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·8. Januar 2026

Arda Turan-Reaktion auf Jonjo Shelvey-Statement: „Ich werte es als Respektlosigkeit gegenüber unserem Land“

Artikelbild:Arda Turan-Reaktion auf Jonjo Shelvey-Statement: „Ich werte es als Respektlosigkeit gegenüber unserem Land“

Jonjo Shelvey schildert drastische Eindrücke aus der Zeit beim türkischen Erstligisten ikas Eyüpspor in Istanbul – Ex-Eyüp-Trainer Arda Turan reagiert öffentlich, widerspricht und setzt klare Grenzen.

Die Aussagen von Jonjo Shelvey über seine Zeit in der Türkei sorgen für Aufsehen. Der ehemalige Trendyol Süper Lig-Profi sprach über die Phase, in der Arda Turan ikas Eyüpspor trainierte, und wählte dabei einen Ton, der weit über sportliche Kritik hinausgeht. Turan, inzwischen Trainer von Schachtjor Donezk, nahm die Vorwürfe nicht hin und veröffentlichte kurzfristig ein eigenes Statement. Darin verteidigt er seine Arbeitsweise, schildert Details aus dem internen Umgang und spricht von einer Grenzüberschreitung.


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Turan stellt seine Prinzipien heraus: Familie und direkte Kommunikation

In seiner Erklärung betont Turan zwei Grundlagen, die für ihn nicht verhandelbar sind: Respekt vor der Familie und direkte Kommunikation. Er schreibt, er habe die Aussagen „mit Bedauern“ gelesen und bewertet den Inhalt als Verletzung von Grenzen, die über den Fußball hinausgehen. Seine Kernbotschaft formuliert er deutlich: „Ich werte es als Respektlosigkeit gegenüber unserem Land.“ Gleichzeitig beschreibt er, dass er während der gemeinsamen Zeit bewusst geschwiegen habe, um die Privatsphäre des Spielers zu schützen.

So beschreibt Turan den Umgang mit Shelvey im Kluballtag

Turan führt aus, Shelvey habe ihm früh familiäre Probleme mitgeteilt. Er habe dem Spieler Zeit eingeräumt, um seine Familie zu sehen, und den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Zusätzlich schreibt er, das Team habe bei Training und Spielen spezielle Programme umgesetzt, um den Spieler körperlich und mental zu schützen. Turan begründet seinen Schritt an die Öffentlichkeit damit, dass sonst ein „irreführendes Bild“ entstünde.

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Schwere Passage im Statement: Turans Darstellung zum Training und Verhalten

In einem besonders heiklen Abschnitt wird Turan sehr konkret. Er schreibt, man habe wegen „ungewöhnlichen Verhaltens“ im Training verstanden, dass der Spieler weiterhin Medikamente konsumiert habe, ohne die Mannschaftsärzte zu informieren oder Rücksprache zu halten. Außerdem betont Turan, er führe besondere Gespräche mit Spielern nicht ohne Zeugen: Er nehme einen Profi aus dem Team hinzu, damit später klar sei, was gesagt wurde. Die Darstellung, die Shelvey über private Gespräche verbreite, habe „nichts mit der Realität“ zu tun.

Was Shelvey sagt: „Er war absolut verrückt“

Shelvey selbst zeichnete ein extrem zugespitztes Bild. „Ja, Arda Turan war verrückt. Er war absolut verrückt„, sagte er und machte deutlich, dass er damit keinen positiven Charakterzug meinte. Er beschrieb Turan als „völlig psychisch krank“ und verwies dabei auf eine Dokumentation, die er vor der Unterschrift gesehen habe, fasst NTV Spor die Aussagen zusammen. In diesem Zusammenhang nennt Shelvey Amazon als Plattform, auf der der Inhalt verfügbar gewesen sei, und schildert Szenen, die Turan in aggressiven Situationen zeigen sollen.

Whisky, Zigarren und emotionale Momente: Shelleys Blick auf den Alltag

Neben den drastischen Etiketten erzählt Shelvey auch von Alltagsbildern, die er als ungewöhnlich empfand. Er beschreibt, Turan habe nach dem Training die Füße auf den Tisch gelegt und Whisky sowie Zigarren konsumiert. Außerdem berichtet er von emotionalen Ansprachen und einer sehr persönlichen Art im Umgang. Am Ende stellt Shelvey jedoch klar, warum er den Schritt überhaupt ging: Er habe den Vertrag angenommen, weil ihm ein „sehr guter Vertrag“ angeboten worden sei.

Ein Konflikt, zwei Wahrheiten – und eine klare Linie

Das Bild ist scharf konturiert: Shelvey attackiert Arda Turan mit harten Worten und greift tief in die persönliche Ebene. Turan antwortet nicht mit Floskeln, sondern mit einem Statement, das seine Prinzipien betont, den Klubschutz erklärt und die Vorwürfe zurückweist. In dieser Konstellation steht weniger die sportliche Vergangenheit im Zentrum als die Frage, welche Grenzen öffentliches Reden über interne Prozesse haben darf. Turans Satz bleibt dabei als Rote Linie stehen: Er wertet die Aussagen nicht nur als Angriff auf sich, sondern als Respektlosigkeit gegenüber dem Land.

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