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·20. Juni 2026

Angerannt, ausgebrannt, ausgeschieden: WM nach Paraguay-Pleite für Türkei beendet

Artikelbild:Angerannt, ausgebrannt, ausgeschieden: WM nach Paraguay-Pleite für Türkei beendet

Es sollte nach 2002 und 24 langen Jahren des Wartens ein neues WM-Märchen werden, doch am Ende wurde es zum Albtraum für die Türkei, die sich mit Spielern wie Arda Güler, Kenan Yildiz, Orkun Kökcü, Can Uzun und Hakan Calhanoglu so viel von diesem Turnier versprochen hatte. Am Ende stehen nach zwei Gruppenspielen null Tore und null Punkte und das vorzeitige Aus bei der Weltmeisterschaft zu Buche. Damit ist die türkische Auswahl auch die erste Mannschaft, die die Segel streichen muss. Zudem blieb man bislang als einziges Team nach zwei Partien ohne Torerfolg und kassierte aus eigener Sicht das schnellste Gegentor der türkischen WM-Geschichte.

Schockstart nach nicht einmal zwei Minuten

Schon nach weniger als zwei Minuten musste Torhüter Ugurcan Cakir nach dem Flachschuss aus der Distanz von Matias Galarza hinter sich greifen. Quasi mit dem Anpfiff lag die Türkei also bereits 0:1 zurück, genau das Szenario, wie man es auch schon gegen Australien unbedingt verhindern wollte, denn danach „verbarrikadierten“ die Südamerikaner das eigene Tor und errichteten um den eigenen Sechzehner ein echtes Abwehrbollwerk, das die Türkei abermals wie schon zum WM-Auftakt gegen die „Socceroos“ nicht knacken konnte.


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Lange Zeit passte die „Milli Takim“ den Ball in den eigenen Reihen hin und her, blieb aber vor dem gegnerischen Gehäuse wirkungslos. In der 35. Minute dann jedoch doppeltes Pech für die Türken. Nach einer hohen Freistoß-Hereingabe von Hakan Calhanoglu kam Mert Müldür im Strafraum zum Kopfball. Das Leder knallte erst an die Latte und sprang dann von dort an den rechten Pfosten und von dort wieder aufs Spielfeld. Kurz darauf parierte Cakir einen der wenigen Angriffe der Paraguayer über Jose Caceres (37.).

Rote Karte sorgt für WM-Novum

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann eine kuriose Szene. Miguel Almiron (45.+3) hielt sich mit der Hand den Mund zu und sagte etwas zu Müldür, der sichtlich aufgebracht reagierte. Nach Einschaltung des VAR sah Almiron schließlich die Rote Karte, da das Zuhalten des Mundes, um die getätigten Aussagen zu verbergen, nach dem neuen Regelwerk mit einem Platzverweis geahndet werden kann. Almiron sorgte damit für ein Novum bei dieser WM. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeitpause, die Türkei erhoffte sich gegen den dezimierten Kontrahenten mehr für den zweiten Durchgang.

Chancen bleiben ungenutzt

Nach dem Seitenwechsel traf Kenan Yildiz (48.) zunächst das linke Außennetz. Merih Demiral probierte es mehrmals, teils gefährlich, mit Distanzschüssen. Dann blieb der Kopfball des eingewechselten Deniz Gül (62.) aus aussichtsreicher Position zu harmlos. Einen weiteren Fernschuss von Abdülkadir Bardakci (74.) fischte Paraguay-Schlussmann Orlando Gill heraus. In der Schlussphase brachte Baris Alper Yilmaz über die rechte Seite nach vielen schlechten Versuchen den Ball endlich gut mit einem Querpass in die Strafraummitte, wo Can Uzun (89.) eine glänzende Schusschance hatte, den Ball aber zu unplatziert und nicht hart genug auf den Kasten von Gill schoss, der den Ball abwehren konnte.

Die letzte Gelegenheit hatte Demiral (90.+7), dessen Kopfball nach Güler-Flanke haarscharf rechts am Pfosten vorbeiging. Wenig später ertönte vor 68.827 Zuschauern im Levi’s Stadion in San Francisco der Schlusspfiff, der zugleich auch das Ende aller WM-Träume der Türkei bedeutete.

Das USA-Spiel wird zur Pflichtaufgabe ohne Bedeutung

Das letzte Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber USA (26. Juni um 4:00 Uhr MEZ) hat somit nur noch Prestigecharakter und wird zur reinen Formalität für die türkische Mannschaft.

Aufstellungen

Türkei: Cakir – Müldür, Demiral, Bardakci (86. Kökcü), Kadioglu (71. Elmalı) – Yüksek (60. Uzun), Calhanoglu, Akgün (60. Gül), Güler, Yildiz – Aktürkoglu (46. Yilmaz)

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