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·6. Juli 2026

Argentinien im WM Achtelfinale mit Messi-Abhängigkeit: Scaloni sucht Lösungen

Artikelbild:Argentinien im WM Achtelfinale mit Messi-Abhängigkeit: Scaloni sucht Lösungen

Argentinien ist bei der WM in Nordamerika wieder stark von Lionel Messi abhängig. Sieben der elf Tore der Weltmeister hat der Kapitän selbst erzielt, im Achtelfinale gegen Ägypten am Dienstag um 18.00 Uhr MESZ im ZDF und bei MagentaTV steht Trainer Lionel Scaloni deshalb vor der nächsten Bewährungsprobe.

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Argentiniens Kapitän Lionel Messi applaudiert den Fans nach dem 3:2-Erfolg im WM-2026-Sechzehntelfinale gegen Kap Verde. Die Begegnung fand am 3. Juli 2026 im Miami Stadium in Miami Gardens, Florida, statt. (Robert Cianflone / Getty Images North America via Getty Images)


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Argentinien – Ägypten1/8

Di 07.07. · 18:00 Uhr · ARD

Scaloni kennt das Messi-Rätsel

Dass Scaloni den Messi-Komplex lösen kann, hat er beim WM-Triumph 2022 bereits gezeigt. Doch diesmal sind die Argentinier in ihre alte Muster zurückgefallen, und in der Heimat wächst die Sorge, ob der 39 Jahre alte Ausnahmekönner das Team tatsächlich im Alleingang zum vierten Stern tragen kann. Der Wirbel um Messi begleitet den 48-Jährigen seit dessen Amtsantritt 2018 und ist vor dem K.o.-Duell mit den Ägyptern erneut allgegenwärtig.

„Natürlich ist er mehr im Fokus, aber wir haben auch weitere Spieler im Team“, sagte Scaloni. „Wir spielen uns Chancen heraus.“ Nur verwandelt werden diese Möglichkeiten derzeit fast ausschließlich von Messi, der trotz seines Alters weiter als verlässlichster Vollstrecker auftritt. Die Abhängigkeit könnte auf dem Weg zum Titel deshalb noch zur echten Gefahr werden.

Von der Einheit in Katar zur Messi-Last

Die Sportzeitung Olé stellte fest, bei dieser WM sei bislang vor allem die „Brillanz des Kapitäns ausschlaggebend“ gewesen, der „Leo-Faktor unbestreitbar“ sei. In Katar vor vier Jahren war das noch anders. Damals formte Scaloni eine eingespielte Einheit, die mit Pressing und variablem Offensivspiel überzeugte und im Zweifel trotzdem den genialen Messi als Unterschiedsspieler hatte.

Diesmal mühte sich Argentinien nach einer makellosen Gruppenphase in der ersten K.o.-Runde erheblich. Beim 3:2 nach Verlängerung gegen den tapferen Debütanten Kap Verde musste der Titelverteidiger leiden, durfte sich aber wieder auf Messi verlassen. Auch diese Partie dürfte Scalonis Analyse geprägt haben. Nach dem knappen Sieg im Sechzehntelfinale, zugleich seinem 100. Spiel als Nationalcoach, kündigte er an, man werde „die negativen Aspekte mit den Spielern besprechen“, wolle sich aber „auf die positiven konzentrieren“.

Vertrauen in die Widerstandskraft

Zu den positiven Eindrücken zählt für Scaloni vor allem die mentale und körperliche Robustheit seiner Mannschaft. „Diese Mannschaft steckt Rückschläge weg und sucht weiter nach dem gegnerischen Tor“, sagte er. Genau darauf setzt der 48-Jährige, der seit dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2018 sämtliche Zweifel ausgeräumt hat.

Unter seiner Regie gewann Argentinien 2021 und 2024 die Copa America, der größte Erfolg blieb jedoch der Titel in Katar. Scaloni genießt weiterhin großes Vertrauen und hat bislang auf jede Widrigkeit eine Antwort gefunden. Gegen Ägypten könnte das sogar einfacher werden als gegen Kap Verde, denn Teams, die selbst mitspielen und offensiv auftreten, öffnen Räume, in denen nicht nur Messi glänzen soll. „Unser Ziel ist, dass alle unsere Offensivspieler Tore erzielen“, sagte Scaloni. Und das idealerweise schon ab Dienstag.

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