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·27. Mai 2026
Analyse zur Saison 2025/26: Das Zeugnis für die Drittligisten #2

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·27. Mai 2026

Die 18. Saison der eingleisigen 3. Liga ist Geschichte! Zeit für eine Bilanz: Welche Vereine haben überzeugt? Wer muss eine enttäuschende Spielzeit aufarbeiten? liga3-online.de nimmt alle 20 Klubs unter die Lupe und stellt ein Zeugnis aus. Weiter geht es mit den Plätzen 11 bis 15.

Fazit: Nach der denkbar knapp verlorenen Relegation zur 2. Liga sollte es in dieser Spielzeit endlich mit dem anvisierten Aufstieg klappen. Der Saisonstart fiel mit fünf Siegen aus sieben Partien auch dementsprechend aus – die Belohnung war Platz zwei in der Zwischenbilanz. Doch was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen konnte: Das 2:1 gegen Schweinfurt Mitte September sollte für lange Zeit der letzte Saarbrücker Sieg bleiben. Es folgten 16 vergebliche Anläufe, die den FCS bis auf Platz 16 abstürzen ließen und mit Alois Schwartz und Jürgen Luginger gleich zwei Trainern den Job kosteten.
Unter dem dritten Trainer, Argirios Giannikis, wurde es etwas besser. Gleich zum Debüt gelang dem Deutsch-Griechen der so wichtige Sieg gegen Stuttgart II, der die schier endlose Sieglos-Serie durchbrach. Und dennoch folgten weitere verkorkste Auftritte, die die stolzen Saarländer auf einem unwürdigen 15. Platz über die Ziellinie trudeln lassen. Statt einer Aufstiegsparty ist in Saarbrücken nun erstmal Wundenlecken angesagt.
Zeugnis: Eine Saison zum Vergessen endete immerhin nicht im Totalschaden und mit der Qualifikation für den DFB-Pokal. Viel mehr Positives lässt sich aus Saarbrücker Sicht allerdings nicht festhalten.
Note: 5

Fazit: Der VfB Stuttgart II erlebte eine Saison im Zickzackkurs: konstant inkonstant und dadurch fast durchgehend im erweiterten Mittelfeld angesiedelt. Im Gegensatz zur Vorsaison mussten sich die jungen Schwaben jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt machen. Allein das ist bereits ein klarer Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr, als bis zum Schluss Zittern angesagt war.
Nach einer etwas stärkeren Hinrunde baute die Mannschaft von Nico Willig im zweiten Halbjahr zwar ab, was sich in Platz 17 in der Rückrundentabelle widerspiegelt. Das größte Manko waren dabei vor allem die vielen Gegentore und die schwache Auswärtsbilanz. Und dennoch blieb Stuttgart jederzeit in der Lage, überzeugende Auftritte einzustreuen. Das große Highlight war ohne Frage das furiose 6:1 gegen Rot-Weiss Essen. Zudem nutzten einige Talente die Bühne 3. Liga für sichtbare Entwicklungsschritte, darunter Florian Hellstern, Mirza Catovic und Noah Darvich.
Zeugnis: Dass sich der Stuttgarter Nachwuchs in dieser Spielzeit zu keinem Zeitpunkt Sorgen um den Abstieg machen musste, reicht in Kombination mit der erfüllten Kernaufgabe der Talententwicklung für eine ordentliche Note.
Note: 3+

Fazit: Meist ist das Prädikat "Graue Maus" nicht gerade schmeichelhaft. Der SSV Jahn Regensburg dürfte in dieser Saison allerdings recht zufrieden mit dieser Bezeichnung sein, schließlich kann der Weg eines Zweitliga-Absteigers nach einem mittelgroßen Umbruch schnell auch in tiefere Tabellenregionen führen. Anders als etwa Mitabsteiger Ulm gelang es den Oberpfälzern jedoch, sich nach einigen Startschwierigkeiten zu stabilisieren und sich ins gesicherte Mittelfeld hochzuarbeiten. Emotionales Highlight war der Derbysieg gegen 1860 München Anfang November, der den Jahn über den Strich hievte.
Mitten hinein in diese positive Entwicklung verkündete Trainer Michael Wimmer Mitte März überraschend seinen sofortigen Abgang nach Kiel. Doch auch unter Nachfolger Sascha Hildmann, der in der Donaustadt ein langfristiges Projekt aufbauen möchte, setzte sich der positive Trend weitgehend fort. Die Grundlagen sind gelegt, damit in der neuen Saison vielleicht mehr möglich ist als nur der Titel der "Grauen Maus".
Zeugnis: Eine Saison, die getrost als solide bezeichnet werden kann, verdient eine solide Note.
Note: 3-

Fazit: Die fetten Jahre gehören in Ingolstadt mittlerweile der Vergangenheit an, schließlich hat Geldgeber Audi den Geldhahn deutlich sparsamer geöffnet als in der Vergangenheit. Und dennoch rechneten die Verantwortlichen insgeheim damit, dass Sabrina Wittmann den FCI in ihrer zweiten Saison als Cheftrainerin in obere Tabellenregionen führen würde. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen erlebten die Schanzer eine Saison mit vielen kleinen Rückschlägen – darunter etliche unnötig liegengelassene Siege.
Zwischenzeitlich hatten die Oberbayern mit einer anfälligen Defensive zu kämpfen. Als Ingolstadt daraufhin den Fokus verschob, haperte es dafür weiter vorne. Viel zu viel hing von Marcel Costly ab, der mit 18 Treffern fast schon zum Alleinunterhalter mutierte. Dass der finale 12. Platz intern längst nicht alle zufriedenstellt, zeigt sich auch an den personellen Konsequenzen: Sportdirektor Ivica Grlic ging bereits im Dezember, Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer folgte im Mai. Trainerin Wittmann genießt dagegen weiterhin das Vertrauen.
Zeugnis: Gemessen an den Erwartungen blickt der FCI auf eine eher ernüchternde Saison zurück. Für höhere Ansprüche fehlte es schlicht an der Konstanz.
Note: 4

Fazit: Gelingt es Viktoria Köln einmal mehr, die zahlreichen schmerzhaften Abgänge rund um Trainer Olaf Janßen zu kompensieren? Nach Saisonende lässt sich festhalten: Ja – und zwar mit Bravour! Unter der Leitung des bis dato im Profibereich gänzlich unerfahrenen Marian Wilhelm ist es den Höhenbergern über die gesamte Saison hinweg erstaunlich souverän gelungen, sich von der Abstiegszone fernzuhalten. Selbst der neuerliche schmerzhafte Abgang von Lex Tyger Lobinger in der Winterpause hinterließ keine bleibenden Spuren.
Stattdessen machte die Viktoria einmal mehr das, was sie in den vergangenen Jahren so oft ausgezeichnet hat: junge Spieler weiterentwickeln, Rückschläge wegstecken und fleißig Sympathiepunkte sammeln. Zwischenzeitlich schien sogar ein Anklopfen im ersten Tabellendrittel möglich, doch dafür fehlte dem Kader letztlich doch die nötige Qualität. Gekrönt wurde die Saison schließlich durch den Landespokalsieg im Elfmeterschießen gegen Stadtrivale Fortuna Köln.
Zeugnis: Einmal mehr gelang der Klassenerhalt erstaunlich souverän. Das achte Drittligajahr in Folge ist gesichert – ein großer Erfolg für die "Vik".
Note: 2
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