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·4. Mai 2026

Anas Ouahim: „Traditionsverein mit einer besonderen Mentalität“

Artikelbild:Anas Ouahim: „Traditionsverein mit einer besonderen Mentalität“

Mittelfeldspieler Anas Ouahim kam lediglich in 16 Drittligaspielen für die Lautrer zum Einsatz. Dennoch ist der feine Techniker vielen FCK-Fans noch in guter Erinnerung. So belebte der Deutsch-Marokkaner nach seiner späten Verpflichtung im Januar 2021 das Spiel der abstiegsbedrohten Roten Teufeln maßgeblich. Auch wenn nicht jede Aktion glückte, war Ouahim der Typ Straßenfußballer und Dribbler, nach dem sich das oftmals einfallslose Spiel des FCK nur so sehnte. Zum Bedauern einiger Anhänger endete Ouahims Zeit mit Ablauf der halbjährigen Leihe, da der FCK keinen Gebrauch für die Kaufoption des Leihspielers machte.

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„ Konnte mich mit dem Verein und der Aufgabe total identifizieren“

Treffpunkt Betze: Hallo Anas, du bist in der Rückrunde der Saison 2020/21 leihweise zum 1. FC Kaiserslautern gekommen. In 16 Spielen standest du als Roter Teufel auf dem Platz und konntest der Mannschaft mit drei Vorlagen und deinem Spielwitz helfen, den Abstieg in die Regionalliga zu verhindern. Wie blickst du heute auf deine Zeit beim FCK zurück?

Anas Ouahim: Die Zeit beim 1. FC Kaiserslautern war für mich eine der intensivsten meiner Karriere. Es ging damals nicht nur um Fußball oder persönliche Statistiken, sondern um den Verein, die Situation und den Druck, der auf uns allen lag. Kaiserslautern ist ein Traditionsverein mit einer besonderen Mentalität. Viel Herz, viel Arbeit und viel Verantwortung. Genau das hat auch zu mir gepasst. Ich konnte mich mit dem Verein und der Aufgabe total identifizieren. Wir waren in einer schwierigen Lage und mussten als Mannschaft extrem zusammenhalten. Gerade diese Phase mit dem ganzen Druck von außen war eine echte Herausforderung, die mir auch Spaß gemacht hat. Am Ende gemeinsam den Klassenerhalt zu schaffen macht diese Zeit für mich bis heute besonders. Ich blicke sehr gerne darauf zurück.

„ Jede Station hat mich zu dem Spieler und Menschen gemacht, der ich heute bin “

Treffpunkt Betze: Du bist in Leverkusen geboren und hast beim 1. FC Köln über die Jugendmannschaften schließlich den Sprung in den Profifußball geschafft. Nach Stationen in Osnabrück, Sandhausen und Kaiserslautern bist du im Januar 2022 ins niederländische Almelo gewechselt. Anschließend führten dich deine Wege über Tiraspol und Sydney nach Bahrain, wo du seit Sommer 2025 spielst. Damit hast du bereits einige Stationen in verschiedenen Ländern erlebt und sicherlich viele Erfahrungen gesammelt. Gibt es eine Geschichte oder einen Moment, an den du besonders gerne zurückdenkst? Oder eine Station, die dich besonders geprägt hat?

Anas Ouahim: Jede Station in meiner Karriere hat mich auf ihre eigene Art geprägt. Kaiserslautern war für mich der Moment, in dem ich als Profi nochmal anders Verantwortung übernommen habe. Vor allem in einer schwierigen Situation. In den Niederlanden bei Heracles Almelo bin ich als Mensch und Spieler gewachsen. Es war mein erster Schritt ins Ausland mit einer neuen Kultur und einem anderen Fußballstil. Sydney war für mich eine unglaublich besondere Erfahrung. In einer der schönsten Städte der Welt Fußball zu spielen und eine ganz andere Lebensweise kennenzulernen werde ich nie vergessen. Und Bahrain fühlt sich aktuell für mich wie ein Zuhause an. Ich fühle mich dort sehr wohl und kann mir gut vorstellen, langfristig dort zu bleiben. Wenn ich zurückblicke, geht es für mich weniger um einzelne Momente, sondern um die Entwicklung. Jede Station hat mich zu dem Spieler und Menschen gemacht, der ich heute bin.

„ Noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung “

Treffpunkt Betze: Mit 28 Jahren bist du derzeit im besten Fußballeralter. Welche Wünsche und Ziele hast du noch für deine weitere Karriere sowie die Zeit danach?

Anas Ouahim: Mit 28 fühle ich mich in einer Phase, in der ich sportlich und menschlich viel mitbringe, aber gleichzeitig noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung bin. Mein Ziel ist es, mich weiterhin konstant zu verbessern. Als Spieler und auch als Persönlichkeit. Die Erfahrungen aus verschiedenen Ländern und Kulturen helfen mir heute, das Spiel besser zu verstehen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Mir ist es wichtig, diese Erfahrungen auch weiterzugeben, gerade an jüngere Spieler. Ich sehe mich inzwischen auch in einer Rolle, in der ich vorangehen und anderen helfen kann.

Aktuell liegt mein voller Fokus darauf, in Bahrain erfolgreich zu sein, meine Qualität einzubringen und mit der Mannschaft etwas zu erreichen. Alles Weitere wird sich mit der Zeit entwickeln.

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