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·20. Juni 2026
Argentinien-Star Messi: Zwischen privaten Sorgen und WM-Traum

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·20. Juni 2026

Die 200 Journalisten verfolgten Lionel Messi im Compass Minerals National Performance Center in Kansas City auf Schritt und Tritt. Die Kameras klickten, in den 15 für die Medien zugänglichen Minuten des Trainings der argentinischen Weltmeister waren alle Blicke auf den Superstar gerichtet. Lässt sich Messi etwas von seinen großen privaten Sorgen anmerken? Ist er abgelenkt? Lächelt er?
Zumindest äußerlich wirkt Messi fokussiert, im Kreise der Nationalmannschaft fühlt sich der 38-Jährige wohl, und hier kann er all die Probleme hinter sich lassen. Seinem Vater geht es gesundheitlich nicht gut, dies hat die Familie Messi bestätigt – allerdings nicht freiwillig: Der Streaminganbieter Luzu TV hatte den Tod von Jorge Messi vermeldet, was sich zwar als geschmacklose Falschmeldung herausstellte, aber trotzdem um die Welt ging.
Am Montag (19.00 Uhr MESZ/MagentaTV und ARD) kann Argentinien im Duell mit Österreich bereits den Gruppensieg perfekt machen – auf dem Platz muss Messi dann wieder sportlich liefern. Wie er es bereits mit seinem Dreierpack beim 3:0 zum Auftakt gegen Algerien und unzählige Male zuvor gemacht hat.
Die Mannschaft fängt ihn emotional auf. „Ich bin der Delegation und all meinen Teamkollegen dankbar. Sie waren immer an meiner Seite und haben mir die Kraft gegeben, damit zurechtzukommen“, sagte Messi, der beim Sieg gegen Algerien seine Tränen nicht zurückhalten konnte.
Mittlerweile ist bekannt, dass die Sorge um seinen Vater der Auslöser war. Der Zuspruch für Messi reicht über das eigene Team hinaus. US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino sprach seinem Landsmann Mut zu. „Ich möchte ihm all meine Unterstützung senden, weil er in einer schwierigen familiären Situation ist“, sagte Pochettino.
Im WM-Alltag rückt mehr denn je Messis „círculo íntimo“, sein engster Kreis in der Nationalmannschaft, in die Verantwortung. Messi gilt als sensibler, introvertierter und beziehungsorientierter Mensch. Die enge Bindung zu einigen Mitspielern gibt ihm zusätzlichen Halt.
Mit Leandro Paredes, Giovani Lo Celso und Nicolás Otamendi besteht ein über Jahre aufgebautes, besonders enges Vertrauensverhältnis. Kein anderer Teamkollege ist für Messi aber so wichtig wie Rodrigo De Paul.
„Man würde“, sagte De Paul einmal, „für Messi in den Krieg ziehen.“ Auf dem Platz ist De Paul, der auch als Messis engster Freund im Team gilt, Beschützer und Verbindungsspieler. Er verschafft dem bald 39-Jährigen Freiheiten und entlastet ihn in der Defensivarbeit. Auch der präzise Pass als Vorlage zu Messis Traumtor zum 1:0 gegen Algerien kam von De Paul. Inzwischen kickt er mit Messi bei Inter Miami.
Vor dreieinhalb Jahren standen beide gemeinsam im gewonnenen WM-Finale in der Startelf. Im Sommer 2026 soll sich das Erlebnis wiederholen. „Es ist ein Vorteil, Leo zu haben – wegen der Art, wie er die Mannschaft führt und vorantreibt, und wegen der Person, die er ist“, sagte De Paul nach dem erfolgreichen Auftakt am vergangenen Dienstag: „Ihm sind individuelle Rekorde egal. Er stellt die Mannschaft in den Vordergrund, für uns ist das unglaublich.“







































