ganz viel Rückenwind begrüßt der F.C. Hansa Rostock am Samstag Viktoria Köln im Ostseestadion. Die Mission für die Kogge ist klar: Der dritte Sieg in Folge soll her. Positiv fällt auch die Erinnerung an das Hinspiel aus, das der FCH mit 4:2 für sich gewinnen konnte – dank der beiden Doppelpacks von Ryan Naderi und Kenan Fatkic. Auch abseits des Rasens möchte Hansa am Samstag für Schlagzeilen sorgen: Es wird ein kurioser Weltrekord angestrebt.

Ganz anders ist die Stimmungslage derzeit bei den Kölnern, die zuletzt vier Niederlagen in Folge einstecken mussten. Zudem haben die Domstädter finanzielle Engpässe zu bewältigen, weswegen die Viktoria beim 1. FC Köln wegen einer frühzeitigen Auszahlung der Weiterverkaufsbeteiligung für Said El Mala angefragt haben soll. Sportlich hofft die Truppe von Marian Wilhelm auf eine Leistungssteigerung im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen vor der Länderspielpause, als die Viktoria früh zwei Tore kassierte und dann gegen die massive Abwehrreihe der Essener keine Mittel parat hatte. Frischen Mut macht der Erfolg im Landespokalhalbfinale in der Länderspielpause.

Havelse vs. Cottbus: Brustlöser für Energie?

"Jetzt wird es Spaß machen", kündigte Claus-Dieter Wollitz nach dem ernüchternden 1:1 gegen den SSV Ulm 1846 etwas trotzig mit Blick auf das Saisonfinale an. Durch das Remis gegen Kellerkind Ulm war Energie Cottbus vor der Länderspielpause erstmals seit September von den Aufstiegsplätzen gerutscht – es herrscht etwas Katerstimmung rund um den FCE, der händeringend auf der Suche nach der Leichtigkeit der Hinrunde ist. Ehe es in den nächsten sechs Spielen fünfmal gegen direkte Aufstiegskonkurrenten geht, steht nun zunächst das Auswärtsspiel beim Vorletzten TSV Havelse an.

Entsprechend groß ist die Bedeutung des Spiels am Samstag für Cottbus. Nur zu gerne würden die Lausitzer das 4:3 aus dem Hinspiel wiederholen – ein Spiel, das sinnbildlich für die offensive Leichtigkeit der Cottbuser Hinrunde steht. Und wie steht es eigentlich um den Gegner aus Havelse? Die Niedersachsen haben angesichts von zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt und spekulieren eher auf einzelne Highlights – so wie den Sieg gegen Viktoria Köln vor drei Wochen, als der TSV einen 0:2 Rückstand noch in einen Sieg verwandelte.

1860 München vs. Mannheim: Süd-Klassiker im Grünwalder Stadion

Auf das Zwischenhoch mit fünf Siegen am Stück folgte vor der Länderspielpause ein Rückschlag für den TSV 1860 München: Gegen Wiesbaden und Duisburg gab es trotz ansprechender Leistungen nur einen Punkt, wodurch der Rückstand auf den Relegationsplatz wieder auf fünf Punkte anwuchs. Keine Frage: Im Süd-Klassiker gegen Waldhof Mannheim muss für die Löwen, die aufgrund des Todes von Trainer-Legende Karsten Wettberg in Trauerflor auflaufen werden, nun ein Sieg her, wenn es noch was mit dem Aufstieg werden soll.

Rückendwind gibt der Einzug ins bayerische Landespokalfinale, den sich die Sechzger dank eines 1:0-Erfolgs gegen Jahn Regensburg sichern konnten. Am Finaltag der Amateure wird auch der SV Waldhof im Einsatz sein, der sich im Landespokalhalbfinale gegen den 1. FC Bruchsal durchsetzen konnte und nun im Finale auf den Stadtrivalen VfR Mannheim treffen wird. Bis es zum Showdown um den DFB-Pokaleinzug kommt, möchte der Waldhof aber erstmal weiter in der 3. Liga überzeugen. Nach drei Auswärtspleiten am Stück hat der SVW nun ein Erfolgserlebnis beim Rivalen 1860 München im Visier.

Essen vs. Duisburg: Wird das Revierderby zum Schlüsselspiel im Aufstiegskampf?

Der große Showdown im Revier steht an! Der Tabellenzweite Rot-Weiss Essen empfängt den Vierten aus Duisburg, der aktuell nur einen Zähler weniger auf dem Konto hat als RWE. Die Rot-Weissen gehen mit gehörig Rückenwind in das mit Spannung erwartete Derby, schließlich feierte Essen zuletzt vier Siege in Folge. Zudem ist der Deutsche Meister von 1955 an der heimischen Hafenstraße eine Macht: Nur der MSV Duisburg kommt im eigenen Stadion auf mehr Punkte als RWE. Die klare Schwachstelle bei den Gastgebern ist die Defensive: Mit 49 Gegentoren in 30 Spielen stellt Essen die anfälligste Defensive unter den Aufstiegskandidaten.

Duisburgs großes Manko ist dagegen die Auswärtsbilanz. Mit nur vier Siegen präsentierten sich die Zebras bis dato in der Fremde wenig aufstiegsreif. Zuletzt setzte es eine 1:5-Pleite in Rostock. Gelingt es den Meiderichern nun ausgerechnet beim Rivalen aus Essen, den Bock in der Fremde umzustoßen? Hoffnung macht der Blick in die Historie, die für Duisburg spricht: In 56 Duellen gewann der MSV 22-mal, während Essen nur 18 Siege einfahren konnte. Auch an der Hafenstraße war Duisburg bereits zehnmal erfolgreich – zuletzt 2017 im Landespokalfinale. Wer kürt sich diesmal zum Derbysieger?

Ulm vs. Verl: Ergreifen die Spatzen den letzten Strohalm?

Nein, für positive Schlagzeilen sorgt der SSV Ulm 1846 dieser Tage nun wahrlich nicht. Nachdem die Spatzen in der Liga letztmals am ersten Februar einen Sieg einfahren konnten, gab es nun im Halbfinale des Landespokals, das mit 1:2 gegen Regionalligist Großaspach verloren ging, den nächsten herben Rückschlag für die Schwaben. "So haben wir keine Chance", weiß auch Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev. Der SSV braucht nun eine österliche Wiederauferstehung, wenn es noch was mit dem Klassenerhalt werden soll.

Um den Acht-Punkte-Rückstand auf das rettende Ufer noch irgendwie aufzuholen, muss am Sonntag gegen den SC Verl zwingend ein Sieg her. Wenig erbaulich ist aus Ulmer Sicht die Erinnerung an das Hinspiel im Oktober, das die Ostwestfalen mit 5:0 für sich entscheiden konnten. In ähnlich starker Form befindet sich Verl, das von Platz drei grüßt, auch aktuell: Zuletzt gab es drei Siege in Folge bei 9:1 Toren. "Wenn ich in die Kabine gehe, fühlt es sich gerade sehr gut an", erklärte Tobias Strobl jüngst im Interview. In Summe sei Verl "zurecht ein heißer Aufstiegsanwärter", so der Verler Cheftrainer.

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