FC Red Bull Salzburg
·2. August 2026
Aphrodites Erben: Was hinter Pafos FC steckt

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Ein Klub, kaum älter als ein Jahrzehnt, ein Wappen mit den Zügen eines Freiheitskämpfers und eine Stadt, die schon die alten Griechen für den Geburtsort der Liebe hielten – wenn wir am Donnerstag, den 06. August, Pafos FC zum Hinspiel der UEFA Europa League-Qualifikation in der Red Bull Arena empfangen, treffen wir auf einen Gegner mit einigen Überraschungen im Gepäck. Anstoß ist um 19:00 Uhr, Tickets für das internationale Duell sind bereits online erhältlich.

Pafos FC ist im europäischen Fußball noch ein vergleichsweise neues Gesicht: Der Klub entstand erst 2014 durch den Zusammenschluss der Lokalvereine AE Paphos und AEK Kouklia. Seit 2017 stehen mit Sergey Lomakin und Roman Dubov zwei russische Investoren hinter dem Verein. Sportlich ging es die letzten Jahre schließlich bergauf: 2024 der erste Cup-Titel der Klubgeschichte, ein Jahr später dann die Sensation – Pafos wurde 2024/25 zum ersten Mal überhaupt zyprischer Meister. In der vergangenen Saison legte man nach und holte sich zusätzlich den zweiten Cup-Titel, musste sich in der Liga aber mit dem vierten Platz und 25 Punkten Rückstand auf Serienmeister Omonia Nikosia zufriedengeben.
26 Millionen Euro geschätzter Marktwert
Der Meistertitel öffnete ebenso international neue Türen: Erstmals nahm Pafos an der UEFA Champions League teil. Nach acht Spieltagen gegen Top-Teams, wie Bayern München, Juventus und Monaco, war zwar Endstation, die neun gesammelten Punkte sorgten aber für Aufsehen.
6 Brasilianer stehen im Pafos-Kader

Verantwortlich für den Erfolgskurs ist seit April Trainer Ricardo Sa Pinto. Der Portugiese lässt meist im 4-2-3-1 spielen und setzt offensiv stark auf brasilianische Spielkunst. Auch in der eigenen Abwehr ist brasilianische Erfahrung mit an Bord. Der 39-jährige David Luiz brachte als UEFA Champions League-Sieger von 2012 mit Chelsea einiges an internationaler Routine mit. Passend dazu setzt der Klub insgesamt auf Erfahrung statt auf Jugend: Die Startelf gegen Hajduk Split brachte es im Schnitt auf 29,6 Jahre.
Wer das Pafos-Wappen genauer betrachtet, entdeckt darin ein Porträt: Es zeigt Evagoras Pallikarides, einen Dichter aus der Region Paphos, der in den 1950er-Jahren im Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft auf Zypern aktiv war. Sein Bild ziert das Vereinswappen bereits seit den Anfängen des Vorgängerklubs Evagoras Paphos und wurde bei der Fusion zu Pafos FC übernommen.

Genauso geschichtsträchtig ist die Heimat des Klubs. Ihre Heimspiele tragen die Zyprioten normalerweise im knapp 9.000 Zuschauer fassenden Stelios Kyriakides-Stadion aus, für internationale Partien weicht man, wie am Donnerstag, in die knapp 45 Minuten entfernte Limassol Arena aus.
Die eigentliche Heimat des Klubs ist die Hafenstadt Pafos im Südwesten der Insel – mit gerade einmal 38.000 Einwohnern ein beschauliches Fleckchen, das aber eine bemerkenswerte Mythologie zu bieten hat. Der Sage nach wurde die Stadt einst von König Kinyras gegründet, weshalb sich Generationen von Priesterkönigen dort später als Kinyraden bezeichneten. Auch der griechische Held Agapenor soll hier einen Tempel errichtet haben, auf seiner Heimreise von Troja – wer gerade Christopher Nolans „Die Odyssee“ im Kino gesehen hat, befindet sich mythologisch also in bester Gesellschaft.
Der eigentliche Grund für den diesbezüglichen Ruf der Stadt ist aber ein anderer: Der griechischen Sage nach stieg die Liebesgöttin Aphrodite direkt vor der Küste von Paphos aus dem Meer – die Stadt gilt bis heute als ihr Geburtsort.
Und weil wir Salzburger den Mozart-Bezug natürlich nicht auslassen können: In der Fortsetzung der „Zauberflöte“, dem 1798 in Wien uraufgeführten „Zweiten Teil der Zauberflöte. Das Labyrinth“ von Emanuel Schikaneder und Peter von Winter, taucht ein König von Paphos auf. Ihm verspricht die Königin der Nacht im Kampf gegen Sarastro die Hand ihrer Tochter Pamina.

Mythologie und Vereinsgeschichte hin oder her – am Donnerstag um 19:00 Uhr zählt für uns nur das Sportliche. Wir wollen den ersten Schritt in Richtung Ligaphase der UEFA Europa League machen. Seid dabei und sichert euch jetzt Tickets für das Heimspiel gegen den Pafos FC!







































