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·29. Januar 2026
Altmeister Giroud eiskalt: Freiburg unterliegt Lille in letzter Minute!

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·29. Januar 2026

Im letzten Europa-League-Vorrundenspiel trat der SC Freiburg beim OSC Lille an und musste die erste Niederlage im laufenden Wettbewerb einstecken.
Für beide Vereine besaß die Partie noch eine sportliche Bedeutung, wobei der Bundesligist die wesentlich angenehmere Ausgangsposition besaß. Er sammelte nämlich beeindruckende 17 Punkte ein und hatte als Drittplatzierter sogar noch die Möglichkeit, an die Spitze der Ligaphase zu springen. Für das zuletzt fünf Pflichtspielniederlagen am Stück kassierende Lille ging es hingegen darum, den Einzug in die K.o-Runde einzutüten.
Im nicht sonderlich gut gefüllten Stade Pierre Mauroy stellten die Hausherren in der Anfangsphase die etwas aktivere Mannschaft. Sie schafften es trotz des aggressiven Pressings allerdings nicht, Torszenen zu kreieren. Den ersten gefährlicheren Abschluss gab Hakon Haraldsson ab, dieser verpasste knapp das rechte untere Eck (24.). Die Breisgauer schafften nur wenig Entlastung, leisteten aber konzentrierte Defensivarbeit. Dazu trug auch der in der Innenverteidigung an der Seite von Matthias Ginter agierende Europa-League-Debütant Bruno Ogbus bei.
Insgesamt verlief der erste Abschnitt äußerst ereignisarm, was sich in mageren drei Torschüssen mit einem kumulierten xGoals-Wert von 0,08 widerspiegelte. Folgerichtig ging es torlos in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel ergab sich die erste große Großchance – eingeleitet von Yuito Suzuki, der Junior Adamu bediente, dieser ließ seinen Gegenspieler aussteigen, lief alleine auf Berke Özer zu und verzog – passend zum bisherigen Spielverlauf – deutlich (56.). Durch das offensivere Freiburger Auftreten nahm die Partie etwas an Fahrt auf. Die Auswahl von Julian Schuster bot aber auch mehr Freiräume an, wodurch Matias Fernandez-Pardo in Richtung Noah Atubolu eilen konnte, ihm den Ball aber recht kläglich in de Arme chippte (64.).
In Minute 69 stand Atubolu erneut im Blickpunkt, den flatternden Distanzschuss von Thiago Santos wehrte er unkonventionell nach vorne ab. Ohnehin hatte der OSC Lille wieder die Initiative ergriffen. Hinzu kam, dass Maximilian Eggestein seinen Fernandez-Pardo mit offener Sohle am Knöchel erwischte und daraufhin von Schiedsrichter Damian Sylwestrak glatt Rot sah (74.). Die Gäste mussten die Schlussphase also in Unterzahl verbringen.

Foto: IMAGO
Dem Druck hielt der SC Freiburg stand. Er ließ bis in die Nachspielzeit hinein keine klare Torchance mehr zu, ehe Cyriaque Irié im eigenen Strafraum ungestüm gegen Fernandez-Pardo einstieg, woraufhin Sylwestrak sofort auf Elfmeter entschied. Der erst spät eingewechselte Olivier Giroud übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zum 1:0-Siegtreffer ins rechte obere Eck. Immerhin: Trotz der bitteren Niederlage schafften die Breisgauer den direkten Einzug ins Achtelfinale.
Lille: Özer,-Santos, Ngoy, Mandi, Verdonk (82. Perraud),-Mukau, André, Bouaddi, Felix (82. Giroud),-Fernandez-Pardo, Haraldsson
Freiburg: Atubolu,-Treu, Ginter, Ogbus, Günter,-Eggestein, Manzambi (83. Osterhage),-Beste (72. Irié), Suzuki (83. Jung), Grifo (59. Scherhant),-Adamu (59. Matanovic)
Tor: 1:0 Giroud (90+2.)
Rote Karte gegen Eggestein (Freiburg, 74.)
Foto: IMAGO








































