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·5. Juni 2026
„Anerkennung der Arbeit“: Spanien-Coach akzeptiert Favoritenrolle

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·5. Juni 2026

Im Vorfeld eines großen Turniers wie der anstehenden Weltmeisterschaft ist die Frage nach den Favoriten ein der Spannendsten. Werden beteiligte Trainer dazu befragt, gibt es in der Folge oft ausweichende Antworten, um die Erwartungshaltung zu dämpfen. Auch Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente wurde um seine Einschätzung gebeten – und trat selbstbewusst auf.
De la Fuente nahm auf der Pressekonferenz im Trainingslager der Spanier am Mittwoch die Favoriten-Rolle seines Teams an. ,,Das ist eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit.“ Eine clevere Antwort des 64-Jährigen, die viel Wahrheit beinhaltet. De la Fuente versucht nicht künstlich die Erwartungshaltung zu drücken, denn offensichtlich zählt Spanien zu den größten Titelanwärtern beim Turnier in Nordamerika. 2024 holt die ,,Furia Roja“ unter de la Fuente den Europameistertitel und scheiterte im vergangenen Jahr erst im Elfmeterschießen im Finale der Nations League an Portugal.
Auf der anderen Seite bietet de la Fuente kaum Angriffsfläche durch großmundige Versprechungen. Er stellt sein Team nicht auf ein Podest, zumal kurz darauf auch einigen anderen Teams Titelchancen eingeräumt werden: „Deutschland, England, Portugal, Frankreich, die Niederlande, Argentinien, Brasilien, Senegal, Marokko – und ich bin sicher, ich vergesse einige. Wer glaube, diese Teams könnten nicht gewinnen, unterschätzt das Potenzial des Weltfußballs.“
Der Coach mahnt also zur Vorsicht. Klar, der Titelgewinn wird alles andere als ein Selbstläufer, ein guter Start ins Turnier kann entscheidend sein. In der Gruppenphase trifft Spanien auf Uruguay, Saudi-Arabien und Kap Verde. „Es ist eine sehr schwierige Weltmeisterschaft, bei der wir uns durchaus in der Lage sehen, um den Titel zu kämpfen – natürlich tun wir das. Aber man sieht ja, mit welchen Gegnern wir reisen.“

Foto: Getty Images
Nichtsdestotrotz überwiegen bei de la Fuente klar die positiven Gefühle. „Ich bin aufgeregt, glücklich und sehr zufrieden. (…) Ich konnte die Begeisterung im ganzen Land spüren. Es erfüllt mich mit Stolz, Teil dieses Gefühls rund um die Nationalmannschaft zu sein. Wir werden diese Euphorie am Leben erhalten.“
Spanien geht die Mission Weltmeisterschaft im Übrigen ohne Spieler von Real Madrid an. De la Fuente nominierte keinen Akteur der Königlichen, ein Novum in der Geschichte der spanischen Nationalmannschaft. Stattdessen stehen insgesamt acht Spieler des FC Barcelona im Aufgebot.
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