RB Leipzig
·7. September 2026
Als die Champions League-Hymne zum ersten Mal erklang

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13. September 2017, Red Bull Arena, Flutlicht. Kurz vor 20.45 Uhr ertönt sie zum ersten Mal: die Champions League-Hymne. Ein Moment, in dem für RB Leipzig aus einer Vision europäische Realität wird.
Mittendrin: Marcel Halstenberg. Unser ehemaliger Verteidiger erlebt die historische Premiere gegen die AS Monaco aus nächster Nähe. Fast neun Jahre später blickt Halste auf eine besondere Nacht unserer Clubgeschichte zurück.
Der Weg dorthin ist rasant. Erst der Bundesliga-Aufstieg 2016, dann auf Anhieb Platz zwei nach einer furiosen ersten Saison im Oberhaus – und plötzlich wartet die Königsklasse.
„Dass wir uns als Aufsteiger direkt für die Champions League qualifizieren konnten, war außergewöhnlich“, sagt Halste im Rückblick. „Wir haben eine einzigartige Geschichte geschrieben.“
Viele der Spieler, die den Aufstieg und die Vizemeisterschaft geprägt hatten, stehen anschließend auch auf Europas größter Bühne im RBL-Trikot – darunter Péter Gulácsi, Willi Orbán, Yussuf Poulsen, Timo Werner, Marcel Sabitzer, Dayot Upamecano und Naby Keïta. Im Sommer 2017 kommen weitere Verstärkungen wie Kevin Kampl und Konrad Laimer hinzu.
„Wir hatten aber auch eine starke Mannschaft“, hält Halste fest.
Für den Linksfuß selbst, der seine Profikarriere im Sommer 2025 beendet, ging damit ein Traum in Erfüllung. „Wenn du Profifußballer wirst, ist es das Ziel, in der Bundesliga zu spielen. Wenn du es dann auch schaffst, in der Champions League aufzulaufen und die Hymne zu hören – das geht unter die Haut.“

Zum Auftakt wartet direkt der amtierende französische Meister: die AS Monaco. Um 20.45 Uhr gibt Schiedsrichter Michael Oliver die Partie frei – und für die Roten Bullen beginnt ein neues Kapitel in der Clubgeschichte.
Halste steht in der Startelf von Ralph Hasenhüttl und gehört damit zu den ersten elf RBL-Spielern überhaupt, die in der Champions League auflaufen.
„Die Champions League ist für Fußballer mit das Größte, was man erreichen kann“, unterstreicht er.

Dann rollt der Ball – und in der 33. Minute explodiert die Red Bull Arena. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte landet das Leder über Yussuf Poulsen bei Emil Forsberg. Der Schwede zieht über links in den Strafraum und überwindet Monaco-Keeper Diego Benaglio mit rechts. Das erste Champions League-Tor der RBL-Geschichte!
Die Antwort der Gäste folgt unmittelbar. Youri Tielemans scheitert zunächst mit seinem Kopfball an Péter Gulácsi, setzt nach und trifft zum 1:1 (34.). Dabei bleibt es auch nach 90 Minuten – und die Roten Bullen holen bei ihrer Premiere direkt den ersten Champions League-Punkt.

Heute erinnert sich Halste längst nicht nur an das Ergebnis. Geblieben sind vor allem die Bilder unmittelbar vor dem Anpfiff: die Mannschaft Seite an Seite, eine volle Red Bull Arena und erstmals diese unverwechselbare Hymne.
„Als wir in der Red Bull Arena als Mannschaft in einer Reihe standen und die Hymne ablief, war das ein ganz besonderer Moment. Das war pure Gänsehaut“, schwärmt der heute 34-Jährige.
Unsere Reise durch Europas Königsklasse hatte begonnen.
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