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·11. Juli 2026
Argentinien trauert: Legende von Boca Juniors verstirbt - Startete England-Rivalität

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Eine traurige Nachricht erreicht den argentinischen Fußball im Vorfeld des Viertelfinals. Der legendäre Mittefeldspieler Antonio Rattín ist mit 89 Jahren verstorben
Der argentinische Fußball hat eine seiner Legenden verloren. Mittelfeldspieler Antonio Rattín ist übereinstimmenden örtlichen Medienberichten zufolge mit 89 Jahren verstorben. Als Spieler verbrachte er seine Karriere ausschließlich bei den Boca Juniors. Von 1956 bis 1970 trug er das legendäre blaue Trikot mit dem gelben Brustring. In 382 Spielen für die Xeneizes erzielte er 28 Tore.
Für die Albiceleste lief er von 1959 bis 1969 34-mal auf, erzielte dabei ein Tor und nahm den Weltmeisterschaften 1962 und 1966 teil. Bei seiner ersten Endrunde war für Argentinien bereits in der Gruppenphase Schluss. Bei der nächsten WM führte er die Albiceleste als Kapitän an und wurde durch einen unrühmlichen Auftritt im Viertelfinale gegen England berühmt.
Mit einer sehr harten Spielweise sorgte Argentinien bereits für Aufregung, Rattín wurde folglich aber vom deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein wegen ständigen Meckerns vom Platz gestellt. Ursprünglich weigerte sich Rattín, das Feld zu verlassen, wurde aber von zwei Polizisten eskortiert. Beim Abgang zerknitterte die Nummer zehn noch eine Eckfahne mit dem Logo der WM, das den britischen Union Jack beinhaltete. England gewann das Spiel mit 1:0 durch einen Treffer von Geoff Hurst und wurde später gegen Deutschland Weltmeister.
Dieses Spiel startete die Rivalität zwischen Argentinien und England. Der Krieg um die Falklandinseln (Malvinen) und das WM-Viertelfinale 1986, in dem Diego Maradonas Hand Gottes und Tor des Jahrhunderts gegen England stattfanden, heizten die Feindschaft weiter an. Bei der aktuellen Endrunde ist ein Aufeinandertreffen der Three Lions und der Albiceleste im Halbfinale wieder möglich.
Rattín arbeitete folglich noch für wenige Jahre als Trainer und zu Beginn des 21. Jahrhunderts als Politiker.
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